SSC Neapel - FC Barcelona | Remis im Achtelfinal-Hinspiel
Publiziert 25/02/2020 um 22:55 GMT+1 Uhr
Der FC Barcelona ist im Achtelfinal-Hinspiel beim SSC Neapel nicht über ein 1:1 (0:1) hinausgekommen. Der belgische Nationalspieler Dries Mertens brachte die Napolitaner mit einem schönen Schlenzer von der Sechzehnerkante in Führung (30.). Barça tat sich lange schwer und kam erst durch Antoine Griezmann zum Ausgleich (57.). Arturo Vidal flog in der Schlussphase mit Gelb-Rot vom Platz (89.).
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Fotocredit: Eurosport
So lief das Spiel:
Der FC Barcelona dominierte das Geschehen im San Paolo von Neapel von Beginn an. Die Katalanen verbuchten bisweilen bis zu 70 Prozent Ballbesitz und schnürten die Mannschaft von Gennaro Gattuso tief in der eigenen Hälfte ein – allein ein gefährlicher Abschluss sprang dabei nicht heraus.
Auch Superstar Lionel Messi fand kein Durchkommen durch das neapolitanische Bollwerk, ein Distanzschuss des Argentiniers aus 20 Metern ging deutlich über das Tor (9. Minute).
Neapel lauerte einzig und allein auf Kontermöglichkeiten – und genau so eine bot sich den Hausherren nach einer halben Stunde. Piotr Zieliński eroberte auf der rechten Seite gegen Júnior Firpo den Ball und bediente am Strafraumrand Dries Mertens, der sich den Ball noch einmal zurechtlegen konnte und dann sehenswert aus 16 Metern ins rechte Toreck vollendete (30.).
Die Führung spielte den Italienern in die Karten, die sich anschließend wieder vollkommen aufs Verteidigen konzentrieren konnten. Kurz vor der Pause hatte Neapel dann sogar noch eine Möglichkeit, Konstantinos Manolas zielte nach Vorarbeit von José Callejón allerdings knapp rechts vorbei (43.).
Im zweiten Durchgang bot sich zunächst ein ähnliches Bild: Barcelona lief an, Neapel verteidigte tief in der eigenen Hälfte. Es bedurfte allerdings eines Gedankenblitzes von Sergi Busquets ehe Barcelona die Defensiv-Blockade Neapels überwand. Der Spanier bediente rechts im Strafraum Nélson Semedo, der sich erstmals hinter die Viererkette der Hausherren positionieren und quer vors Tor spielen konnte. Dort lauerte Antoine Griezmann, der aus elf Metern nur noch einschieben musste (57.).
Plötzlich musste Neapel reagieren und kam durch Lorenzo Insigne zu einer guten Möglichkeit. Der Kapitän setzte sich gegen Gerard Piqué und Arturo Vidal durch und prüfte Marc-André ter Stegen mit einem Schuss aufs kurze Eck (61.).
Nur kurz darauf kam Callejón rechts im Strafraum zum Abschluss, zog aber gegen den stark reagierenden ter Stegen den Kürzeren – die beste Möglichkeit für die Hausherren (63.).
Auch Barcelona lief weiterhin an, kam aber nicht mehr wirklich gefährlich vors Tor. Der eingewechselte Arthur probierte es mit einem Distanzschuss, zielte aber doch relativ deutlich über das Tor (87.).
In der Schlussphase wurde es dann noch einmal hitzig, als Vidal und Mario Rui nach einem Foul des Chilenen aneinander gerieten. Der deutsche Schiedsrichter Dr. Felix Brych zeigte beiden Spielern die Gelbe Karte – Vidal sah für das Foul allerdings noch eine zweite und musste anschließend mit Gelb-Rot vom Platz (89.).
Es folgten fünf Minuten Nachspielzeit, in denen allerdings nicht mehr viel passierte. So blieb es beim 1:1-Unentschieden.
Der Tweet zum Spiel:
Die Stimmen zum Spiel:
Lorenzo Insigne (SSC Neapel): "Wir hätten gewinnen können, also sind wir ein wenig enttäuscht. Es war schon besonders, gegen Spieler wie Messi zu spielen."
Antoine Griezmann (FC Barcelona): "Wir wollten hier gewinnen, aber es sollte heute Abend nicht sein. Es ist uns am Anfang schwer gefallen, Räume und Torschüsse zu kreieren. Aber als sie müder geworden sind, konnten wir mehr nach vorne spielen und Chancen herausspielen. Jetzt haben wir das Heimspiel vor der Brust - und das wird ganz anders sein. Wir werden mehr Platz haben und vor unserem Publikum müssen wir gewinnen."
Quique Setién (Trainer FC Barcelona): "Wir müssen im Rückspiel auf Sergi Busquets und Arturo Vidal verzichten, aber wir werden Lösungen finden, diese Ausfälle zu kompensieren."
Das fiel auf: Barcelona erstaunlich harmlos
Genaro Gattuso hatte seinen SSC Neapel extrem defensiv eingestellt – und hatte damit vor allem in der ersten Halbzeit Erfolg. Der FC Barcelona blieb trotz hoher Ballbesitzwerte und extremer Dominanz im ersten Durchgang extrem ungefährlich, schaffte es kaum einmal hinter die gegnerische Viererkette und verbuchte keine einzige Torchance.
Möglicher Grund dafür: Arturo Vidal wurde von Enrique Setien auf der rechten Außenbahn eingesetzt – eine Position, die dem Chilenen nicht unbedingt liegt. Dessen Stärken beruhen vor allem auf Zweikampfstärke und Aggressivität, auf den Außenbahnen fehlte es Barcelona gegen Neapel aber immer wieder an Schnelligkeit und Kreativität, die Vidal nicht liefern konnte.
Die Statistik: 1
Sowohl für Gennaro Gattuso als auch für Barcelonas Trainer Enrique "Quique" Setién war es die erste Champions-League-Partie ihrer Karriere.
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