Auf der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Spiel gegen den FC Porto am Dienstag bezeichnete Jürgen Klopp den Afrika-Cup ironischer Weise als "kleines Turnier". Ein lockerer Spruch, der nicht von allen Journalisten als das erkannt wurde, was es war: Ironie.
Am Mittwoch wurde der deutsche Trainer, dessen flapsige Art durchaus seinen Markenkern verkörpert, daher von einem Journalisten in einer Videoschalte in eine Diskussion verwickelt:
"Hallo Jürgen, bei Ihrer letzten Pressekonferenz haben Sie den Afrika-Cup bewusst als 'kleines Turnier' bezeichnet. Ich denke, das ist eine Beleidigung für die Spieler, eine Beleidigung für die Fans, eine Beleidigung für die Menschen auf dem Kontinent. Und ich denke, Sie schulden dem Kontinent eine Entschuldigung", sagte der Reporter.
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Klopp reagierte überrascht, bekräftigte, dass er das so nicht gemeint habe und holte zur Gegendarstellung aus.

Klopp verteidigt sich: "Bin kein Muttersprachler"

"Ich weiß nicht, warum Sie das so verstehen, um ehrlich zu sein", startete der 54-Jährige. "Ich sagte, bis März gibt es keine Länderspielpausen. Und dann fiel mir ein: 'Oh, im Januar ist noch ein kleines Turnier'. Ich meinte nicht, dass es ein kleines Turnier ist. Ich habe nur gesagt, dass da noch ein Turnier ist, es war ironisch gemeint. Es ist immer noch ein Turnier, ein großes. Wir verlieren unsere besten Spieler durch dieses Turnier."
Eine Erklärung, die nicht ausreichte. Über die Europameisterschaft würde sich Klopp sicherlich nicht so äußern, mutmaßte der Journalist und strapazierte damit die Nerven des Liverpool-Coaches. Er sei eben "kein Muttersprachler, aber wenn Sie mich falsch verstehen wollen, können Sie das jederzeit tun", entgegnete Klopp energisch. "Ich weiß, dass ich nie so denken würde. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum Sie das denken. Das ist wirklich nicht in Ordnung, da ich das niemals tun würde. Es war nicht meine Absicht, aber Sie haben mehr daraus gemacht. Das ist acuh nicht so cool, um 100 Prozent ehrlich zu sein."
Liverpool ist eine der Mannschaften, die durch den Afrika-Cup gleich mehrere Topspieler für einen ungewissen Zeitraum nicht zur Verfügung haben wird. Mit Mohamed Salah (Ägypten), Sadio Mané (Senegal) und Naby Keita (Ghana)
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Klopp irritiert von Reporter-Frage: "Was habe ich damit zu tun?"

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