Drei Dinge, die bei FC Liverpool gegen Real Madrid auffielen: Der ganz reale Wahnsinn
Real Madrid zeigte am Dienstag beim FC Liverpool einmal mehr sein Champions-League-Gesicht. Nach einem zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Rückstand kamen die Königlichen in beeindruckender Manier zurück und siegten am Ende 5:2 (2:2). Neben sehenswerten Toren hielt die Partie gleich zwei Slapstick-Szenen bereit. Die Protagonisten: Die Keeper Thibaut Courtois und Alisson Becker. Drei Dinge, die auffielen.
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Quelle: Perform
eal Madrid hat es wieder getan: Die Champions-League-Spezialisten aus der spanischen Hauptstadt, die in der Vorsaison nach mehreren imposanten Comebacks den Titel gefeiert hatten, verwandelten beim FC Liverpool einmal mehr einen Rückstand in einen Sieg.
Nachdem Darwin Núñez (4.) und Mohamed Salah unter gütiger Mithilfe von Thibaut Courtois (14.) die bis dahin bärenstarken Hausherren schnell in Front gebracht hatten, traf Vinícius Júnior aus dem Nichts zum Anschluss (21.). Der Startschuss für die Blancos, die fortan wie ausgewechselt agierten.
Vinícius, der von einem riesigen Alisson-Bock profitierte, egalisierte den Spielstand (36.), der bis zur Pause Bestand hatte. Nach dem Seitenwechsel fuhr Real dann das ganz große spielerische Besteck auf. Éder Militão (47.) markierte per Kopf die Führung, ehe Torjäger Karim Benzema (55., 67.) das Ergebnis weiter in die Höhe schraubte – und Real somit den nahezu sicheren Einzug ins Viertelfinale bescherte.
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26/07/2025 um 21:12 Uhr
Während sich die Gäste in einen Rausch spielten, gab die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp Rätsel auf.
Drei Dinge, die bei FC Liverpool - Real Madrid auffielen.
1.) Der ganz REALE Wahnsinn
Antonio Rüdiger war noch merklich überwältigt, fand kaum Worte, als er nach der Partie bei "DAZN" sprach. "So zurückzukommen, ist einfach nur verrückt", sagte der deutsche Nationalspieler und führte aus: "Wir haben zum Glück schnell das Anschlusstor gemacht, danach war das Selbstvertrauen wieder da. Dennoch habe er einen solchen Abend "noch nie erlebt". Rüdiger weiter: "Es ist einfach nur unfassbar."
Für Rüdiger ein Novum, für langjährige Real-Stars wie Luka Modric, Benzema oder Vinícus quasi business as usual. Die Remontada-Könige sorgten bereits in der vergangenen Saison für Furore, weil sie in sämtlichen K.o-Duellen lange wie der sichere Verlierer aussahen, am Ende aber - nach schier unglaublichen Aufholjagden - stets weiterkamen.
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Real Madrid bezwang den FC Liverpool deutlich
Fotocredit: Getty Images
Im Finale behielt die Mannschaft von Carlo Ancelotti gegen Liverpool (1:0) die Oberhand und krönte sich zum 14. Mal zum Champions-League-Sieger. Auch Rüdiger machte seinerzeit die schmerzliche Erfahrung, dass man Real nie abschreiben darf.
Der 29-Jährige, damals noch beim FC Chelsea unter Vertrag, lag mit den Blues im Viertelfinal-Rückspiel schon 3:0 in Front, Rodrygo rettete die Madrilenen schließlich in die Verlängerung, in der Benzema das entscheidende 2:3 markierte und die Londoner damit aus dem Wettbewerb kegelte.
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Klopp: "Carlo glaubt, die Sache ist durch"
Quelle: Perform
In der Runde zuvor hatte Real den Mitfavoriten Paris Saint-Germain in einem ähnlich dramatischen Duell (0:1, 3:1) ausgeschaltet. Nach dem Triumph über Chelsea musste Manchester City dran glauben. Die Skyblues hatten das Hinspiel 4:3 gewonnen und führten im zweiten Aufeinandertreffen bis zur 90. Minute im Bernabéu 1:0. Dann schlug erneut Rodrygos Stunde. Binnen zwei Minuten erzielte der Brasilianer einen Doppelpack und erzwang abermals die Verlängerung. Benzema traf in der 95. Minute vom Punkt und machte den Finaleinzug damit perfekt.
Wie hoch die Combeack-Qualitäten des spanischen Rekordmeisters ist, zeigt auch die Statistik. Von den vergangenen 20 Spielen, in denen Real zurücklag, wurden lediglich zwei verloren.
2.) Torhüter im Narrenkostüm
Heute, am Aschermittwoch, endet die diesjährige Karnevalssession. Die beiden Torhüter nutzten die letzten Stunden der fünften Jahreszeit aber noch einmal, um sich der Narretei hinzugeben.
Erst Courtois, der einen etwas verunglückten Rückpass von Dani Carvajal mit der Brust stoppte und dann mit dem Oberschenkel unfreiwillig in Salahs Fuß spielte. Der Ägypter nahm das Geschenk freilich an und schob zum 2:0 ein.
Schwerer wog jedoch rückblickend Alissons Blackout. Der Schlussmann der Reds schoss den heranstürmenden Vinícius beim Stand von 2:1 aus Liverpooler Sicht an. Die Kugel traf den Real-Angreifer am Schienbein und trudelte von dort ins Netz.
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Alisson Becker leistete sich einen Bock
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"Das zweite Gegentor war Slapstick, das sollte nicht passieren, aber es kann passieren", nahm Liverpool-Trainer Klopp seinen Torwart bei "BT Sport" zwar aus der Schussbahn, dennoch trug Alisson mit seinem Fehler entscheidend dazu bei, dass die Gäste weiter Selbstvertrauen tankten - und die eigene Mannschaft gänzlich den Faden verlor.
3.) Liverpools krasser Einbruch
Die Hausherren begeisterten 20 Minuten lang mit Vollgas-Fußball und lagen hochverdient mit zwei Toren in Front. Erinnerungen an das Liverpool der vergangenen Jahre wurden wach. Doch dann brach der LFC, wie so häufig in der laufenden Spielzeit, ein. Spielerisch lief nichts mehr zusammen, Real durfte plötzlich nach Belieben schalten und walten.
Das Resultat: Fünf Gegentore an der Anfield Road. Bis dato hatte Liverpool vor heimischer Kulisse in der Königsklasse noch nie mehr als drei Gegentore hinnehmen müssen. Klopp war im Nachgang im Gespräch mit "BT Sport" um eine Erklärung für das Unerklärliche bemüht. "Der Beginn war überragend, das waren einfach wir. Wir haben den Matchplan perfekt umgesetzt", erklärte er. "Aber dann sind wir hoch in der gegnerischen Hälfte zu passiv geworden. Und wenn man gegen Real zu passiv agiert, wird man bestraft."
Klopp weiter: "Wie wir dann das 2:3 verteidigen, ist natürlich nicht gut. Und wenn du hintenliegst, wird es gegen eine solch konterstarke Mannschaft schwierig. Wir haben ihnen in die Karten gespielt und hatten nichts mehr entgegenzusetzen."
Liverpool-Legende Jamie Carragher ging deutlich härter mit der Mannschaft ins Gericht. "Die Hintermannschaft liegt in Trümmern. Wir wissen, dass die Mittelfeldspieler nicht mehr die Energie haben, die Angreifer pressen nicht mehr so wie früher mit Sadio Mané und Roberto Firmino. Jahrelang haben wir davon gesprochen, dass Liverpool die beste Verteidigung der Welt hat. Das ist vorbei, es ist komplett auseinander gebrochen", sagte der TV-Experte bei "CBS".
Er schob nach: "Sie stehen in der Premier League auf dem achten Platz und haben jetzt 2:5 gegen Real verloren. Ich weiß, dass es Real ist, aber diese beiden Teams standen im vergangenen Jahr im Finale. Das ist nicht zu akzeptieren."
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Quelle: Eurosport
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