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Champions League: Eintracht Frankfurt verliert Premiere gegen Sporting - Doppelschlag nach der Pause
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Publiziert 07/09/2022 um 20:39 GMT+2 Uhr
Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt hat bei seiner Premiere in der Champions League bitteres Lehrgeld bezahlt. Die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner unterliegt Sporting Lissabon zuhause mit 0:3 (0:0). Marcus Edwards (64.) und Francisco Trincao (67.) gelingt ein Doppelschlag gegen in der zweiten Halbzeit indisponierte Frankfurter. Nuno Santos macht den Deckel drauf (82.).
CL
Fotocredit: Getty Images
Die SGE kassierte nach zuletzt zwei Pflichtspielsiegen wieder einen Dämpfer, vor dem Auswärtsspiel bei Olympique Marseille am Dienstag haben die Hessen somit bereits ordentlich Druck. Zuvor war Frankfurt lediglich in der Saison 1959/60 im damaligen Europapokal der Landesmeister auf höchster europäischer Bühne unterwegs.
Es sei "wichtig, dass wir uns nicht auf die Hymne konzentrieren, sondern auf unsere Aufgaben auf dem Feld", forderte Trainer Oliver Glasner. Das war angesichts der beeindruckenden Kulisse allerdings gar nicht so einfach. Mit einer sehenswerten schwarz-weißen Choreographie schickten die Fans ihr Team aufs Feld, es herrschte Gänsehautatmosphäre.
Schon nach 91 Sekunden hätte Randal Kolo Muani die nächste Stufe auf den Rängen zünden können, doch der Angreifer scheiterte nach kapitalem Fehlpass von Manuel Ugarte allein vor Torhüter Antonio Adan. Nach zwölf Minuten gab es den ersten Schockmoment für die SGE, als Schiedsrichter Orel Grinfeeld nach einem Zweikampf zwischen Christopher Lenz und Edwards auf den Punkt zeigte. Doch der Videoassistent schritt korrekterweise ein.
Die SGE überließ dem 19-maligen portugiesischen Meister meist den Ball und schaltete nach Eroberung blitzschnell um. Daichi Kamada (16.) versuchte es allein vor dem Tor mit einem zu laschen Querpass, dann zielte Jesper Lindström (17.) am langen Eck vorbei. In vielen aussichtsreichen Situationen fehlte der zweikampfstarken Glasner-Elf die letzte Genauigkeit.
Sporting versuchte sich mit vielen Spielverlagerungen, Trapp musste im kurzen Eck gegen den starken Edwards (35.) retten. Die Hessen probierten sich nun immer mehr auch mit eigenen Ballstafetten, bei einer Ping-Pong-Aktion im Fünfer verpasste Kolo Muani (43.) mit Pech die Pausen-Führung.
Der Champion der Europa League blieb auch nach der Pause zunächst das gefährlichere Team, Kamada (53.) wurde in höchster Not geblockt. Auf der Gegenseite traf Pedro Porro (57.) aus spitzem Winkel das Außennetz, ansonsten fiel Sporting zunächst wenig ein. Doch auch Frankfurt brachte seine Aktionen in der Offensive immer seltener zu Ende, der zu zentrale Abschluss von Kolo Muani (60.) war eine Ausnahme.
Stattdessen traf ziemlich aus dem Nichts Edwards mit einem abgefälschten Schuss aus acht Metern, Trincao vollendete nur 120 Sekunden später einen mustergültig vorgetragenen Konter.
Die Stimmen zum Spiel:
Markus Krösche (Sportvorstand Eintracht Frankfurt): „Wir haben das über weite Strecken sehr gut gemacht, gerade in der ersten Halbzeit. Auf so einem Level musst du die wenigen Chancen, die du bekommst, machen. Sporting hat’s gemacht.”
Djibril Sow (Spieler Eintracht Frankfurt): „Es ist extrem bitter, wir hatten eine gute erste Halbzeit, in der wir das 1:0 machen müssen. Dann ist es ein anderes Spiel, aber so ist es in der Champions League. In der zweiten Halbzeit haben wir 10-15 Minuten einen Blackout, wo sie das Spiel zumachen.”
Kevin Trapp (Torwart Eintracht Frankfurt): „Das ist Champions-League-Niveau. Wir haben heute viel Lehrgeld bezahlt. Das Ergebnis ist ein wenig zu hoch.”
Oliver Glasner (Trainer Eintracht Frankfurt): „Es war ein Sieg der Effizienz.”
Ruben Filipe Marques Amorim (Trainer Sporting Lissabon): „Geduld war der Schlüssel heute. Das Team spielte zwar mit Fehlern, aber immer mit unserer Spielidee. In der zweiten Hälfte waren wir viel aggressiver, ganz anders als in der ersten Hälfte. So ist Fußball, ein bisschen Glück, ein bisschen Können.”
Das fiel auf:
Die Effizienz der Gäste. Von Sporting kam offensiv wirklich nicht viel, in der ersten Halbzeit hatten sie gerade einmal eine wirklich gute Chance. Auch im zweiten Durchgang waren Lissabonner Chancen eher Mangelware. Eine tolle Einzelaktion von Edwards brachte die Eintracht aus dem Tritt. Sporting verlegte sich aufs Kontern und tat das bisweilen unglaublich gut.
Die Zahl: 6
Sechs Jahre lang hatte keine portugiesische Mannschaft in der Champions League in Deutschland gewonnen. Damals war es dem FC Porto gelungen, den Hamburger SV mit 3:1 in Hamburg zu besiegen. Seitdem gingen 15 Heimspiele immer an das deutsche Team.
Der Tweet zum Spiel:
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