FC Chelsea bezwingt Milan und nimmt Kurs Richtung Achtelfinale - Notbremse von Tomori leitet Sieg ein

Der FC Chelsea hat einen wichtigen Sieg im Kampf um das Champions-League-Achtelfinale gefeiert. Die Blues setzten sich am 4. Spieltag der Gruppe E 2:0 (2:0) beim AC MIlan durch und eroberten damit die Tabellenspitze. Jorginho traf im Anschluss an eine Notbremse von Fikayo Tomori, für die er Rot sah, per Elfmeter zur Führung (21.). Pierre-Emerick Aubameyang besorgte den Endstand (34.).

Pierre-Emerick Aubameyang (FC Chelsea) bejubelt seinen Treffer gegen Milan

Fotocredit: Getty Images

Nach der deutlichen 0:3-Niederlage in der Vorwoche in London, war der AC Mailand vor heimischer Kulisse auf Wiedergutmachung gegen den FC Chelsea aus. Beide Teams starteten engagiert in die Partie, die Spielanteile waren relativ ausgeglichen verteilt.
Nach einer Auftaktphase ohne Torchancen nahm das Spiel in der 18. Minute ordentlich an Fahrt auf, da der deutsche Schiedsrichter Daniel Siebert plötzlich auf den Punkt in Milans Strafraum zeigte (18.). Was war passiert? Fikayo Tomori hatte Mason Mount im Strafraum an der Schulter gehalten, woraufhin der Engländer erst weiterlief, dann aber zu Boden ging und den Strafstoß zugesprochen bekam. Obendrauf zeigte der Berliner Referee Tomori die Rote Karte - eine Entscheidung, die zumindest angezweifelt werden kann.
Der Elfmeter wurde von Jorginho in gewohnter Manier unten links verwandelt (21.). Olivier Giroud und Mount hatten sich vor der Ausführung des Elfmeters ebenfalls Gelb abgeholt (20.).
Milan war um eine direkte Antwort bemüht, doch Giroud verpasste nach feiner Flanke von Brahim Diaz aus kurzer Distanz nur knapp per Kopf den Torwinkel und somit auch den Ausgleich (27.).

Tatarusanu verhindert Totalausfall

In einer weiterhin intensiven Partie sahen auch Raheem Sterling (29.), Matteo Gabbia (33.) und Rade Krunic (36.) noch den gelben Karton. Sportlich sorgte Ex-Dortmunder und Chelsea-Neuzugang Pierre-Emerick Aubameyang für Aufsehen. In der 34. Minute leitete Mount einen Pass von Mateo Kovacic in den Lauf des Gabuners weiter, der aus wenigen Metern ins kurze Eck zum 2:0 für Chelsea vollendete (34.).
Eine Minute vor Ablauf der regulären Spielzeit kratzte Ciprian Tatarusanu dann noch einen Flachschuss von Mount aus dem linken unteren Eck und verhinderte auf diese Weise das 0:3 aus Mailänder Sicht (44.).
Nach dem Seitenwechsel kamen beide Teams mit Schwung aus der Kabine. Die erste Duftmarke setzte Sandro Tonali mit einem Versuch aus spitzem Winkel, doch Kepa Arrizabalaga war per Fußabwehr zur Stelle (49.). Nur eine Minute später umkurvte der zur Pause gekommene Conor Gallagher Gabbia und Tatarusanu, traf dann aber ebenfalls aus spitzem Winkel nur das rechte Außennetz (50.).
Knappe vier Minuten später wehrte der Rumäne im Tor des AC Mailand dann reflexartig einen Versuch von Aubameyang ab, der den Fuß in eine Volley-Abnahme von Kovacic reingehalten und so gefährlich abgefälscht hatte (54.).
Anschließend nahmen diverse Wechsel der ohnehin zähen Partie endgültig den Spielfluss. Chilwell (69.) und Chalobah (71.) verpassten mit Distanzversuchen ihr Ziel, Milan gelang offensiv kaum noch etwas. So blieb es beim verdienten 2:0 für den FC Chelsea.

Die Stimmen:

Graham Potter (Trainer FC Chelsea): "Hierher zu kommen und zu gewinnen, ist nicht leicht. Respekt an meine Spieler, sie haben eine gute Leistung gezeigt. Wir hatten ganz klar Glück, als Milan den Platz verweis gegen sich hatte, aber auch darüber hinaus war es eine gute Darbietung meiner Mannschaft. Die Elfer-Szene konnte ich von meinem Standpunkt aus nicht richtig sehen, das muss ich mir später nochmal anschauen. Ich glaube aber, dass Tomori mit der Hand an Mount dran ist. Dass wir zu Null gespielt haben ist fantastisch für uns. Wir haben es sehr ausgeglichen und erwachsen zu Ende gebracht."
Ismael Bennacer (AC Mailand): "Es war kein guter Abend. Nach dem Platzverweis war es hart für uns. Wir müssen jetzt aber unsere Köpfe oben halten und nach vorne schauen."

Der Tweet zum Spiel:

Nicht nur im Giuseppe Meazza, sondern auch im Netz sorgte die umstrittene Schiedsrichter Leistung des deutschen Gespanns um Hauptschiedsrichter Daniel Siebert für hitzige Debatten.

Das fiel auf: Milan enttäuscht in Unterzahl

Beide Teams führten die Partie extrem körperlich und schenkten dem Gegner nichts. Die vielen hitzigen Zweikämpfe zogen aber immer wieder Fouls nach sich, die einen echten Spielfluss wiederum nicht wirklich aufkommen ließen.
Die Rossoneri präsentierten sich im Gegensatz zum Aufeinandertreffen in der Vorwoche sicherer und verbessert. Der Elfmeter und der Platzverweis ließen die Partie dann aber zu Gunsten des FC Chelsea kippen. In den letzten 15 Minuten des ersten Durchgangs hatten die Engländer knapp 75% Ballbesitz, die Rossoneri bekamen kaum noch Zugriff.
Trotz eines kurzen Strohfeuers nach dem Seitenwechsel enttäuschte Milan in der Offensive gänzlich und brachte über die gesamte Spieldauer nur einen Schuss auf den Kasten von Kepa zu Stande (Divock Origi/90.+1). Zwar agierten die Hausherren knappe 70 Minuten in Unterzahl, trotzdem fehlte es in der Vorwärtsbewegung an Biss. Topscorer Rafael Leao sah gegen Chelseas Hintermannschaft kein Land und ging nach 80 Minuten vom Feld. Immerhin zeigte der AC Moral und spielte bis zum Schluss mit.

Die Statistik: 10

Insgesamt zehn Mal zückte Schiedsrichter Siebert in der Partie eine Karte. Neun Mal war es Gelb, einmal griff er zu Rot und stellte Tomori vom Feld. Einige Entscheidungen - insbesondere die Rote Karte - waren dabei durchaus strittig.
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Quelle: Perform

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