FC Liverpool erfüllt gegen SSC Neapel die Vorgabe von Jürgen Klopp - Mohamed Salah und Darwin Núñez treffen

Der FC Liverpool hat sich am 6. Spieltag der Gruppe A der Champions League mit einem 2:0 (0:0) gegen Gruppensieger SSC Neapel für die Liga-Pleiten gegen Nottingham Forest (0:1) und Leeds United (1:2) rehabilitiert. Die Reds nahmen dabei den von Trainer Jürgen Klopp geforderten Kampf an, Mohamed Salah (85.) und Darwin Núñez (90.+10) trafen. Im Achtelfinale droht dennoch ein starker Gegner.

Der FC Liverpool jubelt über das Tor von Mohamed Salah (verdeckt) - FC Liverpool vs. SSC Neapel

Fotocredit: Getty Images

Liverpool hat das letzte Gruppenspiel der Champions League gewonnen und den aktuellen Tabellenführer der Serie A 2:0 (0:0) an der Anfield Road besiegt. Für den SSC Neapel ist es die erste Pflichtspielniederlage in der laufenden Saison, die Italiener haben weder in der Liga noch in der Königsklasse zuvor eine Niederlage hinnehmen müssen.
Die Reds wollten sich für die 1:4-Klatsche im Hinspiel revanchieren und präsentieren sich deutlich besser als am ersten Spieltag, als Liverpool bereits zur Pause 0:2 zurücklag. Der LFC kam auch deutlich besser in die Begegnung und hatte durch Curtis Jones nach fünf Minuten direkt die erste Großchance. Der Engländer vergab allerdings frei vor Alex Meret.
Kurz vor der Pause bot sich Salah eine Riesenchance, doch erneut war Meret zur Stelle. Zudem stand der Ägypter im Abseits (42.).
Die Gäste kamen deutlich besser aus der Kabine und erzielten mit ihrer ersten Chancen direkt den vermeintlichen Führungstreffer. Einen Freistoß von Khvicha Kvaratskhelia köpfte Leo Østigård per Flugkopfball ein, doch der Treffer wurde nach minutenlanger Überprüfung zurückgenommen, weil der Norweger knapp im Abseits stand (54.).
Die Italiener ließen aber nicht locker und waren in dieser Phase das bessere Team. Nach einer Flanke von Victor Osimhen kam Kvaratskhelia frei im Sechzehner zum Abschluss, scheiterte aber an Alisson (59.).
Die Reds überstanden die Druckphase der Gäste und schafften es in der Folge wieder mehr, die Angriffe des SSC Neapel zu unterbinden. Die eigene Offensive kam bei Liverpool aber erst in den letzten 20 Minuten wieder in Fahrt.
Letzten Endes benötigte die Elf von Jürgen Klopp zwei Ecken, um zum Torerfolg zu kommen. Zunächst scheiterte Darwin Nunez mit dem Kopf an Meret, doch Salah reagierte am schnellsten und staubte ab (85.). Knapp zehn Minuten später war es Virgil van Dijk, der die Ecke aufs Tor köpfte und am italienischen Schlussmann hängen blieb. Dieses Mal staubte der Uruguayer ab (90.+10).
Trotz der Niederlage gewinnt Neapel den direkten Vergleich mit dem FC Liverpool und zieht somit als Gruppensieger in die K.O.-Runde ein. Die Reds rutschen auf dem zweiten Platz der Gruppe A in die Runde der letzten 16. Dennoch sind sie damit die erste Mannschaft in der aktuellen Spielzeit, die den SSC Neapel besiegen konnte.

Die Stimmen zum Spiel:

Jürgen Klopp (Trainer FC Liverpool): "Wir haben gegen eine unglaublich starke Mannschaft von Neapel gespielt. Wir waren in der richtigen Stimmung, haben ordentlich gekämpft und die Räume eng gemacht. Wir wissen, wie gut Neapel ist. Wir wollten eine Reaktion auf das Ergebnis vom Wochenende zeigen und genau das haben wir getan."
Mohamed Salah (FC Liverpool): "Gegen eine der besten Mannschaften der Welt zu gewinnen, ist ein gutes Gefühl. Wir müssen einfach weitermachen. Es ist ein gutes Ergebnis für uns, hoffentlich gibt uns das mehr Selbstvertrauen. Wir müssen uns jetzt einfach auf die Liga konzentrieren. Am Ende haben wir gewonnen, das ist sehr wichtig."
Luciano Spalletti (Trainer SSC Neapel): "Ich glaube, wir haben eine tolle Leistung gezeigt. Wir hatten über weite Strecken des Spiels viel Ballbesitz, haben Chancen kreiert und das Spiel ausgeglichen gestaltet, ohne jemals zu richtig zu schwimmen. Am Ende hatte ich das Gefühl, dass meine Mannschaft etwas langsamer wurde, weil sie wusste, dass wir diesen Vorsprung hatten. Dann haben sie ihre Chancen am Ende gut genutzt."
Mathías Olivera (SSC Neapel): "Wir versuchen immer, unseren Fußball zu spielen und mit unserer Spielweise Ergebnisse zu erzielen. Ich habe versucht, hinten gut zu stehen und vorne auszuhelfen. Wir wollten gewinnen, aber wir haben es nicht geschafft."
Leo Østigård (SSC Neapel): "Wir sind sehr enttäuscht. Wir dachten, wir hätten das Spiel im Griff, vor allem in der zweiten Halbzeit. Am Ende zu verlieren, ist schwer zu verkraften. Wir sind nach Anfield gekommen, um zu gewinnen. Wir sind mit dem Verlauf der Gruppenphase insgesamt zufrieden, aber wir sind hierher gekommen, um ein anderes Ergebnis zu erzielen. Wir blicken nicht über das Achtelfinale hinaus - wir werden ein Spiel nach dem anderen angehen."

Der Tweet zum Spiel

Das fiel auf: Verunsicherung spürbar

Die Mannschaft von Jürgen Klopp spielt bisher vor allem in der Premier League eine enttäuschende Saison. Die Verunsicherung war auch am Dienstagabend an der Anfield Road zu spüren. Der vermeintliche Führungstreffer der Gäste nach dem Seitenwechsel hinterließ Wirkung: In der Folge wirkte die Mannschaft unruhig und kam kaum noch zu Chancen. Am Ende brauchten die Reds zwei Standardsituationen, um Tore zu erzielen, überzeugten aber spielerisch nicht.

Die Statistik: 58

Jürgen Klopp ist der siebte Trainer, der die Marke von 100 Champions League Spielen geknackt hat. Von denen konnte Klopp 58 gewinnen, lediglich Guardiola hat mehr Siege in seinen ersten 100 Champions League Partien an der Seitenlinie geholt (61).
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Quelle: Perform

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