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Eintracht-Anhänger liefern sich Straßenschlachten mit Polizei in Neapel - brennende Autos, kaputte Schaufenster
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Publiziert 15/03/2023 um 16:21 GMT+1 Uhr
Vor dem Achtelfinal-Rückspiel der Champions League von Eintracht Frankfurt in Neapel ist es zu schweren Ausschreitungen gekommen. Laut italienischen Medienberichten sollen sich deutsche Fans am Mittwochnachmittag im Zentrum der Stadt heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert haben. Dabei seien durch Frankfurter Fans unter anderem Autos in Brand gesetzt worden.
Fan-Ausschreitungen: SGE-Anhänger verwüsten Neapel
Quelle: Perform
Außerdem seien Lokale in der Umgebung beschädigt sowie Tische, Stühle und Schaufenster von Bars und Restaurants zerstört worden, berichtet die italienische Zeitung "Corriere dello Sport" und schreibt von einem "Guerillakrieg" im Zentrum der süditalienischen Stadt. Die Vorfälle ereigneten sich demnach rund um die Piazza del Gesu. Auf Livebildern der "Gazzetta dello Sport" war zudem ein Hubschrauber zu sehen, der über der Stadt kreiste.
"Diese Gewalt heute Abend ist aufs Schärfste zu verurteilen. Gewalttäter und Chaoten machen den Sport kaputt", twitterte Bundesinnen- und Sportministerin Nancy Faeser (SPD) am Mittwochabend. Eintracht-Vorstand Philipp Reschke sagte: "Das ist etwas, das keiner sehen möchte. Es waren die Ausschreitungen, die wir seit dem Tag der Auslosung befürchten mussten." Es schien "ein bisschen so", meinte er, "dass sich die Gruppen, die sich gesucht haben, auch gefunden haben".
Neapels Bürgermeister Gateano Manfredi suchte am Mittwoch den Kontakt zu Viktor Elbling, dem deutschen Botschafter in Italien. Zusammen verurteilten sie die Vorkomnisse mit eindringlichen Worten. "Die Szenen der Verwüstung im Stadtzentrum sind inakzeptabel", hieß es in einer Mitteilung, aus der Corriere dello Sport zitierte: "Wir verurteilen auf das Schärfste die unsäglichen Taten der Gewalttäter, egal von welcher Seite sie kamen. Neapel und die Neapolitaner verdienen es nicht, den schweren materiellen, moralischen und Imageschaden zu erleiden, den dieser Wahnsinn verursacht hat."
Laut italienischen Nachrichtenagenturen sollten die Eintracht-Fans nach einem Marsch durch die Stadt mit Bussen zurück zu ihrem Hotel gebracht werden. Nachdem sich die Fans jedoch weigerten, hätten "mehrere Dutzend" vermummte Personen die Einsatzkräfte angegriffen.
Fan-Bus mit Pyrotechnik beschossen
Trotz des Ticket-Verkaufsverbots für die Partie am Mittwoch (21:00 Uhr im Livetcker) durch die italienischen Behörden befinden sich Hunderte SGE-Anhänger in Neapel. Wie mehrere Medien berichten, sollen am Dienstagabend unter anderem bis zu 400 Ultras der Hessen am Hauptbahnhof der Stadt angekommen und in Polizei-Begleitung zu ihrem Hotel gebracht worden sein.
Dabei kam es zu einem ersten Zwischenfall. Die Busse mit den SGE-Fans wurden auf dem Weg mit Pyrotechnik beschossen und mit weiteren Gegenständen beworfen. Bei den Angreifern handelte es sich laut italienischen Medienberichten um Neapel-Anhänger, verletzt wurde demnach niemand.
Der "HR" berichtete zudem unter Berufung auf Augenzeugen von "größeren Gruppen von Napoli-Anhängern", die "teilweise bewaffnet" in der Stadt unterwegs gewesen seien.
Protagonisten rufen zu friedvollem Umgang auf
Neapels Bürgermeister verurteilte am Mittwoch die Geschehnisse aus der Nacht und rief zu einem friedvollen Umgang auf. Er hoffe, dass es in der Stadt zu keinen Schäden komme und der Tag zu einem Fest im Namen der italienisch-deutschen Freundschaft werde. Auch Napoli-Kapitän Giovanni Di Lorenzo forderte, "Provokationen zu vermeiden".
Nach einer juristischen Hängepartie hatten die italienischen Behörden den Verkauf von Tickets an Personen aus Frankfurt/Main verboten, die Eintracht verzichtete daraufhin auf das gesamte Gäste-Kontingent.
Die Polizei verschärfte die Sicherheitsvorkehrungen im Vorfeld. Rund um den 2:0-Hinspielerfolg der Italiener in Frankfurt war es zu Zusammenstößen der beiden Fanlager gekommen.
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(SID)
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Quelle: Perform
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