Kai Havertz schießt FC Chelsea zum Sieg in der Champions League bei RB Salzburg - Blues im Achtelfinale

Dank Kai Havertz steht der FC Chelsea im Achtelfinale der Champions League. Der deutsche Nationalspieler erzielte beim 2:1 (1:0)-Sieg der Blues in der 64. Minute den Siegtreffer für die Londoner. Chelsea ging durch Mateo Kovacic in Führung (32.), Salzburg glich durch Chukwubuike Adamu aus (49.). Trotz der ersten Niederlage im fünften Gruppenspiel hat Salzburg noch Chancen auf die K.o.-Phase.

Chelsea gewinnt in Salzburg

Fotocredit: Getty Images

Beide Teams gingen mit einigen Verletzungssorgen in dieses wichtige Spiel. Während bei den Salzburgern Oumar Solet (Oberschenkelprobleme) und Kapitän Andreas Ulmer (angeschlagen auf der Bank) in der Abwehr fehlten, musste Chelsea-Trainer Graham Potter unter anderem auf Reece James, Wesley Fofana, Kalidou Koulibaly und N’Golo Kanté verzichten.
Bei den Blues ging es von Beginn an in die Offensive, Potter hatte sein Team gegen die sehr junge Salzburger Mannschaft (Altersdurchschnitt 22 Jahre) sehr offensiv aufgestellt. Die Mozartstädter mussten nach noch nicht einmal zwei Minuten eine Schrecksekunde überstehen, nachdem Keeper Philipp Köhn nach einem zu kurz geratenen Kopfball von Bernardo mit Kai Havertz zusammenrauscht. Der Torhüter konnte nach kurzer Behandlungspause weitermachen.
Der Außenseiter zeigte sich jedoch wenig beeindruckt und konnte sich in der Anfangsphase ein optisches Übergewicht erspielen. Die Zuschauer sahen einen vielversprechenden Anfang ihrer Mannschaft, die seit Dezember 2020, in der Champions League zu Hause ungeschlagen ist. So gehörte Luka Susic auch der erste Abschluss der Partie (15.).
Dennoch mussten die Mozartstädter quasi aus dem Nichts und sehr unglücklich das 0:1 hinnehmen: RB konnte die Kugel nicht aus der Gefahrenzone klären, ehe Mateo Kovacic sehenswert traf (23.). Pierre-Emerick Aubameyang hätte kurze Zeit später beinahe per Kopf nachgelegt, doch Köhn rettete vor der Linie (26.).
In der Folgezeit hatte Salzburg in der Offensive Probleme, spielte oft zu umständlich und ungeduldig. Chelsea konnte mit der Führung im Rücken seine ganze Erfahrung und Qualität ausspielen, hatte die Partie komplett im Griff. Aubameyang verpasste das 2:0, der Gabuner scheiterte nach einem ganz starken Angriff an Köhn (32.), wenig später ließ Havertz den zweiten Treffer per Kopf liegen (36.).
In dieser Phase agierte Salzburg in der Abwehr viel zu passiv, sodass die Blues sehr einfach zu gefährlichen Abschlüssen kamen. So konnten sich die Mozartstädter bei Torhüter Köhn bedanken, der ein ums andere Mal stark parierte.
Im zweiten Durchgang war von Anfang an Feuer drin, beide Teams lieferten sich einen offenen Schlagabtausch ohne Pause. Die Mozartstädter wurden für die mutigere Herangehensweise schnell belohnt, Junior Adamu erzielte das 1:1 (48.). Der 21-Jährige stand auch kurze Zeit später im Mittelpunkt, als er Jorginhos Kopfball auf der Linie klärte (53.). Chelsea war um eine Antwort bemüht, doch RB fand nun schneller Zugriff.
Im weiteren Verlauf zogen die Blues die Zügel wieder an. Rund um den Strafraum zeigte sich Chelsea sehr spielfreudig und legte sich so den Gegner zurecht. Dann schlug die Stunde von Havertz: Der Ex-Leverkusener traf wunderschön in die linke obere Ecke zur erneuten Führung – 1:2 (64.).
Salzburg schüttelte sich kurz und spielte nach kurzer Zeit wieder nach vorne: So hatte Chelsea Glück, dass der kurz zuvor eingewechselte Benjamin Sesko an Kepa scheiterte (67.), ehe Thiago Silva für seinen in der Box umherirrenden Keeper einen Kopfball von Strahinja Pavlovic vor der Linie rettete (69.).
Salzburg war um den erneuten Ausgleich bemüht, doch Chelsea agierte in der Schlussphase sehr souverän und hielt Ball sowie Gegner weit vom eigenen Kasten entfernt. Auch das Powerplay der Salzburger überstanden die Blues schadlos.
Mit diesem Sieg fügten die Londoner den Salzburgern nicht nur die erste Heimniederlage in der Königsklasse seit dem 9.12.2020 (0:2 gegen Atlético Madrid) bei. Der Sieg ist auch gleichbedeutend mit dem Achtelfinaleinzug der Blues.
Für die Salzburger geht es kommenden Mittwoch bei der AC Mailand um das zweite Ticket für die K.o.-Phase. Chelsea kann im Heimspiel gegen Zagreb den Gruppensieg perfekt machen.

Die Stimmen:

Mateo Kovacic (FC Chelsea): "Wir wussten, dass sie in der zweiten Halbzeit stark aufspielen würden. Aber wir haben sehr gut reagiert, wir haben das zweite Tor gemacht. Es ist ein sehr wichtiges Tor. Ich schieße nicht viele, aber das war ein schönes Tor. Es ist schön, dort zu treffen, wo ich geboren wurde. Meine Eltern sind hier, meine Freunde, also ist es sehr schön, bei dieser Gelegenheit ein Tor zu erzielen."
Graham Potter (Trainer FC Chelsea): "Ich bin sehr erfreut. Eine fantastische Leistung der Spieler. Es war sehr mutig, hierher zu kommen, wegen der Atmosphäre und der Intensität, mit der sie spielen. Es war ein bisschen enttäuschend, dass es zur Halbzeit nur 1:0 stand. Eine Aktion von ihnen kann auf diesem Niveau passieren, aber wir haben gut reagiert, ein tolles Tor von Kai, und wir haben es verdient, weiterzukommen. Es war ein hartes Stück Arbeit, aber das ist auf diesem Niveau nun mal so. Wir haben gut gespielt, Chancen kreiert, zwei gute Tore erzielt und gut reagiert, als wir einen Rückschlag erlitten. Insgesamt freue ich mich für die Spieler, sie haben fantastisch gespielt."
Conor Gallagher (FC Chelsea): "Ja, ich bin sehr glücklich. Es war ein sehr hartes Spiel heute, das wussten wir, aber jeder hat sich an seine Aufgabe gehalten. Diese drei Punkte sind wichtig und wir sind einfach nur glücklich, dass wir uns qualifiziert haben. Es ist ein wirklich toller Moment (Debüt in der Champions League, Anm. d. Red.). Ich wollte eine gute Leistung zeigen. Hoffentlich kann ich so weitermachen."

Das fiel auf: Chelsea gefällt unter Potter in der Offensive

Aubameyang, Havertz, Sterling, Pulisic und Gallagher – Graham Potter schickte fünf Offensivakteure gegen Salzburg von Beginn aufs Feld. Im 3-5-2 gefielen die Blues von Beginn an durch gefälliges Angriffsspiel, schnelle Seitenwechsel und viele Abschlüsse. Rund um den Strafraum zeigten die Londoner ein ganz starkes Spiel und ließen Ball und Gegner immer wieder laufen. So wird die Handschrift des neuen Trainers, der seit seinem Amtsantritt in neun Spielen ungeschlagen ist, immer deutlicher. Immer wieder werden die Angriffe über die Flügel vorgetragen, der Gegner sich zurechtgelegt, ehe der Schnittstellenpass in die Tiefe kommt. Salzburg konnte sich bei Keeper Philipp Köhn bedanken, der mehrfach parieren musste.

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Dieses Bild spricht Bände! Der zweite Durchgang bot reinste Unterhaltung, mit einigen Chancen auf beiden Seiten. Doch dann packte Kai Havertz die Trickkiste aus und erzielte mit einem Weltklassetor den 2:1-Siegtreffer. Mitspieler Mason Mount und Trainer Graham Potter hatten sichtlich Freude an diesem starken Tor des deutschen Nationalspielers.

Die Zahl zum Spiel: 22

Mit 22 Jahren und 10 Tagen startete bei Salzburg die jüngste Elf in seiner Champions-League-Geschichte. In der Historie der Königsklasse stellten nur drei Teams eine jüngere Startelf: Arsenal im Dezember 2009 (21J 215T) und Ajax im Dezember 2003 (21J 355T) und September 2004 (22J 2T).
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Quelle: Perform

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