Borussia Dortmund - Real Madrid: Marco Reus im exklusiven Interview vor dem Champions-League-Finale
Publiziert 31/05/2024 um 13:13 GMT+2 Uhr
Marco Reus hat sich vor seinem letzten Spiel für Borussia Dortmund im Finale der Champions League gegen Real Madrid bei "TNT-Sports" dazu geäußert, wie der BVB das "komische System" der Spanier knacken will. Der am Freitag 35 Jahre alt gewordene Routinier sprach zudem über seine "sehr instinktive" Spielweise, bei der er "nicht so viel mit Plan macht".
Terzic: "Ich brauche Reus am Samstag"
Quelle: Perform
Im Gespräch mit dem ehemaligen Bayern-Profi Owen Hargreaves erinnert sich Reus an das verlorene Champions-League-Finale 2013 gegen den FC Bayern München (1:2) im Wembley-Stadion zurück. Gleich in seiner ersten Saison beim BVB erreichte er unter Jürgen Klopp damals das Endspiel um die europäische Krone.
"Es ist da, wo alles angefangen hat. Jetzt in meinem letzten Spiel für diesen Verein noch einmal im Finale stehen zu dürfen, wieder in Wembley, gegen Real Madrid - besser geht es nicht. Jetzt geht es darum, dass wir es vollenden."
Der gebürtige Dortmunder wolle dabei vor allem den "richtigen Mix" zwischen Freude vor seinem letzten Spiel auf großer Bühne und dem Fokus auf ein starkes Spiel und den Titel finden.
Seinen jüngeren Mitspielern wolle er seine Erfahrung dabei überraschenderweise gar nicht im Detail mitgeben. "Ich denke, dass die Jungs auch ihre eigenen Erfahrungen damit machen sollen. Natürlich sprechen wir auch viel in der Kabine. Ein Champions-League-Finale ist noch einmal etwas anderes als ein nationales Pokal-Finale", erklärte er.
"Aber sie dürfen 90 Minuten lang das spielen, was sie ihr ganzes Leben gemacht haben. Deshalb sollen sie sich einfach darauf freuen", so Reus.
Reus über Real Madrid: "ganz komisches System"
Der Fokus der Dortmunder liegt dabei natürlich auch auf Gegner Real Madrid - der favorisiert ins Finale (Samstag ab 21:00 Uhr im Liveticker) geht. Einschüchtern lassen will sich Reus vom schier übermächtigen Gegner aber nicht. "Mir ist das egal, denn die Favoritenrolle entscheidet nicht, wer das Spiel gewinnt."
Seit 2014 stehen die Spanier nun zum sechsten Mal im Endspiel. Von den bisherigen fünf verloren sie dabei kein einziges. Die letzte Final-Niederlage der Madrilenen auf europäischem Parkett liegt ohnehin 41 Jahre zurück.
"Es ist wichtig, deinen Plan durchzusetzen. Du musst aber auch Ballbesitz haben. Es wird Situationen geben, wo wir leiden müssen. Da ist es wichtig, eng zusammenzustehen und es auszuhalten", offenbarte der Offensivspieler einen Teil der Herangehensweise von Trainer Edin Terzic.
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Marco Reus (l.) und Edin Terzic - Borussia Dortmund
Fotocredit: Getty Images
"Real Madrid ist schwierig zu bespielen, weil sie ein ganz komisches System spielen. Sie spielen auch sehr viel auf Konter, mit Vinícius Júnior, mit Rodrygo oder Jude Bellingham, der sehr gefährlich in den Halbräumen ist. Darauf musst du vorbereitet sein, das Gegenpressing muss passen", so Reus weiter.
Auch auf die Tagesform käme es am 1. Juni an, sowie den Willen und die Fitness. "Schließlich kann es auch länger als 90 Minuten gehen. Wir sind auf jeden Fall sehr, sehr fit. Unser Wille, das Finale gewinnen zu wollen, ist sehr groß."
Doch wie wird sich der 35-Jährige eigentlich individuell auf sein letztes Spiel im BVB-Trikot vorbereiten? "Natürlich muss man gewisse Situationen schon mal durchgehen, aber ich war immer jemand, der sehr instinktiv gespielt hat. Jemand, der nicht so viel mit Plan gemacht hat, sondern einfach Freude gehabt hat, auf dem Platz zu stehen und Entscheidungen situativ zu treffen. Das werde ich auch dieses Mal so tun."
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