3 Dinge, die bei Manchester City gegen Real Madrid auffielen: Königliche nutzen die Achillesferse der Skyblues
Update 12/02/2025 um 10:16 GMT+1 Uhr
Real Madrid gerät im Playoff-Hinspiel in der Champions League bei Manchester City zweimal in Rückstand und gewinnt dennoch mit 3:2. Kylian Mbappé belohnt sich dabei endlich auch in der Königsklasse, während die Spielweise der Skyblues sich als zu riskant und fehleranfällig erweist. Drei Dinge, die bei dem Gigantenduell zwischen den Skyblues und den Königlichen auffielen.
Guardiola nach Pleite gegen Real: "Bin nicht gut genug"
Quelle: Perform
Bittere Niederlage für Pep Guardiolas Manchester City: Die Skyblues lagen im Champions-League-Playoff-Hinspiel gegen Real Madrid zweimal vorne und verloren dennoch zuhause mit 2:3 (1:0).
In der 19. Minute brachte Erling Haaland die Engländer mit 1:0 in Führung. Die Madrilenen, die verletzungsbedingt unter anderem auf David Alaba und Antonio Rüdiger verzichten mussten, waren von dem Gegentreffer geschockt, kämpften sich aber in der 2. Halbzeit zurück in die Partie. Der Ausgleich durch Kylian Mbappé in der 60. Minute war die logische Konsequenz.
In der Schlussphase wurde es turbulent: Haaland brachte die Hausherren in der 80. Minute per Foulelfmeter wieder in Führung. Sechs Minuten später glich der eingewechselte Brahim Díaz per Abstaubertor wieder aus. Hier sah Torwart Ederson ganz schlecht aus: Erst landete sein Abstoß beim Gegner, dann ließ er den Schuss von Vinícius Júnior nach vorne abprallen und ermöglichte den Nachschuss.
In der Nachspielzeit (90.+3) machte Jude Bellingham mit dem 3:2 für Real den Auswärtssieg perfekt.
Drei Dinge, die bei Manchester City gegen Real Madrid im Champions-League-Playoff auffielen.
1. Mbappé belohnt sich
In der spanischen Liga stimmt die Quote von Mbappé. 16 Treffer gelangen dem Franzosen in 21 Spielen. In der Champions League allerdings ließ seine Effektivität bis dato zu wünschen übrig.
In den acht Spielen der Ligaphase schoss der 26-Jährige nur drei Tore. Keines davon gelang ihm in den Duellen mit den Top-Mannschaften wie dem FC Liverpool, der AC Mailand oder Borussia Dortmund.
In Manchester schien es zeitweise so, als würde sich dieser Trend fortsetzen. In der ersten Halbzeit ließ der Superstar drei Großchancen ungenutzt und setzte den Chancenwucher zunächst auch nach der Pause fort. Einmal scheiterte er aus sechs Metern Entfernung an Torwart Ederson. Ein anderes Mal stoppte Citys Josko Gvardiol das Tempo-Dribbling des Stürmers.
Aber: Mbappé stellte sich voll in den Dienst der Mannschaft, war zum Beispiel auch für einige schöne Spielverlagerungen verantwortlich. Die Belohnung folgte: Als Dani Ceballos einen Ball in den Strafraum lupfte, nutzte Mbappé den Moment und löffelte die Vorlage mit dem Schienbeinschoner ins Netz - leichte Abzüge in der B-Note.
Doch das dürfte ihm herzlich egal gewesen sein. Alleine an seinem herzhaften Lachen nach dem Treffer zeigte sich, welche Last von dem Weltmeister von 2018 abfiel. Schließlich wurde er verpflichtet, um in solchen Spielen den Unterschied auszumachen.
"Er kommt langsam an. Das ist sein zehnter Treffer in diesem Kalenderjahr. Dafür ist er da", lobte "DAZN"-Experte Tobias Schweinsteiger.
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Ancelotti: Real-Sieg gegen City "ist der Weg nach vorne"
Quelle: Perform
2. Real beweist Resilienz und Mentalität
Zweimal in Rückstand geraten und am Ende trotzdem noch gewonnen: Real Madrid bewies einmal mehr Widerstandsfähigkeit und Siegermentalität. Als Trainer Carlo Ancelotti direkt nach dem Spiel gefragt wurde, ob er diesen Spielausgang hätte kommen sehen, gab er zu: "Nein, das konnten wir nicht wissen, aber ich denke, wir haben ein gutes Spiel gemacht. Wir waren vorne gefährlich und haben gut verteidigt. Wir hatten es nicht verdient, zweimal zurückzuliegen."
Was ihm an seiner Mannschaft am meisten gefiel? "Der Charakter und die Persönlichkeit", lobte Ancelotti und verteilte ein Sonderlob an Siegtorschütze Bellingham: "Er hat ein fantastisches Spiel gemacht, war immer gefährlich und immer am Spiel beteiligt."
Eben jenes Selbstverständnis, das Real auszeichnet, ist bei Manchester City nicht vorhanden. Ancelotti sagte über die Mannschaft seines Gegenübers Guardiola: "Ich glaube, im Moment haben sie nicht viel Selbstvertrauen, denn wenn die Ergebnisse nicht stimmen, ist es schwieriger, Selbstvertrauen zu haben. Aber trotzdem ist das eine gute Mannschaft."
3. Fehlende Dynamik als Citys Achillesferse
Die Abwehrkette von Manchester City verteidigte sehr hoch. Real wusste dies mehrfach zu nutzen. Ein tiefer Ball in den Lauf von Vinícius Júnior hätte in der 10. Minute fast zu einem Elfmeter geführt, weil der Brasilianer alleine auf das Tor zustürmte und von Torwart Ederson zu Fall gebracht wurde.
Glück für Manchester City: Vinícius stand minimal im Abseits. Nur eine Minute später bekam Mbappé den langen Ball zu gespielt, kurz darauf tauchte Ferland Mendy vielversprechend im gegnerischen Strafraum auf. Diese drei Chancen ereigneten sich innerhalb von drei Minuten.
Einerseits ist es riskant, gegen eine konterstarke Mannschaft wie Real mit einer hochstehenden Viererkette zu agieren. Andererseits hat City nicht ausreichend viele Tempo-Spieler, um tief zu verteidigen und gleichzeitig offensive Durchschlagskraft zu kreieren.
"Der Mix im Mittelfeld ist nicht mehr so da. Bei Spielern wie De Bruyne, Mateo Kovacic oder Bernardo Silva lässt die Dynamik nach", stellte Schweinsteiger fest.
Dafür allerdings war das hohe Pressing und Gegenpressing von Manchester sehr effektiv, sodass Real vor allem nach dem ersten Gegentor Schwierigkeiten hatte, sich überhaupt aus der eigenen Hälfte zu befreien.
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Jude Bellingham trifft zum 3:2 für Real Madrid gegen Manchester City
Fotocredit: Getty Images
Wenn es den Madrilenen allerdings gelang, wurde es aufgrund der hochstehenden Defensive der Engländer auf der Gegenseite gefährlich. Auch in der 2. Halbzeit gab es mehrere Situationen, in denen die Königlichen das Spielgerät hinter die weit aufgerückten Verteidiger bekamen.
Hinzu kommen individuelle Aussetzer, die die derzeitige Krise von Manchester City teilweise erklären. In der Nachspielzeit misslang ein Klärungsversuch von Kovacic in Richtung von Rico Lewis völlig.
Vinícius Júnior war hellwach, spitzelte den Ball über Torwart Ederson und legte diesen in den Lauf von Bellingham, was das Spiel zugunsten von Real entschied.
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