Bayer Leverkusen zaubert bei Auftaktsieg in der Champions League gegen Rotterdam - Wirtz legt märchenhaftes Debüt hin
Update 20/09/2024 um 07:28 GMT+2 Uhr
Gleich im allerersten Champions-League-Spiel trumpfte Florian Wirtz groß auf. Der deutsche Nationalspieler erzielte direkt zwei Tore beim Auswärtssieg gegen Feyenoord Rotterdam (4:0). Aber auch der Rest der Offensivabteilung des deutschen Meisters wusste beim Königsklassenauftakt zu überzeugen. Victor Boniface zauberte, Alejandro Grimaldo traf - Xabi Alonso hob speziell einen Aspekt hervor.
Alonso zufrieden: "Das hat ziemlich gut geklappt"
Quelle: Perform
Als Victor Boniface mit seinem frechen No-Look-Pass das 3:0 durch Alejandro Grimaldo einleitete, waren gerade einmal 30 Minuten gespielt - die Vorentscheidung zugunsten der Werkself aber bereits gefallen.
Der Nigerianer hatte am Sechzehner von Feyenoord einen Schuss angetäuscht und dann mit dem Standbein zu Jeremie Frimpong weitergeleitet - eine Szene, die man eher auf dem Bolzplatz statt in einem Champions-League-Spiel vermutet.
"Dieser Pass von ihm ist sein Signature-Move. Ich glaube, dass kein anderer Fußballspieler auf der Welt diesen Pass so spielt wie er. Das macht er schon sehr gut", lobte sein kongenialer Offensivpartner Wirtz anschließend.
"Er macht das häufiger, auch im Training. Wenn es klappt - super! Wenn nicht, muss er einfacher bleiben", sagte Leverkusen-Kapitän Granit Xhaka im Anschluss an den 4:0-Erfolg bei "DAZN". Zum Glück wollte es Boniface aber eben nicht einfach machen.
Der 23-Jährige und Wirtz spielten im legendären Hexenkessel "De Kuip" (zu Deutsch: Die Wanne) schon im ersten Durchgang groß auf und waren maßgeblich an Bayers erfolgreichen Auftakt in die neu geschaffene Ligaphase der Königsklasse.
Wirtz feiert Rekord bei Debüt
Gerade Wirtz, der bereits in der 5. Minute per Fernschuss das 1:0 für die Werkself erzielte, war Motor und Antreiber seines Teams. Dabei stellte der Offensivkünstler direkt mal einen neuen Rekord auf: Als erster Deutscher überhaupt traf er bei seinem Königsklassendebüt gleich doppelt.
"Ich habe mich die letzten Tage echt auf das Spiel gefreut", sagte Wirtz bei "DAZN", "es ist für mich sehr schön, dass ich jetzt mit 21 auch mal da spielen konnte. Ich habe auch nicht damit gerechnet, dass ich mit zwei Toren aus der ersten Halbzeit rausgehe. Aber ich hatte meine Chancen und habe sie genutzt."
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Florian Wirtz jubelt über seinen Treffer für Bayer 04 Leverkusen gegen Feyenoord Rotterdam
Fotocredit: Getty Images
Dass der Shootingstar das Potenzial hat, auf allerhöchstem Niveau mitzuspielen und aufzutrumpfen, hatte er bereits bei der Europameisterschaft im Sommer bewiesen. In der Champions League aber muss sich Wirtz nun Woche für Woche mit den besten Spielern der Welt messen - und hat zum Auftakt gleich mal ein Statement abgegeben.
Von Trainer Xabi Alonso erhielt der Youngster für seine Galavorstellung ein Sonder-Lob: "Die Zukunft strahlt hell für ihn. Er hat super gespielt, er hat allen gezeigt, wie gut er ist."
Gleiches gilt für die gesamte Bayer-Offensive. Nach der ersten Niederlage seit über einem Jahr gegen RB Leipzig in der Bundesliga trumpften Boniface und Co. bereits am vergangenen Wochenende gegen die TSG Hoffenheim (4:1) wieder groß auf. Nun ließ das Team weitere vier Treffer gegen den Ex-Verein von Liverpool-Trainer Arne Slot folgen.
Alonso lobt Kompaktheit seines Teams
Dabei fiel nach der Partie auf: Sowohl der Coach als auch Kapitän Xhaka lobten die Defensivarbeit ihrer Sturmkünstler.
"Wir wissen, in der Champions League kann man nicht nur angreifen. Man muss auch gut verteidigen. Jeder weiß, was zu tun ist und ich bin zufrieden mit der Arbeit", sagte Alonso nach der Partie, angesprochen auf die Offensivleistung.
Xhaka stoß in die gleiche Kerbe: "In der Champions League kriegt man keine zehn Chancen. Da muss man auch mal tief verteidigen, das haben wir kompakt gemacht. Es war insgesamt eine souveräne Leistung."
Anders als souverän kann man den Auftritt tatsächlich nicht bewerten. Denn Leverkusen hatte nicht unbedingt die größeren Chancen - die Werkself nutzte die Möglichkeiten im Vergleich zu Feyenoord aber eben eiskalt aus.
Neben der Kaltschnäuzigkeit im Abschluss braucht es dann eben doch ein ganz kleines bisschen Magie.
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