Borussia Dortmund: Der BVB steht im Champions-League-Viertelfinale gegen den FC Barcelona vor den Wochen der Wahrheit

Borussia Dortmund hat im Champions-League-Viertelfinale das heiße Duell gegen den FC Barcelona vor der Brust. Heute spielt das Team von Trainer Niko Kovac in Katalonien ums CL-Halbfinale - gegen Hansi Flicks "Offensivmaschine" muss der BVB auf seinen wichtigsten Defensivakteur Nico Schlotterbeck verzichten. Neben dem Barça-Doppelpack wartet in der Bundesliga ausgerechnet auch noch der FC Bayern.

Kovac stellt vor Viertelfinale klar: "Barca ist der Favorit"

Quelle: Perform

Der Schlotterbeck-Schock ist brutal für Borussia Dortmund - und doch hat der Showdown alter Freunde auf dem Schicksalsberg Montjuic das Zeug zum feurigen Spektakel.
Niko Kovac, der den wankenden Giganten BVB langsam stabilisiert, fliegt kampfeslustig für eine "Mega-Chance" ein - sein ehemaliger Co-Trainer Hansi Flick wartet schon: Er ist nun Coach des mächtigen, vor Talent beinahe übersprudelnden Weltvereins FC Barcelona. Im Viertelfinale der Champions League kann es nur einen Sieger geben.
Der BVB ist trotz eines zarten Aufschwungs in einer hochkomplizierten Saison klarer Außenseiter - das wurde durch die schwere Verletzung seines besten Spielers besonders deutlich gewahr. Denn wo Barcelona wohl einfach den nächsten Star in die erste Reihe schieben würde, können die Dortmunder einen derartigen Ausfall nicht kompensieren.
Ein Meniskusriss, ein halbes Jahr Pause für Abwehrchef Nico Schlotterbeck: "Es ist wirklich ein Schock für uns gewesen. Der Ausfall wiegt schwer. Wir werden ihn schmerzlich vermissen", sagte Sportdirektor Sebastian Kehl konsterniert.

BVB: Wochen der Wahrheit

Und doch: Der BVB kommt keineswegs mit schlotternden Knien. "Wir werden alles versuchen, um ihm vor dem Fernseher eine kleine Freude zu bereiten", sagte Kehl in Richtung des bereits operierten Schlotterbecks und forderte: "Wir werden mutig sein müssen, auch Ballbesitzzeiten haben müssen, um Barcelona nicht zu viele Räume zu geben."
Damit liegt er mit Kovac auf einer Linie. "Wir haben auch gute Jungs, gute Möglichkeiten und die Geschwindigkeit, um ihnen wehzutun", sagte Kovac vor dem Abflug ins sonnige Katalonien, Kehl schwärmte von einer Woche des Wahnsinns mit zweimal Barca und einmal Bayern München: "Schöner kann es nicht sein. Wir werden versuchen, uns eine gute Ausgangsposition zu erarbeiten." So schnell kehrt also das Selbstbewusstsein zurück, nach zwei überzeugenden Bundesliga-Siegen.
Bei allem Respekt für deutsche Klubs der gehobenen Mittelklasse: Im Olympiastadion von 1992, wo Dieter Baumann zum 5000-m-Gold flog und Heike Henkel ins Glück sprang, wirft sich dem BVB am Mittwoch (21:00 Uhr im Liveticker) nicht Mainz oder Freiburg entgegen.
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Barça-Trainer Flick warnt vor Stärken des BVB: "Brauchen Topleistung"

Quelle: Perform

Barças Angriff als Trumpf

"Wir spielen gegen die angriffsstärkste Mannschaft Europas", warnte Kovac, ein sprühendes Feuerrad des Zauberzirkus: Lamine Yamal. Pedri. Gavi. Raphinha.
Außerdem gibt es noch einen alten Bekannten, der seit seinem Abschied ein Dortmunder "Schreckgespenst" ist - Robert Lewandowski als Abnehmer im Sturmzentrum für all jene Bälle, die ihm mit Silberhaube serviert werden. 27 Tore in 27 Spielen hat er gegen den BVB erzielt, in der Liga-Phase traf er beim 3:2 in Dortmund erstaunlicherweise nicht. Das erledigten Ferran Torres (2) und Raphinha.
Was hilft? Räume engmachen, laufen, laufen, laufen. Konzentration. Fehlerfreiheit. Nervig sein, diesem "unfassbar dominanten Mittelfeld" Stöcke in die Speichen stecken. "Nur gemeinsam können wir erfolgreich sein", betont Kovac, der Flick zu dessen 60. Geburtstag vor ein paar Wochen noch angerufen hat.
Das frühere Bayern-Duo "verabredete" sich: "Wir haben gesagt, vielleicht treffen wir uns Viertelfinale", verriet Kovac. Gesagt, getan. Für einen von beiden gibt es vielleicht ein Wiedersehen mit München. Im Halbfinale. Oder im Finale. "Es ist so, dass das, was ich von Niko weiß, uns hilft", sagte Flick - und fügte dann lächelnd an: "...oder auch nicht".

Dortmund als Außenseiter

Die Rollen sind am Mittwoch und am 15. April aufs Eindeutigste verteilt. "Wir sind auf jeden Fall der Underdog", sagt Torhüter Gregor Kobel, aber der BVB will im Ausweichstadion (das Camp Nou wird umgebaut) zumindest ein bissiger Hund ohne Maulkorb sein. Dann "kann alles passieren", betonte Kapitän Emre Can.
Flick wird da so einiges gegen haben. Trotz eines enttäuschenden 1:1 gegen Betis Sevilla am Wochenende hat seine Star-Mannschaft an der Tabellenspitze vier Punkte Vorsprung auf Real Madrid. Zum Vergleich: Die Dortmunder krebsen immer noch irgendwo halbwegs in Schlagdistanz zu den Europapokal-Plätzen herum. Und: Sie müssen inmitten der Spanien-Festspiele am Samstag zum Klassiker beim FC Bayern. Es ist wahrlich eine Woche des Wahnsinns.

Die voraussichtlichen Aufstellungen

Barcelona: Sczcesny - Koundé, Cubarsi, Inigo Martinez, Balde - de Jong - Pedri, Gavi - Yamal, Lewandowski, Raphinha. - Trainer: Flick
Dortmund: Kobel - Anton, Can, Bensebaini - Ryerson, Özcan, Svensson - Brandt, Chukwuemeka - Beier, Guirassy. - Trainer: Kovac
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(SID)
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Premieren-Tor für den BVB: Kovac lobt Chukwuemeka

Quelle: Perform


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