Drei Dinge, die bei Bayern gegen Donezk auffielen: Michael Olise nährt Münchens Hoffnungen, Leroy Sané glänzt nur einmal

Der FC Bayern München hat mit dem 5:1-Sieg gegen Schachtar Donezk einen großen Schritt in Richtung Champions-League-Achtelfinale gemacht. Konrad Laimer hatte einen Auftritt mit viel Licht und wenig Schatten. Leroy Sané agierte glücklos, hatte aber dennoch eine entscheidende Aktion. Und Michael Olise glänzte nach zuletzt schwächeren Spielen wieder wie zu Saisonbeginn. Drei Dinge, die auffielen.

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Quelle: Perform

Sie begannen unsicher, gerieten in Rückstand und spielten den Gegner schlussendlich trotzdem an die Wand. Vincent Kompany fasste das 5:1 seines FC Bayern München gegen Schachtar Donezk mit wenigen Worten treffend zusammen: "Es war nicht unsere beste erste Halbzeit. Aber wir sind in dem Spiel gewachsen und immer stärker geworden."
Der FC Bayern geriet zunächst in der 5. Minute durch einen Treffer von Kevin in Rückstand. "Wir sind nicht gut gestartet und haben das Tor kassiert. Aber wir haben die Köpfe nicht fallen gelassen. Wir haben unsere Sachen einfach weiter gemacht", sagte Jamal Musiala gegenüber "Prime Video".
Nur sechs Minuten nach dem Gegentor ließ Konrad Laimer den Ausgleich folgen. Thomas Müller legte in der 45. Minute mit dem 2:1 nach. "Wir haben das zweite Tor gemacht und dann konnte jeder ein bisschen Spaß haben - Michael, ich, jeder konnte ein bisschen was zeigen", so Musiala.
Mit "Spaß haben" waren die weiteren Treffer gemeint: Michael Olise verwandelte einen Foulelfmeter (70.) und traf zum Endstand (90.+3), dazwischen war auch Musiala erfolgreich (87.).
Müller lobte die Mentalität seiner Mannschaft: "Es ist nicht selbstverständlich, dass du in so einem Spiel auch hinten raus noch die Tore machst, dass du trotz der 3:1-Führung gallig bleibst und dass die offensiven Zauberer Tore machen wollen."
Drei Dinge, die uns bei Bayern gegen Donezk auffielen.

1.) Olise nährt Bayerns Hoffnungen

Sommer-Neuzugang Michael Olise spielte in den ersten Wochen der Saison spektakulären Fußball. Der Flügelspieler vereinte technische Eleganz, Spielübersicht und Abschlussstärke. Fünf Tore gelangen ihm in der Bundesliga, zwei Treffer in der Champions League.
In den vergangenen neun Pflichtspielen traf er allerdings nicht mehr. Es schien so, als wäre ihm die fußballerische Leichtigkeit abhandengekommen.
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Ruhe bitte: Michael Olise (R) bejubelt seinen Treffer gegen Schachtar Donezk

Fotocredit: Getty Images

Umso wichtiger dürfte der Doppelpack auf Schalke für ihn gewesen sein. In Abwesenheit von Harry Kane übernahm er Verantwortung und verwandelte den Elfmeter eiskalt in die obere linke Ecke. In der Nachspielzeit legte er nach, dribbelte durch den Strafraum und erzielte das 5:1. Es gab insgesamt sieben Gegenspieler, die ihn hätten stoppen können. Doch niemandem gelang dies.
Der Lohn für seine starke Leistung: Olise wurde zum "Man of the Match" ernannt. Für den FC Bayern bleibt die Hoffnung, dass dies der Wendepunkt zur früheren Form ist.    

2.) Bayerns Paradoxon: Licht und Schatten bei Laimer

Konrad Laimer war in der ersten Halbzeit Bayerns auffälligster Spieler - manchmal im Negativen, häufiger allerdings im Positiven. Als Rechtsverteidiger war er oftmals sehr hoch positioniert, sodass Donezk über seine Seite vordringen konnte.
Besonders bitter: Beim Gegentreffer verlor er den Torschützen völlig aus den Augen. Auch kurz vor der Halbzeit, als Donezk nach einem Ballgewinn im Mittelfeld zu einer Kontergelegenheit kam, stand Laimer zu hoch.
Andererseits gab es mehrere Angriffe, die Laimer vereitelte. Er half sogar auf der linken Seite aus, wenn Linksverteidiger Raphaël Guerreiro nicht richtig positioniert war. Wichtiger noch: Sechs Minuten nach dem Gegentreffer zum 0:1 bewies er Abschlussqualität und hämmerte den Ball zum 1:1 ins Netz. Später bereitete er das 4:1 für Musiala mit vor.
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Konrad Laimer schwankte gegen Schachtar Donezk zwischen Licht und Schatten

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"Prime Video"-Experte Christoph Kramer erklärte die zwei Seiten des Österreichers: "Als Konny Laimer hast du die große Stärke - und deshalb spielt er auch so gut und macht das Tor - immer nach vorne zu verteidigen. Das ist auch die große Stärke im Gegenpressing. Du bist sehr aktiv und lässt es dann wild werden." Er müsse allerdings erkennen, wenn das Gegenpressing "nicht mehr geht. Das ist die Königsdisziplin."
Dies betreffe die gesamte Mannschaft: "Es wird die Challenge des FC Bayern in dieser Saison sein, diesen Switch zu finden, wenn das Gegenpressing vorbei ist und sie in das normale Pressing übergehen müssen. Man muss einen Anfang finden, um nicht weiter zu wild Mann-gegen-Mann zu spielen. Ansonsten ergeben sich zu große Räume."
Kompany dürfte dies bewusst sein. Thematisieren wollte er diesen Aspekt trotzdem nicht. "Ich habe schon oft gehabt, dass wir fünf Tore schießen und ich spreche nur von dieser einen Chance der anderen Mannschaft. Das mache ich nicht mehr", sagte er. "Insgesamt war das Spiel stabil und dominant. Es gibt immer den einen oder anderen Moment, in dem wir als Mannschaft besser sein müssen. Aber diese Mannschaft wird noch viel gewinnen."
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Quelle: Perform

3.) Ballgewinn als Schlüsselfaktor: Sané glänzt nur einmal

Ein Schlüsselfaktor gegen die tief stehenden Ukrainer waren Ballgewinn in der gegnerischen Hälfte - speziell in der ersten Halbzeit. Das 2:1 resultierte aus einer starken Aktion von Leroy Sané, der einen schwachen Pass abfing. Über Musiala gelangte der Ball zu Torschützen Müller.
Sané durchlebte bis dahin eine eher unglückliche erste Halbzeit. Um die 40. Minute herum vergab er zwei Chancen kläglich. Zunächst verpasste er nach einem Doppelpass mit Musiala den Zeitpunkt zum Abschluss. "Wenn er in einer anderen Verfassung wäre, nimmt er den Schuss direkt mit rechts", sagte "Prime Video"-Experte Benedikt Höwedes.
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Kampfwillig, aber nicht immer wirkungsvoll: Leroy Sané

Fotocredit: Getty Images

Wenige Augenblicke später zögerte Sané erneut, als er den Ball im Strafraum zugespielt bekam und den Schuss dann völlig verzog.
Nach 65 Minuten wurde Sané für Mathys Tel ausgewechselt. Er hatte bis dahin vier Torschüsse und zwei Torschussvorlagen, zudem eine Passquote von 100 Prozent. Ein glanzvoller Auftritt war es nicht, wohl aber ein kampfstarker und wirkungsvoller.
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Quelle: Perform


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