Stimmen zur Champions League: BVB-Berater Sammer ist neidisch auf Real Madrid - VfB Stuttgart freut "brutales Tor"

Borussia Dortmund gibt in der Champions League eine 2:0-Halbzeitführung bei Real Madrid aus der Hand und verliert noch 2:5 - das ärgert Trainer Nuri Sahin wie BVB-Berater Matthias Sammer gleichermaßen. Der VfB Stuttgart ist dagegen nach dem hochverdienten 1:0 bei Juventus Turin am dritten Spieltag obenauf. Deniz Undav ärgert lediglich das ihm vom VAR aberkannte Tor. Die Stimmen zur Königsklasse.

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Quelle: Perform

Nach 2:0-Führung noch 2:5 verloren - die Revanche für das verlorene Champions-League-Finale im Sommer, wenn denn überhaupt möglich, ging für Borussia Dortmund bei Real Madrid gründlich in die Hose.
"Du kannst nicht besser in die Halbzeit gehen, wie wir es gemacht haben, und dann musst du es aushalten", sagte BVB-Trainer Nuri Sahin nach der Pleite bei seinem Ex-Klub konsterniert. Dortmund-Berater Matthias Sammer imponierte derweil der Real-Hunger, "darauf bin ich neidisch, positiv".
Der VfB Stuttgart feiert indes einen hochverdienten 1:0-Auswärtssieg bei Juventus Turin - wenn auch erst in der Nachspielzeit. "Einen besseren Sieg gibt es nicht", bilanzierte der deutsche Nationalstürmer Deniz Undav.
Die Reaktionen zur Champions League.

Die Stimmen zu Real Madrid gegen Borussia Dortmund bei "Amazon Prime Video":

Felix Nmecha (BVB) …
… über das Spiel: "Ich glaube, wir sind sehr gut reingekommen, wir hatten Kontrolle. Wir haben zu viele einfache Bälle weggegeben. Und dann haben wir in der zweiten Halbzeit nicht das gleiche Gesicht gezeigt. Wir haben aufgehört, weiterzuspielen. Und dann kriegen die Chancen, und zu Hause, Real, die machen alles rein. Ich bin immer stolz, wenn ich für Dortmund spielen kann, wenn ich von Anfang an spielen kann. Aber ich glaube wir können schon positive Sachen mitnehmen aus der ersten Halbzeit."
Carlo Ancelotti (Trainer Real Madrid) …
… über die Partie: "Man muss zugeben, dass Dortmund viel besser angefangen hat, verdient geführt hat. Aber dann haben wir in der zweiten Halbzeit den Kopf hochgenommen und die zweite Hälfte dominiert. Das ist ein sehr fordernder Klub hier, wir wollen auf jeden Fall bis zuletzt kämpfen und im Idealfall den Titel holen."
Nuri Sahin (Trainer Borussia Dortmund) …
… über die Niederlage: "Die erste Halbzeit war richtig gut, auch wenn die ein, zwei Torchancen hatten. Bis auf die Bahnen, die wir nicht richtig zugekriegt haben, war das eigentlich richtig gut. Und dann kommen wir aus der Halbzeit raus und hatten auch besprochen, wenn wir die Außenbahnen nicht zukriegen, kann es sein, dass wir umstellen, das schaffst du nicht. Und dann kassieren wir in ein, zwei Minuten zwei Tore. Ich glaube aber nicht, dass es am Systemwechsel lag, sondern weil wir keinen Zugriff hatten."
… über seine Taktik: "Natürlich, wenn du verlierst, kann man sagen, die Umstellung war nicht richtig. Es war klar, dass wir da engere Abstände haben wollten. Klar kann man sagen, nochmal umstellen, aber mit Ball habe ich kein großes Problem gesehen, aber gegen den Ball haben wir uns zu sehr hinten reindrängen lassen."
… über den BVB-Einbruch: "Du kannst nicht besser in die Halbzeit gehen, wie wir es gemacht haben, und dann musst du es aushalten. Du musst Spielglück haben und musst dann deine Nadelstiche setzen. Die Chancen waren ja da, also daran lag es nicht. Es lag eher daran, wie wir die Gegentore bekommen haben."
Matthias Sammer (BVB-Berater) …
… über das Spiel: "Erst einmal hat Real besser gespielt, schneller, gradliniger. Die haben das offensive Mittelfeld total beherrscht, dementsprechend konnten sie Torchancen kreieren und deswegen ist das die beste Mannschaft der Welt. Und trotzdem versuche ich, mich immer damit auseinander zu setzen: Was ist der Maßstab im deutschen Fußball? Wir sollten grundsätzlich lernen, viel mehr die nicht messbaren Faktoren zu messen. Das ist, was mich ein bisschen ärgert, ansonsten ist alles in Ordnung."
… die Titelverteidiger: "Sollten wir nicht mal über Real Madrid sprechen? Die sollten eigentlich satt sein, zufrieden, was die alles gewonnen haben. Und trotzdem kommen die nach einem 0:2 zurück, weil die in der Halbzeit gesagt haben: Moment mal, wir habe erst drei Punkte nach drei Spielen, das ist ein Problem. Und die haben einen Hunger, und darauf bin ich neidisch, positiv. Und das muss man auch mit uns in Verbindung bringen. Damit müssen wir uns auseinandersetzen, weil wir besser werden wollen."
Edin Terzic (Ex-BVB-Trainer) …
… über Reals Leistungssteigerung: "Ehrlich gesagt gab es die Welle schon in der ersten Hälfte. Da war ich froh, dass man diese Phase überstanden hat, diese Führung mit in die Halbzeit nimmt, sich sortieren kann, etwas besprechen kann. Aber man sieht, dass Real so eine Qualität hat. Die entwickeln so ein Selbstverständnis, dass sie das hier noch drehen."
Tabea Kemme (Expertin "Amazon Prime Video") …
… über die Gründe für Reals Sieg: "Maßgeblich für mich war die Systemumstellung. Dortmund hat sich seiner eigenen Stärke beraubt, geht von Dreierkette auf eine Fünferkette, man hatte keine Zuordnung, und dadurch ist das Verteidigen einfach viel passiver geworden."

Die Stimmen zu VfB Stuttgart gegen Juventus Turin von "DAZN"

Deniz Undav (VfB Stuttgart) ...
... zu seinem nicht gegebenen Treffer: "Ich sehe den Ball kommen, der Ball springt an meinen Oberarm und ich bewege den Arm nicht einen Millimeter. Der Arm bleibt am Körper. Danach dachte ich, der Treffer würde wegen Abseits überprüft, aber es war niemals ein Handspiel aus meiner Sicht. Zumindest hätte der Schiedsrichter sich die Situation noch einmal am Bildschirm anschauen sollen, aber für mich ist das nie und nimmer ein Handspiel, aber wenn die Regel so ist, dann nehme ich alles zurück."
... zum Spiel: "Wir waren klar die bessere Mannschaft. Wir haben mehr investiert. Insgesamt hatten wir viele Chancen sowie den nicht gegebenen Treffer, eine dramatische Schlussphase mit dem verschossenen Elfmeter und dann macht El Bilal Touré ein brutales Tor in der Nachspielzeit. Damit gehen wir mit drei Punkten hier weg und als klarer Sieger vom Platz."
... zur Frage, wie wichtig es ist, sich heute endlich mal belohnt zu haben: "Es fühlt sich überragend an. Die Ergebnisse bis jetzt waren nicht so gut, wie wir uns das vorgestellt haben. Jetzt gegen Juventus einen Sieg eingefahren zu haben und das nach der Leistung gegen die Münchner, wo wir sang- und klanglos untergegangen sind, ist umso schöner vor allem gegen so einen Gegner. Einen besseren Sieg gibt es nicht."
Jamie Leweling (VfB Stuttgart) ...
... zum Spiel: "Es war von Beginn bis zum Ende ein überragendes Spiel von uns. Wir hatten über die ganze Partie die Kontrolle, haben zwar einige Situationen zugelassen, aber die gut verteidigt. Wir hatten viele Chancen, viel Ballbesitz und viele Aktionen nach vorne. Dann den nicht gegebenen Treffer von Undav, der verschossene Elfmeter von Enzo Millot und dann macht Toure in der Nachspielzeit ein überragendes Tor."
... zur Belastung: "Nein, es macht doch Spaß, wenn ich das jetzt zehn Jahre machen würde, dann würde ich mir vielleicht denken, das ist vielleicht ein bisschen viel. Es ist mein erstes Jahr in der Champions League, da genieße ich das vollkommen und will einfach Gas geben."
... zur Frage, ob er die letzten Wochen schon realisiert hat: "Ich habe das, glaube ich, noch gar nicht verarbeitet, was in den letzten Wochen passiert ist, weil alles so schnell ging. In der Nationalmannschaft habe ich letzte Woche ein Tor erzielt, aber fünf Tage später haben wir 0:4 gegen München verloren und dann denkt man nicht mehr daran, was in der Woche davor passiert ist."
Sami Khedira (Ex-VfB- und Juventus-Spieler) …
… zum Sieg des VfB Stuttgart: "Der VfB Stuttgart hat heute ein hervorragendes Spiel gemacht und hat sich endlich belohnt. Sie haben in der Champions League bisher sehr gut performt, aber kaum Punkte mitgenommen. Heute hat sich der VfB spät belohnt, aber der Sieg ist mehr als verdient. Eine herausragende Leistung von den Schwaben, erst in der Schlussviertelstunde wurde das Spiel offener und es hätte auch in die andere Richtung gehen können."
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Quelle: Perform


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