Champions League: Arsenal bleibt dank Defensive auch im Halbfinale gegen Atlético unbesiegt - Drei Dinge, die auffielen
VonJan Zesewitz
Update 06/05/2026 um 11:21 GMT+2 Uhr
Zum ersten Mal seit 20 Jahren steht der FC Arsenal im Finale der Champions League. Die Gunners boten auch im Halbfinal-Rückspiel gegen Atlético Madrid kein Fußball-Spektakel - aber sie gewannen souverän und hochverdient. Ein Spiel fehlt, um eine Königsklassen-Invincible-Saison zu spielen. Atléticos Antoine Griezmann verabschiedet sich dagegen von der europäischen Bühne. Drei Dinge, die auffielen.
Arsenal schlägt Atlético: Arteta schwärmt von "unglaublicher Nacht"
Quelle: SID
Nach 180 Minuten zwischen Arsenal und Atlético stand es 2:1 für das englische Team. Der FC Bayern und Paris Saint-Germain brauchten dafür im Hinspiel eine halbe Stunde. Das "andere" Halbfinale bot weniger Spektakel, Traumtore, bahnbrechende Offensiv-Aktionen.
Arsenal steht durch das 1:0 von Bukayo Saka kurz vor dem Halbzeitpfiff im Emirates Stadium nicht weniger verdient im Finale - ganz im Gegenteil.
Die Gunners pflügen durch diese Champions-League-Saison, die Liga-Phase schlossen sie ohne Punktverlust ab, schlugen dabei unter anderem Atlético (4:0), die Bayern (3:1) und Inter Mailand (3:1). In der K.-o.-Phase wich das Spektakel gnadenloser Effizienz.
Auch im Halbfinale spielte Arsenal Atlético anders als in der Liga nicht an die Wand. Die Madrilenen blieben über weite Strecken gegen die Gunners-Defensive ideenlos, in Person von Victor Gyökeres (66.) hätte der Sieg sogar noch höher ausfallen können. Auch Griezmann konnte auf Atlético-Seite nichts ausrichten. Sein Abschied aus der Champions League endet ohne Titel und mit einer Auswechslung nach ereignisarmen 66 Minuten.
Drei Dinge, die im Halbfinal-Rückspiel zwischen Arsenal und Atlético Madrid auffielen:
1. Arsenal gewinnt mit Kalkül und Defensive
Einer Mannschaft ist es in dieser Champions-League-Saison gelungen, mehr als ein Tor gegen Arsenal zu schießen - Qairat Almaty gelang das zum Abschluss der Liga-Phase in einem für die Gunners wertlosen Spiel, das sie trotzdem mit 3:2 gewannen.
Auch die Madrilenen waren von einem solchen "Torrausch" weit entfernt. Das Team aus London kontrollierte in der ersten Halbzeit Ball und Gegner. Auch ohne eigene gefährliche Abschlüsse bis zum Treffer war Atlético weit davon entfernt, den Ball im Arsenal-Tor unterzubringen.
In der zweiten Hälfte vertändelten die Spanier selbst zwei große Chancen, die Gunners ließen aber weiterhin wenig zu und hätten auch einen höheren Sieg verdient gehabt.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/05/05/image-7b6fd091-26f8-4cbb-b0b8-e8b67c43bfec-85-2560-1440.jpeg)
Die Gunners feiern den Einzug ins Endspiel
Fotocredit: Getty Images
Eine "Ergebnismaschine" nannte "Prime"-Experte Matthias Sammer die Mannschaft. In der Champions League gilt das ganz besonders. Gerade einmal sechs Treffer kassierte das Team in 14 Spielen im laufenden Wettbewerb. In der K.o.-Phase zeigte sich, dass ein gutes Pferd eben so hoch springt, wie es muss. Gegen Bayer Leverkusen folgte auf ein 1:1 im Hinspiel ein extrem überlegenes 2:0. Gegen Sporting Lissabon reichte das 1:0 aus dem Hinspiel (Rückspiel 0:0) und gegen Atlético reichte ein wacher Moment von Bukayo Saka zum Einzug ins Endspiel in Budapest.
Wenn der alte Spruch "Defense wins Championships", dass die Verteidigung Titel holt, wahr ist, dann muss sich Arsenal weder vor den Bayern noch vor PSG fürchten.
2. Griezmann bleibt unvollendet
An einem Abend, der von Arsenals taktischer Meisterleistung geprägt war und spielerisch nicht die ganz großen Highlights bot, darf man den Abschied eines der ganz großen Champions-League-Spieler der vergangenen Jahre würdigen.
Antoine Griezmann erlebte keinen großartigen Abschied und wird nicht mit einem letzten Finale belohnt, bevor sich die Atético-Legende in Richtung USA verabschiedet. Wie immer schmiss sich der Franzose überall dorthin, wo etwas los war, führte als Offensivspieler die meisten Zweikämpfe (9) und gewann die meisten Duelle aller Madrid-Spieler (6).
Für mehr reichte es aber nicht. Seinen Bemühungen standen auch zahlreiche Ballverluste gegenüber, als er versuchte, die Arsenal-Defensive zu knacken. Nach 66 Minuten endete sein Arbeitstag - und seine Karriere in der Königsklasse.
Seine Leistung war sinnbildlich für Atléticos Auftritt an diesem Abend. Die Mannschaft, die mit 35 Toren in dieser Königsklassen-Saison die Offensive plötzlich für sich entdeckte, konzentrierte sich im Halbfinale wieder auf die ursprünglichen Simeone-Tugenden - tief stehen, körperbetont spielen, auf den Moment hoffen. Der kam allerdings gegen diese Gunners nie.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/05/05/image-ad9c6156-8251-438b-a4a9-93ea39a67471.jpeg)
Antoine Griezmann verabschiedet sich von Europas größter Bühne
Fotocredit: Getty Images
3. Historischer Abend in London - dank Beast Mode
20 Jahre musste Arsenal auf einen Moment wie diesen warten. Damals erreichten die Londoner letztmals das Halbfinale der Champions League - das gegen den FC Barcelona auch mitbegünstigt von einer Roten Karte für Torwart Jens Lehmann verloren ging.
Seither waren die Gunners oft gegen die Hochkaräter der Königsklasse, nun ja, Kanonenfutter. Das ist in diesem Jahr anders. Mikel Arteta hat eine Mannschaft geformt, die kein Spektakel bietet, aber im Finale kein krasser Außenseiter sein wird - egal, wie das Rückspiel zwischen Bayern und PSG ausgehen wird.
Die Arsenal-Fans feierten den Sieg im Emirates-Stadion frenetisch und auch lange nach Schlusspfiff waren die Ränge noch gut gefüllt. "Es ist so schön für Arsenal, für die Fans. Es ist eine wunderbare Geschichte, die einen vorläufigen Höhepunkt gefunden hat", sagte Siegtorschütze Saka am "Prime"-Mikrofon.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/05/05/image-d5d70542-5283-4953-b360-96147504e485.jpeg)
Arsenal steht im Champions.League-Finale
Fotocredit: Getty Images
Um es ins Endspiel zu schaffen, hatte Trainer Arteta vor dem Spiel von seiner Mannschaft den "Beast Mode" gefordert - und die Spieler lieferten. "Es hat heute alles gepasst", sagte Verteidiger William Saliba. "Du musst offensiv und defensiv alles gewinnen, viel rennen – das haben wir gemacht."
Und welches der Spektakel-Teams soll jetzt auf der anderen Seite in Budapest stehen? "Das ist mir egal. Beide sind sehr gut. Das hat man im ersten Spiel gesehen. Wir werden beim Zuschauern morgen Spaß haben."
Das könnte Dich auch interessieren: FC Bayern im Taktikcheck: Hier muss Kompany im Rückspiel umdenken
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/04/30/image-9154ea45-3f26-4ccc-ac36-be19fe576b99-85-2560-1440.jpeg)
970. Tor für Ronaldo! Superstar führt Al Nassr zum Sieg
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Ergebnisse
FC Arsenal
/images.sports.gracenote.com/images/lib/basic/sport/football/club/logo/300/4007.png)
1
0
Atlético Madrid
/images.sports.gracenote.com/images/lib/basic/sport/football/club/logo/300/4012.png)
Gesamtstand (2-1)
Kommentar
Werbung
Werbung