Bayer Leverkusen träumt nach starkem Auftritt gegen Arsenal vom ersten Champions-League-Viertelfinale seit 24 Jahren

Die Wut auf Partycrasher Kai Havertz war bei Bayer 04 Leverkusen schnell verflogen. Sportchef Simon Rolfes knipste im Bauch der BayArena ein Foto von Havertz mit zwei Fans und verabschiedete den Rückkehrer des FC Arsenal herzlich in die Nacht. Am Dienstag kommt es in London zum Wiedersehen mit dem "verlorenen Sohn" - dann kämpft die Werkself ums erste Champions-League-Viertelfinale seit 24 Jahren.

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Quelle: Perform

"Wir fahren dorthin, um eine Runde weiterzukommen. Sonst brauchen wir gar nicht erst anreisen. Und wir haben gesehen, dass wir die Chance dazu haben", sagte Kapitän Robert Andrich nach dem 1:1 (0:0) im Achtelfinal-Hinspiel.
Nach einer couragierten Vorstellung hatte erst ein strittiger Elfmeter von Havertz (89.) dem deutschen Vizemeister den großen Coup vermiest. Das Remis fühle sich daher "ein bisschen enttäuschend an", sagte Torschütze Andrich. Im Rückspiel am Dienstag (21:00 Uhr im Liveticker) ist aber alles offen.
Und der Druck liegt bei den Gunners. Der Premier-League-Tabellenführer war mit einer makellosen Bilanz von acht Siegen in acht Spielen ins Achtelfinale der Königsklasse gestürmt, hatte mit den kampfstarken Rheinländern am Mittwoch aber große Probleme.
"Arsenal ist sich bewusst, dass sie der Favorit sind und den Druck haben, weiterkommen zu müssen. Wir haben gesehen, dass wir Arsenal schlagen können und ihnen Paroli bieten können", sagte Andrich.

Havertz: "Tut mir natürlich leid für Leverkusener"

Das hatte dem inkonstanten Bundesliga-Sechsten im Vorfeld kaum jemand zugetraut - nun lebt die Chance, erstmals seit 2002 unter die Top acht Europas zu kommen. Er fahre mit einem "guten Gefühl" nach London, betonte Rolfes. Der Druck auf Arsenal sei "enorm."
Das weiß auch Havertz. Der Nationalspieler erlebte sechs Jahre nach seinem Abschied eine emotionale Rückkehr ins Rheinland. Nach einem umstrittenen Foul von Malik Tillman an Noni Madueke verwandelte Havertz sicher vom Punkt.
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Hjulmand lobt Andrich: "Überragendes Spiel gemacht"

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"Ich bin froh, dass ich angetreten bin, froh, dass ich getroffen habe, aber es tut mir natürlich leid für die Leverkusener. Aber so ist Fußball", sagte Havertz. Arsenal-Coach Mikel Arteta sprach von einer "verrückten Geschichte".

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Rolfes konnte dem Rückkehrer nicht lange böse sein - und war schnell wieder zu Scherzen aufgelegt. Ob Havertz (26), der von 2010 bis 2020 für Bayer gespielt hatte, im gehobenen Fußballeralter noch einmal für die Werkself aufläuft? "Bei Kai ist immer die Gefahr, dass ich schwach werde", sagte Rolfes mit einem Lachen: "Immer wenn wir mal sprechen, fange ich schon mal ein bisschen an zu graben."
Dafür ist aber frühestens am Dienstag wieder Zeit. Zuvor steht für die Werkself noch der wegweisende Liga-Kracher gegen den FC Bayern am Samstag (15:30 Uhr im Liveticker) auf dem Programm. "Drei Topspiele in so kurzer Zeit hatte ich auch noch nicht", sagte Andrich: "Aber dafür sind wir da."
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(SID)
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Arteta über Havertz-Tor in Leverkusen: "Eine besondere Geschichte"

Quelle: Perform


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