FC Barcelona fühlt sich nach Pleite gegen Atlético von Schiedsrichter István Kovács verschaukelt - Hansi Flick schimpft

Der FC Barcelona steht nach der 0:2-Heimniederlage im Viertelfinal-Hinspiel gegen Atlético Madrid vor dem Aus in der Champions League. Die Katalanen gingen fahrlässig mit ihren Torchancen um und hatten in einer hitzigen Partie zudem Pech bei kniffligen Schiedsrichter-Entscheidungen. Vor allem ein nicht gegebener Handelfmeter brachte Barça-Trainer Hansi Flick auf die Palme.

Flick kritisiert Schiri - "Sie werden schon eine Erklärung haben ..."

Quelle: Perform

Spiel verloren, Innenverteidiger Pau Cubarsi mit Roter Karte verloren - der FC Barcelona kam sich beim 0:2 gegen Atlético Madrid vor wie im falschen Film.
In der ersten Halbzeit versäumten es die Katalanen aus ihrer Überlegenheit Kapital zu schlagen, ehe Cubarsi kurz vor der Pause nach einer Notbremse die Rote Karte sah und das Spiel dadurch auf den Kopf gestellt wurde.
Nicht nur in dieser Szene spielte Schiedsrichter István Kovács eine Hauptrolle. Der Rumäne, der das letztjährige Champions-League-Finale zwischen PSG und Inter Mailand (5:0) leiten durfte, zog dabei den Zorn der Blaugrana auf sich.
Drei Aufreger, die bei FC Barcelona - Atlético Madrid auffielen.

1. Platzverweis für Cubarsi

Barcelona war in der ersten Halbzeit infolge eines starken Flügelspiels über Marcus Rashford (links) und Lamine Yamal (rechts) mehrfach nah am Führungstor. Der Treffer fiel dann aber auf der anderen Seite durch Alvarez' Traumfreistoß.
Vorausgegangen war ein naives Zweikampfverhalten von Innenverteidiger Pau Cubarsi. Weil er falsch positioniert war, konnte er den tiefen Ball von Alvarez auf Giuliano Simeone nicht verhindern und rannte dem Atlético-Spieler dann auch noch in die Hacken (44.).
Kovács entschied auf Freistoß und Gelb für Cubarsi, obwohl dieser letzter Mann und Simeone zentral vor dem Barça-Tor unterwegs war. "Das ist eine klare Rote Karte", sagte "DAZN"-Experte Tobias Schweinsteiger nach Ansicht der Wiederholung.
Der VAR schickte Kovacs nach draußen - folgerichtig kassierte der Rumäne Gelb ein und stellte Cubarsi mit Rot vom Feld. Flicks Beschwerde beim vierten Schiedsrichter verpuffte, der Platzverweis war alternativlos.

2. Kein Platzverweis für Koke

Früh im Spiel gab es auf beiden Seiten auf die Socken. Atlético-Kapitän Koke langte in der 8. Minute das erste Mal hin, als er Dani Olmo tief in der Barça-Hälfte wegräumte. Kovács ließ bei diesem gelbwürdigen Foul Gnade vor Recht ergehen. In der 31. Minute erwischte es Koke dann nach einem erneuten Tritt gegen Olmo.
Noch vor der Pause traf er Yamal auf Höhe der Mittellinie von hinten am Schienbein. Koke bewarb sich eifrig für einen Platzverweis, durfte aber weiterspielen und kam auch nach dem Seitenwechsel wieder auf den Rasen. Erst nach einer Stunde nahm Atlético-Coach Diego Simeone seinen stark gelb-rot-gefährdeten Kapitän runter.
"Fehlt nur noch, dass sich Kovács in den Farben von Atlético kleidet", kommentierte die Zeitung "Sport" in ihrer Onlineausgabe schon in der Halbzeit bissig.
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Atlético-Kapitän Koke (M.) holt Lamine Yamal von den Beinen

Fotocredit: Getty Images

3. Kein Elfmeter für Barça

Endgültig verschaukelt fühlte sich der FC Barcelona in der 56. Minute. Atlético-Torhüter Juan Musso führte einen Abstoß kurz quer aus auf Verteidiger Marc Pubill. Der nahm den Ball in die Hand und rollte ihn zu Musso zurück.
Die Barça-Spieler forderten wild gestikulierend einen Handelfmeter, während sich Flick an der Seitenlinie gar nicht mehr einkriegte vor Ärger über den von Kovács nicht gegebenen Strafstoß. Da auch der VAR stumm blieb, kam Atlético erneut ohne Bestrafung davon.
Flick konnte sich auch nach dem Spiel nicht beruhigen. "Warum haben wir den VAR? Warum? Ich weiß, der VAR war ein Deutscher (Christian Dingert, Anm. d. Red.). Ich sage: 'Hallo.' Es ist unglaublich, dass es in dieser Situation keinen Elfmeter für uns gab. Unglaublich! Außerdem ist es eine Rote Karte für Atlético", sagte er.
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Flick wütet gegen VAR: "Vielen Dank an Deutschland"

Quelle: Perform

Tobias Schweinsteiger lieferte bei "DAZN" eine Erklärung für die seltsame Regelauslegung: "Der Ball wurde vom Torhüter nicht eindeutig aus dem Fünfmeterraum herausgespielt. Daher können der Schiedsrichter und der VAR es so auslegen, dass der Abstoß noch nicht ausgeführt wurde, als Pubill den Ball in die Hand nahm."
Die Szene erinnerte an das Viertelfinalspiel des FC Bayern in der Königsklasse beim FC Arsenal im April 2024. Damals verweigerte der Schiedsrichter den Münchnern einen Handelfmeter und erzürnte Bayerntrainer Thomas Tuchel mit seiner Erklärung. "Er sagt zu unseren Spielern: 'Das ist ein Kinderfehler, das pfeife ich nicht im Champions-League-Viertelfinale. Das ist eine ganz neue Form der Regelauslegung. Das ist einfach unglaublich", so Tuchel damals.
Flick fuhr verständlicherweise in ähnlicher Weise aus der Haut, zumal es im November 2024 beim Ligaphasenspiel in der Königsklasse zwischen dem FC Brügge und Aston Villa bei einer vergleichbaren Aktion Elfmeter gab.
Die spanische Presse warf mit schweren Vorwürfen gegen das Schiedsrichtergespann um sich. "Der VAR zerstört Barcelonas Traum", schrieb "Sport". Derweil erklärte "Mundo Deportivo" Schiedsrichter Kovács zum "Feindbild" aller Barça-Fans.
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Atlético-Coach Simeone lobt Chancenverwertung gegen Barcelona

Quelle: Perform


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