FC Bayern erwägt für Champions-League-Heimspiel gegen Union Saint-Gilloise eine vollständige Sperrung der Südkurve

Der FC Bayern denkt für das nächste Champions-League-Heimspiel gegen Union Saint-Gilloise über eine vollständige Sperrung der Südkurve nach. Weil Teile der organisierten Fanszene gegen Sporting Lissabon Pyrotechnik zündeten, verhängte die UEFA eine Teilsperre für die Fankurve. Weil diese organisatorisch aber kaum umzusetzen ist, denken die FCB-Verantwortlichen über den drastischen Schritt nach.

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Quelle: SID

"Wir werden die Blöcke 111 bis 114 sperren müssen. Aber wir sind echt am Überlegen, ob wir die komplette Südkurve sperren. Das haben wir auch schon diskutiert, aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen", sagte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen bei einem Fanclub-Besuch laut "t-online".
Die Teilsperre der UEFA betrifft die Blöcke 111 bis 114. Der springende Punkt allerdings: In den Blöcken 109 bis 117 herrscht freie Blockwahl, Zäune gibt es auf Wunsch der Fans nicht - wer zuerst da ist, hat die freie Platzwahl.
"Das Problem ist, wenn ich jetzt die Blöcke 111 bis 114 sperre, dann verteilt sich das ja und es trifft in Teilen die Falschen", sagte Dreesen.
Der deutsche Rekordmeister steht vor einem speziellen Dilemma, für dessen Lösung auch schon Kontakt zu Vertretern der Fanszene aufgenommen wurde.

Fast 10.000 freie Plätze drohen

"Teile der Südkurve aus diesen Blöcken haben gesagt, sie organisieren das selber. Wir haben ihnen Zeit gegeben, bis zum 6. Januar. Da glaube ich aber nicht so richtig dran", so der Vorstandsboss weiter.
Ergibt sich keine Lösung, so könnten die Verantwortlichen die Fankurve für das Spiel gegen Union Saint Gilloise (21.1., ab 21 Uhr im Liveticker) gänzlich ausschließen. Statt 4800 freien Plätzen, würden es dann beinahe doppelt so viele werden.
"Wir wollen nicht zulassen, dass die, die es treffen soll, sich dann wie auch immer irgendwo anders Karten organisieren", sagte Dreesen.
Dass das Vorgehen der Bosse so energisch ist, hängt auch damit zusammen, dass sich Dreesen und Co. extrem über das Verhalten der Fans ärgerten.

Dreesen appelliert an die Fans

Das Zünden der Pyrotechnik sei "unnötig wie ein Kropf" gewesen, betonte der 58-Jährige: "Ich würde sehr daran appellieren, dass diejenigen, die da regelmäßig Pyro machen, vielleicht mal für sich realisieren, dass sie dem Verein damit schaden. Und dass es auch nicht vom Großteil der Fans im Stadion toleriert und akzeptiert wird."
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Quelle: Perform


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