Champions League - FC Bayern gegen Real Madrid in der Einzelkritik: Manuel Neuers Blackout - und zwei Phantom-Tore
Der FC Bayern hat sich im europäischen Klassiker erstmals seit 14 Jahren mal wieder in einem Champions-League-Duell mit Real Madrid durchgesetzt. Dreimal gingen die Königlichen - auch unter Mithilfe von Manuel Neuer - in Führung (1., 29., 42.), am Ende behielten die Münchner dank Pavlovic (6.), Kane (38.), Díaz (89.) und Olise (90.+4) doch noch die Oberhand. Die FCB-Stars in der Einzelkritik.
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Quelle: Perform
Was für ein Abend in der Allianz Arena: Der FC Bayern zog nach einem 4:3-Sieg gegen Real Madrid (Hinspiel 2:1) ins Halbfinale der Königsklasse ein und darf dementsprechend weiter vom ersten Champions-League-Triumph seit sechs Jahren träumen.
Dabei hätte der Start ins Spiel nicht schlimmer aus FCB-Sicht laufen können, Manuel Neuer, seines Zeichens Hinspiel-Held, leistete sich nach 37 Sekunden einen schlimmen Blackout.
Am Ende dürfte es dem fünfmaligen Welttorhüter egal sein - immerhin lieferten seine Vorderleute in den entscheidenden Momenten ab.
Selbst diejenigen, die über weite Strecken unsichtbar geblieben waren.
Die Stars des FC Bayern in der Einzelkritik
Manuel Neuer: Der Held des Hinspiels lieferte sich nach nur wenigen Sekunden einen kapitalen Bock und spielte Arda die Kugel in die Füße. Der junge Türke bedankte sich artig und brachte den Ball im leeren Tor unter (Neuer bei "DAZN" im Anschluss: "Das war ein Schweineball von mir."). Auf den Horror-Start folgte in der 29. Minuten der nächste Nackenschlag für Neuer - abermals durch Arda. Bei einem Freistoß des Real-Juwels aus 20 Metern über die Mauer sah der 40-Jährige mindestens mal unglücklich aus. Mit schwerwiegenden Folgen: Die Kugel zappelte einmal mehr im Netz. Immerhin: Im zweiten Durchgang durfte er sich kurz nach dem Seitenwechsel auszeichnen, als er eine Direktabnahme von Mbappé aus kurzer Distanz sehenswert parierte (55.). Dennoch ein Abend, den Uli Hoeneß als "nicht Neuer-like" umschreiben würde.
- Note: 5
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Fußball: Manuel Neuer patzt im Champions-League-Rückspiel FC Bayern München gegen Real Madrid
Fotocredit: Imago
Josip Stanisic (bis 46.): Spielte - wie bereits in Madrid - als Rechtsverteidiger und machte seine Sache - wie in Madrid - gut. Stanisic schaltete sich immer wieder ins Offensivspiel ein und war im Vorfeld des zwischenzeitlichen 2:2 mit einem Dribbling in den Strafraum der Gäste mitentscheidend für Kanes Treffer. Verbuchte in Halbzeit eins die meisten Balleroberungen. Ärgerlich: Nach einem potenziellen Foul von Rüdiger, in dessen Folge der Kroate hinten fehlte, fiel nicht nur das 2:3, sondern Stanisic für den restlichen Spielverlauf aus. Davies ersetzte ihn.
- Note: 2,5
Dayot Upamecano: Pushte sich selbst schon nach 21 Minuten, nachdem er Vinícius beeindruckend abgekocht hatte. In der Folge glänzte der Franzose nicht nur mit seiner Kernkompetenz, sondern lieferte auch in der Offensive Argumente. Zum Beispiel, indem er Kanes Tor zum 2:2 mit einem mustergültigen Pass vorbereitete. Einen kleinen Wackler gegen Vinícius bügelte er selbst wieder aus (83.).
- Note: 2,5
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Kompany: "Bin nicht glücklich über meine Gelbe Karte"
Quelle: Perform
Jonathan Tah: Ließ sich von Mbappé ein ums andere Mal nach allen Regeln der Kunst eindrehen. Insgesamt schon mit deutlich besseren Auftritten im Bayern-Dress als an diesem Mittwochabend.
- Note: 4
Konrad Laimer: Erst Links-, nach Stanisics Auswechslung Rechtsverteidiger. Vor allem offensiv mit vielen ansprechenden Aktionen. Ansonsten wie gewohnt ohne die ganz großen Ausreißer - weder nach oben noch nach unten. Hatte allerdings Pech, dass sein Einsatz gegen Brahim Díaz als Foul interpretiert wurde und Güler den anschließenden Freistoß versenkte.
- Note: 3
Joshua Kimmich: Wie immer der Dreh- und Angelpunkt im Zentrum. Kimmich verbuchte mit Abstand die meisten Ballaktionen aufseiten der Hausherren (136) und schlug die meisten Flanken (6). Eine davon (in Form einer Ecke) fand den Kopf von Pavlovic und brachte den Kapitän der deutschen Nationalmannschaft als Vorlagengeber zum 1:1 aufs Scoreboard.
- Note: 2,5
Aleksandar Pavlovic: Erstaunlich, mit welch großer Souveränität das Münchner Eigengewächs mit 21 Jahren auf der größtmöglichen Bühne durchs Mittelfeld navigiert. Pavlovic brachte 93 seiner 98 Pässe an den Mitspieler und trug mit seinem wichtigen Tor erheblich zum Weiterkommen bei.
- Note: 2
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Fußball: Aleksander Pavlovic (r.) jubelt mit Harry Kane über sein 1:1 für den FC Bayern München gegen Real Madrid im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League 2025/26
Fotocredit: Getty Images
Michael Olise: In der ersten Halbzeit unsichtbar, in bester Marek-Mintal-Manier als Phantom unterwegs. Nach der Pause nahm der Franzose mehr am Spiel teil, hatte mit zwei Abschlüssen, die beide knapp über die Latte strichen, noch Pech (68./77.). Als die Uhr für die Bayern runtertickte, schweißte er den Ball dann doch noch traumhaft über den Umweg namens Innenpfosten in den Giebel.
- Note: 2
Serge Gnabry (bis 60.): Hatte einen enorm schwierigen Stand, das Spiel lief an Gnabry weitestgehend vorbei. Mehr als einen harmlosen Schuss auf das madrilenische Tor brachte der Nationalspieler nicht zustande.
- Note: 4,5
Luis Díaz: Siehe Olise - nur, dass Díaz während der ersten 88 Minuten noch etwas fehlerbehafteter als sein Pendant auftrat. War am Ende aber völlig egal: Der Kolumbianer steuerte das 3:3 bei und zeichnete dementsprechend hauptverantwortlich für den Einzug ins Halbfinale.
- Note: 2,5
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Harry Kane und Luiz Díaz feiern einen Treffer im Champions-League-Viertelfinale Bayern gegen Real Madrid
Fotocredit: Getty Images
Harry Kane: Traf in unnachahmlicher Art, allerdings leitete er mit einem technischen Fehler (Ball sprang bei Annahme zu weit vom Fuß) unfreiwillig das 2:3 der Madrilenen ein. Im Großen und Ganzen mit zwei Toren in zwei Viertelfinal-Duellen wieder unverzichtbar.
- Note: 2,5
Alphonso Davies (ab 46.): Kam zur Halbzeit für den angeschlagenen Stanisic und knüpfte nahtlos an die tadellose Leistung seines Vorgängers an.
- Note: 3
Jamal Musiala (ab 60.): Ersetzte den blassgebliebenen Gnabry und brachte sich gleich nach wenigen Wimpernschlägen mit einem schönen Pass auf Díaz in die Schnittstelle ein. Vermochte der Kolumbianer zunächst kein Kapital aus Musialas Übersicht zu schlagen, machte er es nach einer herrlichen Hackenablage besser. Musiala meldete sich nach langer Verletzungspause als belebendes Element endgültig zurück.
- Note: 2
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