Für Slot wird die Luft immer dünner - Alarmstufe Reds in Liverpool nach Pleite gegen Eindhoven

Der FC Liverpool schlittert immer tiefer in die Krise - und muss sich langsam auch um den Posten von Meistertrainer Arne Slot Gedanken machen. Beim 1:4 (1:1) in der Champions League gegen die PSV Eindhoven kassierten die Reds die neunte Niederlage aus den letzten zwölf Pflichtspielen - eine solch horrende Bilanz gab es zuletzt 1953. Die letzten drei Partien verlor Liverpool mehr als deutlich.

Arne Slot steht beim FC Liverpool vor dem Aus

Fotocredit: Getty Images

27:8 Torschüsse, 11:4 Ecken, 64:36 Prozent Ballbesitz - doch am Ende stand es 1:4. Der FC Liverpool kommt einfach nicht aus der Krise. Ohne den verletzten Florian Wirtz verlor Liverpool auch gegen den niederländischen Außenseiter und erlebte erneut einen Abend zum Vergessen.
"Es gibt keine Entschuldigung für eine solche Leistung", ging Reds-Legende Steven Gerrard mit seinem Ex-Klub bei "TNT Sports" hart ins Gericht: "Man kann nicht verhehlen, dass das Team massive Probleme hat. Das ist eine fürchterliche Serie. Ihr Selbstvertrauen ist so gering wie noch nie und hinten stehen sie komplett offen."
480 Millionen Euro hatte Liverpool im Sommer für neue Spieler ausgegeben, entfernt sich aber immer weiter von den Saisonzielen.
Die letzten drei Partien verlor das Slot-Team nun sogar mit jeweils drei Toren Unterschied (0:3 bei Manchester City, 0:3 gegen Nottingham Forest, jetzt 1:4 gegen die PSV Eindhoven). "Das ist ein Schock für alle", meinte Slot: "Es ist sehr unerwartet, wenn man sieht, welche Qualität wir im Kader haben."

Van Dijk mit Aussetzer bei Handspiel

Unerklärliche Patzer wie von Kapitän Virgil van Dijk, der früh einen Handelfmeter (5.) verschuldete, sind mittlerweile an der Tagesordnung. "Die Gefühle sind sehr negativ, sehr enttäuschend - vor allem wegen der Art und Weise, wie wir das 0:1 kassiert haben", ergänzte Slot bei "TNT Sports".
Van Dijk wurde bei einer Ecke leicht geschubst, verlor dadurch das Gleichgewicht und hob den Arm weit über den Kopf - so kam es zum Handspiel.
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Virgil van Dijk (FC Liverpool) spielt den Ball gegen die PSV Eindhoven mit der Hand

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Zwar zeigten die Reds auf den frühen Rückstand eine gute Reaktion: Dominik Szoboszlai besorgte den zwischenzeitlichen Ausgleich (16.), van Dijk köpfte an die Latte (32.). In der zweiten Halbzeit ließ sich das Slot-Team dann allerdings auskontern wie eine Schülermannschaft.

Liverpool ist "sehr anfällig"

"Liverpool ist derzeit sehr anfällig", meinte Ex-Nationalkeeper David Robinson bei "BBC Radio 5 Live": "Es braucht zurzeit nicht viel und das ganze Gebilde bekommt Risse. Man sieht, dass es dem Team an Selbstvertrauen mangelt. Der Gegner weiß quasi immer: Dieses Liverpool ist verwundbar."
Gerrard ging sogar so weit: "Wenn der Trainer keine Antworten findet und der Mannschaft Stabilität verschafft, wird es genauso weiter gehen."
Für Slot also höchste Eisenbahn, das Ruder herumzureißen. Immerhin nannte der Niederländer die Art und Weise, wie sein Team in der zweiten Halbzeit drei Gegentore kassierte, "schwer zu akzeptieren".

Slot: "Wir müssen da irgendwie durch"

Dass er nun infrage gestellt werde, sei indes "normal" im Fußballgeschäft, meinte er. Nun gelte es jedoch, zusammenzustehen und gemeinsam an Verbesserungen zu arbeiten.
"Wir müssen da irgendwie durch", sagte der Meister-Trainer: "Wir müssen die Situation annehmen und entschlossen dagegen ankämpfen."
Dass Slot bei weiteren Niederlagen noch lange Teil des Ganzen sein wird, darf allerdings bezweifelt werden.
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Flick nach Pleite: "Rote Karte hat alles geändert"

Quelle: Perform


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