Champions League: Liverpool ist bereit für die Revanche gegen PSG - Fußballfest gegen Galatasaray nach Betriebsunfall

Die Presse unkte, die Experten straften die Reds ab: Nach der 0:1-Hinspielpleite in Istanbul stand der FC Liverpool vor dem Rückspiel an der Anfield Road gehörig unter Druck. In einer ohnehin eher durchwachsenen Saison hätte das Aus im Achtelfinale für Trainer Arne Slot und sein Team den Super-GAU bedeutet. Im Rückspiel aber straften die Reds die Kritiker Lügen - und wollen nun Revanche nehmen.

"Perfektes Spiel": Slot voll des Lobes nach Liverpool-Gala

Quelle: Perform

Bei Abpfiff sprach die Statistik eine deutliche Sprache.
32 (!) zu vier Abschlüsse, 77 zu 17 Angriffe, vier zu null Tore. Der FC Liverpool war Galatasaray Istanbul offensiv in allen Belangen überlegen. Wie bereits im Hinspiel (0:1) starteten die Reds dominant - mit dem Unterschied, dass sie sich diesmal auch für ihre Bemühungen belohnten.
Dominik Szoboszlai, früher bei RB Leipzig in der Bundesliga aktiv, eröffnete den Torreigen für die Hausherren bereits in der sechsten Spielminute. Weil aber Mohamed Salah einen Strafstoß vergab (45.+4) und die Reds weitere aussichtsreiche Chancen ausließen, hieß es zur Halbzeit "nur" 1:0.
Zu wenig für den amtierenden englischen Meister, der folgerichtig nach der Halbzeit aufdrehte. Ein Doppelschlag von Ex-Frankfurter Hugo Ekitiké (53.) und Ryan Gravenberch (56.) stellte die Weichen auf Viertelfinaleinzug, Mohamed Salah traf nach feiner Vorarbeit von Florian Wirtz sehenswert zum 50. Mal in der Champions League (62.).
Es war eine Machtdemonstration einer zuvor viel gescholtenen Mannschaft, die es nun mit dem amtierenden Champions-League-Sieger zu tun bekommt.

Liverpool will Rache an PSG

"Wir hätten 10:0 gewinnen können", analysierte Torschütze Ekitiké die Kräfteverhältnisse anschließend treffend bei "TNT Sports". "Wir haben zwar ein paar Chancen vergeben, aber trotzdem gute Arbeit geleistet. Wir können heute Abend stolz auf uns sein und uns auf das Viertelfinale freuen."
In der Runde der letzten Acht trifft der Franzose dann schließlich auf alte Bekannte - für Liverpool geht es gegen Paris Saint-Germain, das in der letzten Saison den begehrten Henkelpott in die Höhe recken durfte.
Von Ehrfurcht oder gar Angst war in Liverpool nach dem überzeugenden 4:0-Erfolg gegen Galatasaray allerdings nichts spüren. Im Gegenteil, er könne es "kaum erwarten", dort hinzufahren, gab der 23-Jährige zu Protokoll.
Schließlich haben die Reds noch eine Rechnung mit den Franzosen offen. In der vergangenen Saison scheiterten Salah und Co. im Achtelfinale auf höchst dramatische Art und Weise im Elfmeterschießen an PSG.
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Ryan Gravenberch (l.) und Hugo Ekitiké (r.) vom FC Liverpool jubeln im Champions-League-Achtelfinale gegen Galatasaray

Fotocredit: Getty Images

Szoboszlai macht sich unentbehrlich

In diesem Jahr soll es anders kommen - und die Reds ihre Möglichkeiten besser nutzen. Schließlich machte Trainer Arne Slot die mangelnde Chancenverwertung als Hauptmanko seiner Mannschaft in dieser Saison aus: "Das ist die einzige Sache, die ich verbessern würde. Wir werden nicht immer so viele Chancen wie heute bekommen."
Das Ass im Ärmel könnte dann einmal mehr Dominik Szoboszlai sein. Der Ungar - gegen Galatasaray nicht nur aufgrund seines schönen Treffers völlig zurecht als "Man of the Match" ausgezeichnet - ist Herz und Kopf eines Liverpooler Ensembles, das seit Beginn der Saison nach seiner Konstanz sucht.
"Mir ist es nicht wichtig, wann oder wie ich treffe", sagte Szoboszlai anschließend bescheiden zu "TNT Sports": "Ich will nur mein Bestmögliches für das Team geben, sodass wir erfolgreich sind. Wenn es in so einem Spiel passiert, ist das umso schöner."
Er und auch Nationalspieler Florian Wirtz, der das 4:0 durch Salah sehenswert per Hacke vorbereitete, werden sich schon bald erneut beweisen müssen.
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Senegal wird Titel aberkannt: Die Chronolgie des Final-Chaos

Quelle: Perform


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