Jamal Musiala arbeitet an seinem Comeback für den FC Bayern München: Luxus-Problem für Trainer Vincent Kompany?

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Während sich der FC Bayern auf den Champions-League-Kracher beim FC Arsenal vorbereitet, schuftet Jamal Musiala in München für sein Comeback. Der Plan sieht vor, dass der 22-Jährige im Dezember ins Mannschaftstraining zurückkehrt und 2025 noch Einsatzminuten sammelt. Was bedeutet das für das Gefüge in der Bayern-Offensive? Bekommt Trainer Vincent Kompany gar ein "Musiala-Problem"?

Kompany bremst Euphorie um Karl und Bischof: "Objektiv bleiben"

Quelle: Perform

Erst Paris, jetzt London - der FC Bayern "entflieht" dem Bundesliga-Alltag zum zweiten Mal im November für ein Duell auf allerhöchstem internationalen Terrain beim FC Arsenal (Mi., 21:00 Uhr im Liveticker).
Erneut spielt tabellarisch die Eins gegen die Zwei in der Ligaphase der Champions League und wieder wird ein Spektakel erwartet. Nach allem, was beide Mannschaften in dieser Saison aufs Parkett legen, absolut berechtigt. "Arsenal gegen Bayern - etwas Besseres hat der Fußball derzeit nicht zu bieten", sagte Gunners-Legende Thierry Henry.
Die Münchner reisen mit der Empfehlung von 62 Treffern in 17 Pflichtspielen ins Emirates Stadium - 3,64 Tore pro Spiel. Und das, obwohl mit Jamal Musiala weiterhin der Spieler fehlt, der die Offensive der Bayern in den drei Jahren zuvor maßgeblich prägte. In 125 Spielen zwischen 2022 und 2025 sammelte er 71 Scorerpunkte.
Seine Kollegen sind seit Monaten als Super-Bayern unterwegs, währenddessen sich Musiala für eine Rückkehr in die Mannschaft quält. Er macht täglich Fortschritte, der Zeitplan sieht Kurzeinsätze noch in diesem Jahr vor.

Lahm warnt vor Musiala-Rückkehr

Je näher das Comeback rückt, desto mehr rückt auch Musiala wieder in den Fokus verknüpft mit der Frage, wie sich das Gefüge im Offensivspiel dann verändert.
Philipp Lahm warf in seiner "ZEIT"-Kolumne einen kritischen Blick darauf. "Interessant wird es, wenn Jamal Musiala genesen zurückkehrt. Die Mannschaft steht, ohne dass er daran beteiligt gewesen wäre, und sie spielt exzellent. Im Augenblick ist alles auf Kane ausgerichtet, er dankt es mit Toren. Musiala ist ein großes Talent, ein Spieler mit eigenem Profil. Aber wird es gelingen, ihn mit Gewinn einzufügen, oder wird dies die Klarheit der Bayern schwächen? Eine Mannschaft ist bekanntlich nur erfolgreich, wenn sie mehr ist als die Summe ihrer einzelnen Teile", schrieb der langjährige Kapitän des FC Bayern.
Trainer Vincent Kompany ist es ohne jeden Zweifel gelungen, das Musiala-Vakuum mit Leben zu füllen. Der schon vergessene Serge Gnabry ist in Dauer-Topform, Luis Diáz hat als Neuzugang eingeschlagen, Michael Olise gilt bereits als kommender Superstar. Dazu hat sich Harry Kane im Herbst seiner Karriere noch einmal neu erfunden und mit Lennart Karl drängt das Mega-Talent mit Nachdruck auf immer mehr Einsatzminuten.
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Geballte Offensivpower für den FC Bayern: Jamal Musiala (l.) und Lennart Karl

Fotocredit: Getty Images

Konkurrenzkampf noch intensiver, Potenzial noch größer

Kriegen die Bayern, kriegt Kompany also wahrhaftig ein Problem mit Musiala? Die Antwort ist eindeutig: nein! Zum einen bringt Musiala eine Fähigkeit mit, mit der er den FC Bayern in den letzten Jahren vor allem in schwierigen Phasen oft gerettet hat.
Er kann aus dem Nichts Spiele entscheiden - mit einer genialen Idee, einem Pass, einem Solo, einem Torschuss. Nicht viele Spieler in der Bundesliga schießen den Ball so unhaltbar ins Eck wie Musiala kurz vor Schluss beim Meisterfinale 2023 in Köln.
Andererseits kann ein Kader, der für drei Wettbewerbe konzipiert wurde und den Ansprüchen des FC Bayern gerecht werden soll, nie zu viel Qualität haben. Spätestens im April und Mai 2026, wenn die Preise verteilt werden und sich vor allem in der Champions League die Spreu vom Weizen trennt, sind die Münchner auf jeden einzelnen Spieler angewiesen und Musiala kann dann - wie Kane, wie Olise, wie Karl - zum X-Faktor werden.
Der Konkurrenzkampf bei Bayern wird durch Musialas Rückkehr noch intensiver und das Potenzial im Angriff noch deutlich größer. Kompany rotiert auch ohne Musiala schon kräftig durch und mit dem 22-Jährigen werden die Bayern noch unberechenbarer.

Musiala braucht Verschnaufspausen

Musiala wird mit seinen herausragenden Fähigkeiten immer seinen Platz finden - und sei es auch mal nur für 30 oder 45 Minuten. Angesichts seiner Verletzungshistorie ist er auf mehr Erholungsphasen angewiesen, auch im Hinblick auf die WM 2026.
Die Integration von Musiala in die funktionierende Bayern-Mannschaft stellt Kompany durchaus vor eine Herausforderung. Musiala muss sich erst über Kurzeinsätze empfehlen. Aber dieser "Zwang", sich zu beweisen, wird den Münchnern und auch Musiala guttun.
Der FC Bayern ist mit Jamal Musiala noch eine ganze Ecke besser aufgestellt.
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Quelle: Perform


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