José Mourinho irritiert mit Aussage zu Eklat um Vinícius nach mutmaßlichem Rassismus-Vorfall - "In jedem Stadion"
Publiziert 18/02/2026 um 10:25 GMT+1 Uhr
Im Play-off-Hinspiel der UEFA Champions League zwischen Benfica und Real Madrid (0:1) ist es zu einem Eklat um Vinícius Júnior gekommen. Nach mutmaßlichen rassistischen Beleidigungen gegen den Brasilianer übte Benfica-Coach José Mourinho überraschend auch Kritik am Real-Star selbst. "Wenn man ein Tor wie dieses schießt, sollte man auf respektvolle Weise feiern", sagte der Portugiese.
Arbeloa: "Stehen hinter Vini" nach Rassismus-Eklat
Quelle: Perform
Anschließend legte Mourinho gegenüber "Amazon Prime Video" mit Blick auf Vinícius nach: "Irgendetwas stimmt nicht, denn es passiert in jedem Stadion. In einem Stadion, in dem Vinícius spielt, passiert immer etwas."
Der Brasilianer hatte nach seinem Treffer in der 50. Minute an der Eckfahne getanzt, woraufhin es zu einer Auseinandersetzung mit Gianluca Prestianni kam. Schiedsrichter François Letexier unterbrach die Partie für rund zehn Minuten. Das vom Unparteiischen gezeigte Zeichen deutete laut Ex-Bundesliga-Referee Lutz Wagner "eindeutig auf einen rassistischen Vorfall" hin.
Vinícius selbst reagierte in den sozialen Medien deutlich: "Rassisten sind vor allem Feiglinge. Sie müssen sich das Hemd über den Mund ziehen, um zu zeigen, wie schwach sie sind." Nichts von dem, was geschehen sei, sei neu für ihn oder seine Familie.
Auch Kylian Mbappé stellte sich demonstrativ hinter seinen Teamkollegen. Der Franzose warf Prestianni vor, Vinícius "fünfmal als Affen bezeichnet" zu haben. "Wir können nicht akzeptieren, dass sich ein Spieler in Europas wichtigstem Wettbewerb so verhält", sagte Mbappé und forderte ein hartes Eingreifen der UEFA.
Mourinho: "Glaube weder dem einen noch dem anderen"
Mourinho erklärte zudem: "Ich habe zwei völlig unterschiedliche Dinge gesehen. Ich will unabhängig bleiben und das nicht weiter kommentieren. Ich habe ihm (Vinícius) genau das gesagt."
"Ich habe ihm gesagt: Wenn du so ein Tor schießt, feierst du einfach und gehst zurück. Als er über Rassismus diskutierte, habe ich ihm gesagt, dass die größte Persönlichkeit in der Geschichte dieses Vereins (Eusebio) schwarz war."
Der Erfolgstrainer stellte sich jedoch auch nicht hinter Benifca-Spieler Prestianni. Vielmehr unterstrich Mourinho seine Unabhängigkeit. Benfica sei "alles andere als rassistisch. Falls in seinem Kopf irgendetwas in dieser Richtung war – hier bei Benfica. Sie (Vinícius und Prestianni) haben mir unterschiedliche Dinge erzählt. Aber ich glaube weder dem einen noch dem anderen. Ich möchte unabhängig bleiben."
Der brasilianische Verband CBF bekundete ebenfalls Solidarität. "Rassismus ist ein Verbrechen. Vini, du bist nicht allein", hieß es in einem Statement.
Während sportlich noch das Rückspiel in Madrid ansteht, dürfte der Vorfall nun auch die Disziplinarinstanzen beschäftigen.
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Mourinho zu Platzverweis: "Nur die Wahrheit gesagt"
Quelle: Perform
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