Robert Lewandowski bringt den FC Barcelona in eine Zwickmühle - wie sieht die Zukunft des Polen bei Barca aus?
Update 01/10/2025 um 12:39 GMT+2 Uhr
Der FC Barcelona schwebt in La Liga auf Fußball-Wolke sieben: Am Montagabend eroberte die Blaugrana durch den knappen Sieg über Real Sociedad (2:1) die Tabellenführung von Real Madrid, in den ersten acht Pflichtspielen präsentierte sich Barça in Topform. Großen Anteil an dieser Momentaufnahme hat Robert Lewandowski: Der Superstürmer wandelt unter Legenden - und bringt den Klub in eine Zwickmühle.
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Quelle: Perform
In der 84. Minute zeigte schließlich selbst ein Robert Lewandowski menschliche Züge.
Aus knapp fünf Metern setzte der Barça-Stürmer den Ball nach Vorabeit von Ferran Torres an die Unterkante der Latte, den rund 50.000 Fans im Olimpic Lluis Companys blieb ein weiterer Torjubel verwehrt.
Zum Verhängnis wurde diese Szene dem FC Barcelona nicht, dafür hatte Lewandowski bereits eine halbe Stunde zuvor gesorgt: In der 59. Minute veredelte der Pole eine Flanke von Wunderkind Lamine Yamal und markierte den 2:1-Endstand gegen Real Sociedad. Alltag für Lewandowski, der die Katalanen mit seiner Konstanz vor ein Problem stellt.
Angesichts seiner 37 Jahre zeigt sich Barça nämlich auf dem Transfermarkt äußerst umtriebig und nimmt bereits potenzielle Nachfolger ins Visier. Der ewige Jungspund aus Polen zeigt der Zukunftsplanung jedoch die lange Nase.
Lewandowski wie einst Neymar - nur schneller
Im Heimspiel gegen Real Sociedad erzielte Lewandowski seinen 105. Treffer im 154 Pflichtspiel für die Blaugrana.
Ein Meilenstein, der ihm in Spanien so manche Lobeshymne bescherte. "Lewandowski ist schon eine Legende", schrieb beispielsweise die "Mundo Deportivo".
Unbegründet ist der Ritterschlag nicht, immerhin wandelt der polnische Superstürmer bereits unter den Granden des Klubs. Durch die Nummer 105 stieß Lewandowski in die Top 20 der Vereinsgeschichte vor und zog mit einem gewissen Neymar gleich.
Kurios: Der ehemalige Bayern-Stürmer erreichte diese Marke deutlich schneller als Neymar, der zwischen 2013 und 2017 immerhin 186 Partien dafür benötigte - und sich in jener Periode in seiner absoluten Prime befand. Dem zweimaligen Weltfußballer Lewandowski wird hingegen seit geraumer Zeit nachgesagt, seinen Zenit überschritten zu haben.
Ein weiteres Beispiel gefällig? Pro Pflichtspiel kommt Lewandowski auf 0,68 Tore und damit auf die exakt selbe Quote wie der nur ein Jahr ältere Luis Suárez (195 Tore in 283 Spielen), der zwischen 2014 und 2020 in Katalonien kickte.
Hält Lewandowski seinen Schnitt bei, würde der Champions-League-Sieger von 2020 sogar bis in die Top 10 vorstoßen und auf dem Weg dorthin Legenden wie Hristo Stoichkov (117), Patrick Kluivert (122), Rivaldo (130) oder Samuel Eto'o (130) hinter sich lassen.
Lewandowski: Verlängerung wohl kein THema
Eine Situation, nach der sich viele Klubs die Finger lecken würden. Doch der FC Barcelona wittert bereits früh die drohende Gefahr.
Der Vertrag von Lewandowski, der in der laufenden Saison auf vier Tore in sechs Spielen kommt, läuft im Juni 2026 aus, der Verein besitzt eine Option zur Verlängerung bis 2027. Laut einem Bericht der spanischen "Sport" aus dem Frühsommer soll diese jedoch nicht gezogen werden.
Vielmehr rückten in den vergangenen Wochen drei prominente Namen in den Fokus.
Atlético-Superstürmer Julián Álvarez, der Real Madrid beim jüngsten 5:2-Triumph mit einem Doppelpack versenkte, Dusan Vlahovic, der bei Juventus Turin eine Wiedergeburt erlebte, und Serhou Guirassy von Borussia Dortmund.
Letzterer avancierte in der vergangenen Saison mit 13 Treffern zum Torschützenkönig der Champions League und soll laut einem Bericht der "Bild" bei Barça-Trainer Hansi Flick hoch im Kurs stehen.
Álvarez, Vlahovic oder doch noch Lewandowski?
Doch die Weltklasse, welche Lewandowski weiterhin auf den Platz bringt, und seine Erfahrung, die dem blutjungen Kader rund um Yamal, Gavi und Pedri zugutekommt, lässt sich nicht einfach ersetzen.
Eine Parallel-Lösung ist mit Blick auf die prekäre Finanzlage von Barça nicht stemmbar. Lewandowski zählt mit einem Jahresgehalt von 33 Millionen Euro zu den absoluten Topverdienern und müsste im Falle eines Neuzugangs von der Lohnliste erst einmal gestrichen werden.
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Robert Lewandowski ist beim FC Barcelona zurzeit nicht zu ersetzen
Fotocredit: Getty Images
Darüber hinaus würde sich der FCB mit zwei Weltklassestürmern für eine Position nur ein unnötiges Problem für das Mannschaftsklima einbrocken.
Und so steckt der fünfmalige Champions-League-Sieger in der Zwickmühle: Wird im Sommer 2026 der nächste große Fisch an Land gezogen oder darf Lewandowski sein südspanisches Märchen zumindest für ein weiteres Jahr fortsetzen?
Letzterer kann am Mittwochabend beim CL-Kracher gegen Titelverteidiger Paris Saint-Germain (ab 21:00 Uhr im Liveticker) jedenfalls weiter Pluspunkte sammeln - und dem Alter die lange Nase zeigen.
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