Pro und Contra: FC Bayern oder PSG - wer zieht in das Champions-League-Finale ein? Zwei Redakteure, zwei Meinungen

Heute steht das Halbfinal-Hinspiel der UEFA Champions League zwischen Titelverteidiger Paris Saint-Germain und dem FC Bayern München auf dem Programm - viel größer wird es im Spitzenfußball nicht mehr. Wenn zwei europäische Schwergewichte aufeinandertreffen, scheiden sich aber nur zu oft die Geister: Wer schafft den Sprung ins Finale? Ein Pro und Contra zu PSG - FCB aus der Eurosport-Redaktion.

Bayerns Seele? Enrique zählt einfach alle Spieler auf

Quelle: Perform

Ein Halbfinale, zwei Spiele - und nur ein Ticket: Am Dienstag empfängt Paris Saint-Germain den FC Bayern München im Parc des Princes zum Halbfinal-Hinspiel der Champions League (ab 21:00 Uhr im Liveticker).
Scheinbar unaufhaltsam marschieren die Bayern dem dritten Triple der Vereinsgeschichte entgegen: Die Offensive des deutschen Rekordmeisters löst seit Monaten auch die kniffligsten Rätsel, gegen das aggressive Pressing des FCB ließ sich noch kein effektives Mittel finden.
PSG schickt sich nun dazu an, die Münchner aufzuhalten. An die Strahlkraft der vergangenen Saison kommt der Titelverteidiger nicht ganz heran, in den entscheidenden Momenten war Paris in der Rückrunde jedoch unschlagbar.
Wer setzt sich im Halbfinale durch und zieht ins Endspiel von Budapest ein? Zwei Meinungen aus der Eurosport-Redaktion.

Darum kommt der FC Bayern gegen PSG weiter

von Thomas Gaber
Ich beginne mit einer Plattitüde: Die Bayern sind einfach dran! 43 Siege in 49 Pflichtspielen, davon elf von zwölf in der Champions League. 167 erzielte Tore, das sind 3,4 pro Spiel. Keine andere Mannschaft in Europa zeigt in dieser Saison so konstant Offensivfußball in Reinkultur und keine andere Mannschaft geht auch gegen die besten Gegner so viel Risiko.
Das hat sich bislang ausgezahlt und wird es auch gegen PSG, weil die Bayern den entscheidenden Tick mehr Galligkeit haben, um wieder mal ein CL-Finale zu erreichen.
Ihre Mentalität und ihr Glaube, jederzeit Tore machen und Spiele drehen zu können, unterscheidet sie von den Bayern-Teams früherer Jahren.
Paris ist stärker als Real Madrid, aber genau diese Herausforderungen lieben die Bayern in dieser Saison. Je stärker der Gegner, desto besser. Ihre Mentalität und ihr Glaube, jederzeit Tore machen und Spiele drehen zu können, unterscheidet sie von den Bayern-Teams früherer Jahren.
Das magische Dreieck aus Luis Díaz, Michael Olise und Harry Kane ist seit Wochen in Topform. Auch Jamal Musiala ist bereit und kann auf diesem Niveau jederzeit den Unterschied machen.
Ich erwarte zwei hochklassige, enge Spiele, die für PSG das Ende ihrer Mission Titelverteidigung bedeuten werden.
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Kompany vor PSG selbstbewusst: "Wir wollen dieses Spiel"

Quelle: Perform

FC Bayern: PSG macht's besser als Real

von Christoph Niederkofler
Kurz und knapp: Paris wird nach 180 Minuten um eine Nasenlänge vorn sein. Ich rechne mit einem spektakulären Schlagabtausch wie gegen Real Madrid. Mit einem entscheidenden Unterschied.
Zwar werden sich die Bayern mit ihrer offensiven und riskanten Herangehensweise immer wieder gefährliche Chancen erarbeiten, in der Defensive steht der deutsche Rekordmeister aber vor einem noch größeren Problem als gegen die Königlichen.
Mit Weltfußballer Ousmane Dembélé, Désire Doué und Khvicha Kvaratskhelia steht den Bayern eine Offensive gegenüber, die sich im Gegensatz zu den egoistischen Real-Stars Kylian Mbappé und Vinícius Júnior nicht gegenseitig im Weg steht, sondern an einem Strang zieht.
Wenn das PSG-Trio gemeinsam mit dem bockstarken Mittelfeld um Vitinha und João Neves in die gegnerische Hälfte vorstößt, werden Dayot Upamecano und Co. gehörig ins Schwitzen geraten.
Das Viertelfinale offenbarte die defensive Anfälligkeit der Bayern gegen schnelle Stürmer - und Real reichten für diese Erkenntnisse zwei Weltstars, die nur zu oft auf sich allein gestellt waren.
Wenn das PSG-Trio gemeinsam mit dem bärenstarken Mittelfeld um Vitinha und João Neves in die gegnerische Hälfte vorstößt, werden Dayot Upamecano und Co. umso mehr ins Schwitzen geraten.
PSG mag zwar nicht an die Zahlen des des deutschen Rekordmeisters herankommen, in der Champions League entscheidet aber vor allem das Momentum - und der Titelverteidiger weiß es in den entscheidenden Momenten auf seine Seite zu ziehen. Die Kaltschnäuzigkeit und offensive Power aus dem Achtelfinale gegen Chelsea (5:2/3:0) und Viertelfinale gegen Liverpool (2:0/2:0) sollten den Bayern Warnung genug sein.
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PSG? Upamecano: "Bin beim besten Verein der Welt"

Quelle: Perform


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