Confed Cup: Mexiko dreht hitzige Partie gegen Neuseeland

Dank einer starken zweiten Hälfte hat Mexikos Nationalmannschaft ihren ersten Sieg beim Confed Cup gefeiert und Kurs auf das Halbfinale genommen. Ohne den Leverkusener Stürmer Javier "Chicharito" Hernandez kam "El Tri" gegen Ozeanienmeister Neuseeland nach 0:1-Rückstand noch zu einem 2:1 (0:1) und übernahm in der Gruppe A die Tabellenführung vor dem punktgleichen Europameister Portugal.

Mexico's forward Raul Jimenez (L) celebrates with Mexico's forward Marco Fabian

Fotocredit: Getty Images

Die Lehren:

Ganz offensichtlich hat Mexikos Trainer Juan Carlos Osorio die Neuseeländer unterschätzt - anders ist die Aufstellung mit acht Neuen in der Startelf nicht zu erklären. Dass so nicht alles rund läuft ist klar und zeigte sich auch in der ersten Halbzeit, als die Ozeanier zunächst vor allem über Standards, dann auch aus dem Spiel heraus zu Chancen kamen und folgerichtig in der 42. Minute durch Chris Wood in Führung gingen, wohingegen Mexiko bis zur Pause keinen Schuss aufs Tor absetzen konnte.
Das änderte sich aber mit Beginn der zweiten Halbzeit. Mit einer ganz anderen Einstellung kamen die Mittelamerikaner aus der Kabine. Druckvolle Angriffe und individuelle Klasse waren dann zwischenzeitlich eine Nummer zu groß für den Gegner. Raúl Jiménez (54.) und Oribe Peralta (72.) sorgten für die mexikanische Führung. Neuseeland erarbeitete sich aber mit fortschreitender Spielzeit nach Ausgleich und Rückstand immer wieder Chancen erarbeitete, wie etwa den Schuss ans Lattenkreuz durch Ryan Thomas.
In der Schlussphase sorgte eine Rudelbildung, an der sich nahezu alle Feldspieler beteiligten, für Unruhe, bei der der afrikanische Schiedsrichter Gassama die Übersicht verlor. Mithilfe des Videobeweises konnte aber wieder für Ordnung gesorgt werden. Nach neun Minuten Nachspielzeit war Neuseelands Niederlage trotz Führung und ansprechender Leistung dann besiegelt.
Mexiko ist mit dem Dreier wieder im Rennen um den Gruppensieg, Neuseeland hingegen hat nach nun zwei Niederlagen keine Chance mehr aufs Weiterkommen.

Das fiel auf: Über außen

Über die gesamte Spielzeit, vor allem aber in der zweiten Halbzeit, fehlte Neuseeland der Zugriff auf die schnellen mexikanischen Flügelspieler Jürgen Damm und Javier Aquino. Die beiden waren dann auch Ausgangspunkt nahezu jedes Angriffs.

Der Tweet des Spiels:

Ja, bei der Rudelbildung hatte Schiedsrichter Gassama die Übersicht verloren. Aber bis dahin machte der junge Afrikaner eine gute, unaufgeregte Figur. Außerdem konnte der Videoschiedsrichter das Problem später auflösen.

Die Statistik: 6

Es war der sechste Vergleich zwischen Mexiko und Neuseeland. Zum sechsten Mal siegten die Mittelamerikaner. Aber so nah wie dieses Mal waren die "Kiwis" noch nicht an einem Punktgewinn.
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