Freiburg und Mainz überzeugen im Europapokal und Conference League - Ginter und Fischer warnen vor Rückspielen

Der SC Freiburg und Mainz 05 stehen nach starken Viertelfinal-Hinspielen dicht vor dem Halbfinale: Freiburg gewann in der Europa League klar gegen Celta Vigo, Mainz setzte sich in der Conference League gegen Racing Straßburg durch. Doch Matthias Ginter und Urs Fischer bremsen die Euphorie. "Erst Halbzeit", mahnen beide vor den Rückspielen und machen klar, dass der letzte Schritt noch bevorsteht.

Fischer trotz Mainz-Sieg im Viertelfinale: "Noch nichts gewonnen"

Quelle: Perform

Beim SC Freiburg dröhnte nur kurz Partymusik aus der Kabine, auch in Mainz herrschte noch eher verhaltene Feierstimmung: Die deutschen Bundesligisten verfielen trotz ihrer Heldentaten im Europapokal noch keineswegs in Euphorie.
Zwar ist das erste europäische Halbfinale für beide nach herausragenden Hinspiel-Ergebnissen zum Greifen nah, doch es sei eben "erst Halbzeit", mahnten Freiburgs Abwehrchef Matthias Ginter und der Mainzer Trainer Urs Fischer wortgleich.
Vor den Rückspielen am Donnerstag bei Celta Vigo (18:45 Uhr im Liveticker) und Racing Straßburg (21:00 Uhr im Liveticker) ging der Fokus zunächst auf das direkte Duell der europäischen Himmelsstürmer.
"Wir haben das Glück, dass Mainz auch noch drin ist. Das ist schön für den deutschen Fußball", sagte SC-Mittelfeldspieler Maximilian Eggestein: "Die werden auch schwere Beine haben und dann schauen wir mal, wer damit besser umgehen kann." Die Belastung zähle entsprechend nicht als "Ausrede" am Sonntag (19:30 Uhr im Liveticker).

Schuster mahnt nach Freiburg-Gala

In Europa ist diese ohnehin nicht zu spüren, die Freiburger erlebten beim 3:0 (2:0) gegen Vigo im Viertelfinale der Europa League eine magische Nacht. "Es war ein perfekter Abend", schwärmte Rechtsverteidiger Philipp Treu nach den Treffern von Vincenzo Grifo (10.), Jan-Niklas Beste (32.) und Matthias Ginter (78.).
Doch dies sei nur "ein erster Schritt, nicht mehr und nicht weniger. Wir haben 90 Minuten gespielt. Der Fußball hat schon oft gezeigt, was passieren kann", warnte Julian Schuster.

Matanovic mit klarer Ansage

Auch wenn Freiburg den Gegner im ersten Aufeinandertreffen auch dank eines herausragenden Ginter erdrückt habe, werde das Rückspiel im engen Estadio Balaídos "sehr tricky", so der Trainer.
Man dürfe trotz der "herausragenden Ausgangslage" nicht in den Verwaltungsmodus schalten, führte Angreifer Igor Matanovic aus: "Dort geht es von Null los und wir wollen gewinnen. Wir wollen uns nicht hinten reinstellen und Angsthasenfußball spielen. Wir wollen aggressiv und mutig spielen."

Mainz muss wachsam bleiben

Ähnlich sehen es die Mainzer nach ihrem 2:0 (2:0) im Viertelfinale der Conference League gegen Straßburg. "Die Ausgangslage ist nicht schlecht, aber es ist noch nichts gewonnen. Es wird ein ganz schwieriges Rückspiel", betonte Fischer.
Die Sinne bleiben trotz der beiden Traumtore durch Kaishu Sano (11.) und Stefan Posch (19.) geschärft. Bei einem Gegentor im Rückspiel brenne es schon "lichterloh", mahnte Sportdirektor Niko Bungert, "wir müssen nochmal 90 Minuten durchs Feuer gehen."

Mainz träumt, Freiburg ist bereit

Der Glaube an den ganz großen Coup sei bereits da. "Wenn man da steht, wo wir jetzt stehen, wäre es schlecht, wenn man nicht von etwas Großem träumt", sagte Paul Nebel. Doch zuerst wartet eben die Liga-Pflicht mit dem Heimspiel gegen Freiburg. "Wir haben einen guten Lauf, eine gute Mannschaft und sehr viel Selbstvertrauen", so Danny da Costa optimistisch.
Doch auch die Breisgauer sind nach ihrem internationalen Coup bereit. "Wenn wir das wieder abrufen", frohlockte Matanovic, "können wir für jeden Gegner unangenehm sein". Auch für die Europa-Helden aus Mainz.
(SID)
picture

SotipptderBoss: Nächster Dämpfer für Hoffenheim

Quelle: Eurosport


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung