Conference League: Oliver Glasner feiert Sieg im Finale mit Crystal Palace mit seinem "Signature Move"

Oliver Glasner legte einen kräftigen Sprint hin, rutschte auf dem Bauch durch das Spalier seiner Europapokal-Helden und feierte zum Abschied ausgelassen seinen nächsten Titelgewinn mit Crystal Palace. "Ein fantastischer Abend", sagte Glasner nach seinem "Diver" und dem 1:0 (0:0) im Finale der Conference League gegen Rayo Vallecano. 120 Jahre blieb Palace ohne Titel, unter Glasner änderte sich das.

Oliver Glasner feiert den Gewinn der Conference League mit seinem Team Crystal Palace

Fotocredit: Getty Images

Als der Moment des Abschieds gekommen war, kannte Oliver Glasner nur noch ein letztes Ziel. "Jetzt kann ich wirklich loslassen, und das werde ich heute mit den Spielern tun", sagte der Teammanager nach seinem dritten und letzten Titelgewinn mit Crystal Palace. Den Gewinn der Conference League wollte der Österreicher feuchtfröhlich feiern - und dann "fliege ich morgen mit einem kleinen Kater zurück nach London".
Den 1:0 (0:0)-Finalsieg in Leipzig gegen den spanischen Gegner Rayo Vallecano hatte Glasner schon auf dem Rasen mit einem "Diver" ausgiebig zelebriert. Der 51-Jährige legte einen kräftigen Sprint hin, rutschte auf dem Bauch durch das Spalier seiner Europapokal-Helden - und damit gewisserweise hinein ins nächste Kapitel.
Wohin es Glasner nach knapp zweieinhalb Jahren, 121 Spielen und drei Trophäen auf der Insel zieht, ist offen. Doch der Mann, der Eintracht Frankfurt 2022 sensationell zum Europa-League-Sieg geführt hatte, sieht sich wohl zu größeren Aufgaben berufen.
Palace brachte er seit seiner Übernahme im Februar 2024 nicht nur Erfolg, Glasner, der bei vorherigen Klubs durch seine gradlinige Art mitunter auch angeeckt war, änderte gar grundlegend die DNA des Klubs, der zuvor regelmäßig gegen den Abstieg gekämpft hatte. "Der Unterschied, den er gemacht hat, ist unglaublich", sagte Stammspieler Adam Wharton bei TNT Sports: "Er muss einer der besten Trainer sein, die Palace je hatte."

Glasner krönt die erfolgreichste Zeit der Eagles

Ein Denkmal bei den Eagles war Glasner schon vor dem Triumph am Mittwochabend durch das Tor des ehemaligen Mainzers Jean-Philippe Mateta (51.) sicher gewesen. Mit dem FA Cup 2024/25 und dem Community Shield in dieser Saison sammelte der 1905 gegründete Klub die ersten großen Pokale. Nun krönte Glasner die Entwicklung mit dem ersten Europapokalsieg.
Schon im Januar hatte der ehemalige Frankfurter und Wolfsburger jedoch angekündigt, dass seine Zeit bei Palace im Sommer enden werde. In Leipzig äußerte er sich emotional.
Er könne "aktuell nicht glauben", dass es sein letztes Spiel gewesen sei: "Aber ich habe die Entscheidung getroffen - und diese Entscheidung bildet dieses Kapitel ab. Ein gutes Kapitel in den Geschichtsbüchern von Crystal Palace." Und das ist noch untertrieben.

Wo führt Glasners Weg hin?

Bereits 2024 soll etwa der FC Bayern an Glasner interessiert gewesen sein, bevor Vincent Kompany kam. Bei Bayer Leverkusen steht er als Nachfolger von Kasper Hjulmand für den Sommer auf dem Zettel. Dass er nun zu einem größeren Verein wechselt, scheint möglich.
"Ich habe noch nicht einmal an irgendetwas nach morgen gedacht", versicherte Glasner aber. Es sei nun erst einmal "Zeit, zur Ruhe zu kommen und zu meiner Familie zurückzukehren. Alles, was ich heute sage, wird morgen falsch sein."
Einen Plan hegt Glasner aber schon länger: Er wolle, hatte er im April bereits angekündigt, seine Wohnung in London am liebsten "mit einer großen Party" räumen. Einen guten Grund dafür hat er sich selbst geliefert.
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(SID)
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Quelle: Perform


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