Copa Amércia: Lionel Messi ist an allen Toren Argentiniens beteiligt, trifft selbst aber nicht

Bei sechs Treffern irgendwie die Füße im Spiel, aber am Ende doch torlos: Argentiniens Superstar Lionel Messi musste sich selbst nach einem 6:1 (2:1) im Halbfinale der Copa América gegen Paraguay rechtfertigen. "Meine Tore oder die der anderen", das sei doch egal, antwortete der Top-Goalgetter von Champions-League-Sieger FC Barcelona genervt auf seine Ladehemmung angesprochen.

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Auch ohne Treffer von "La Pulga", dem Fußballfloh, zog der Vize-Weltmeister erneut in ein Finale ein, will gegen Gastgeber Chile auf den Tag genau 22 Jahre nach dem letzten Copa-América-Triumph seinen Titelfluch bei großen Turnieren beenden und mit Rekord-Champion Uruguay (15 Triumphe) gleichziehen.
Vielleicht sogar mit einem Messi-Tor. "Hoffentlich. Wenn Gott will", ergänzte der 28-Jährige fast flehentlich. Bei den letzten neun Turnierspielen, inklusive WM 2014, traf der viermalige Weltfußballer nur einmal ins gegnerische Tor, per Elfmeter beim 2:2 zum Copa-Gruppenauftakt gegen Chile.
Gar schon insgesamt 960 Minuten währt die Flaute bei Treffern aus Spielzügen. Und dennoch war Messi mit seinen Tricks und Pässen im Estádio Collao von Concepción auffälligster Spieler auf dem Platz.
Messi an allen Toren Argentiniens beteiligt
"Heute sind uns alle Tore auf einem Schlag gelungen", äußerte der Gaucho-Kapitän, in 102 Länderspielen 46-mal treffsicher. Weil er den "Sixpack" entscheidend mitschnürte. Bei den Toren von Marcos Rojo (15.), Javier Pastore (27.) und Gonzalo Higuaín (83.) leistete er direkt die Vorarbeit, vor dem Doppelpack von Angel Di María (47./53.) und Sergio Agüeros Treffer (80.) war er auch im Verlauf des Spielzugs am Ball.
Für die gedemütigten Albirroja traf lediglich der Ex-Dortmunder Lucas Barrios (43.) zum zwischenzeitlichen 1:2. Dem Finalisten von 2011, damals vom heutigen Argentinien-Trainer Gerardo Martino gecoacht, bleibt mit den Bundesliga-Legionären Nelson Valdez (Frankfurt) und Raúl Bobadilla (Augsburg) immerhin noch das Spiel um Platz drei gegen Peru.
Derweil sehnt sich Messi, der das Copa-Finale 2007 gegen Brasilien und das WM-Endspiel im Vorjahr gegen Deutschland verloren hat, endlich nach der Krönung, um auch ein bisschen mehr aus dem Schatten des großen Diego Maradona zu treten. "Wir sind voller Zuversicht und heiß darauf zu gewinnen", tönte der Dribbelkünstler, der heute bei den Albiceleste das Trikot mit der symbolträchtigen Nummer 10 trägt.
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