So lief das Spiel:

Obwohl es im Spiel um Platz um nicht mehr viel ging, ließen beide Mannschaften von Beginn weg keine Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Begegnung aufkommen. Argentinien präsentierte sich gegen aggressiv anlaufenden Chilenen extrem spielfreudig und ging nach 12 Minuten dank Lionel Messis Geistesblitz in Führung. Der Argentinier führte einen Freistoß an der Mittellinie blitzschnell aus und überrumpelte damit die gesamte chilenische Hintermannschaft. Sturmpartner Sergio Aguero nahm den Pass auf, umkurvte Chiles Schlussmann Arias und schob unbedrängt zum 1:0 ein (12.).
Es dauerte gerade einmal zehn Minuten, ehe die Albiceleste den zweiten Treffer nachlegte. Paulo Dybala nahm ein scharfes Zuspiel dynamisch in den Strafraum mit und lupfte sehenswert über Arias hinweg zum 2:0 in die lange Ecke (22.).
Bundesliga
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Seinen unrühmlichen Höhepunkt fand die hitzig geführte Partie in der 37. Minute. Chile-Kapitän Gary Medel und Messi gerieten im Toraus aneinander und bekamen beide zu ihrem Entsetzen die Rote Karte gezeigt. Nach Ansicht der Bilder eine unverständliche Entscheidung des Schiedsrichters, da der Hauptimpuls klar von Medel ausging und Messi nur standhaft blieb. Auch der VAR hatte keinerlei Beanstandung, sodass beide Kapitäne vorzeitig zum Duschen in die Kabine mussten.

Messi und Medel

Fotocredit: Getty Images

Nach der Pause brachte Arturo Vidal die Chilenen per Elfmeter nochmal heran (59.), bis auf einen harmlosen Abschluss von Eduardo Vargas (78.) hatte der Titelverteidiger der Copa América nicht mehr viel zu bieten. Argentinien spielte die Zeit gekonnt herunter und fährt mit der Bronzemedaille zurück in die Heimat. Das Finale zwischen Brasilien und dem Überraschungsteam Peru steigt am Sonntag um 22 Uhr im Maracana in Rio.

Die Stimmen:

Nicolas Otamendi (Argentinien): "Wir sind heute nochmal voll motiviert ins Spiel gegangen. Gegen einen solchen Gegner muss man von Anfang an wach sein, das haben wir geschafft."
Sergio Agüero (Argentinien): "Leo (Messi) und ich haben uns kurz angesehen und dann kam schon sein perfekter Pass in den freien Raum. Zum Glück konnte ich auch das Tor machen."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Rassiges Duell

Dass es beiden Mannschaften um mehr als nur den dritten Platz ging, zeigte schon vor Anpfiff ein Blick auf die Mannschaftsaufstellungen, bei denen beide Trainer jeweils in Bestbesetzung auflaufen ließen. Von Anfang an war viel Feuer in der Partie, in Zweikämpfen wurde sich keineswegs geschont. So entwickelte sich eine unterhaltsame Partie mit zahlreicher spielerischen wie kämpferischen Elementen – für ein eigentlich bedeutungsloses Spiel keine Selbstverständlichkeit.

Die Statistik: 2

Lionel Messi kassierte gegen Chile den zweiten Platzverweis seiner Karriere. Die erste Rote Karte hatte sich der Argentinier bei seinem Länderspieldebüt 2005 gegen Ungarn eingehandelt.

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