FC Barcelona - FC Valencia | Valencia gewinnt Copa del Rey gegen Barça

Der FC Valencia hat den FC Barcelona im Finale der Copa del Rey 2:1 (2:0) besiegt und damit das Barça-Double verhindert. Kevin Gameiro (21.) und Rodrigo (33.) trafen für den Außenseiter, bei dem Marc-André ter Stegen nicht spielte. Lionel Messi gelang lediglich der Anschlusstreffer (73.). Für Valencia ist es der achte Pokal-Triumph, Barça verpasste den fünften Pokal-Sieg in Serie.

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So lief das Spiel:

Trotz eines dominanten Beginns seitens des FC Barcelona, das ohne Marc-André ter Stegen, Luis Suárez und Ousmane Dembélé auskommen musste, verbuchte der FC Valencia die erste große Gelegenheit des Spiels. Nach einer misslungenen Grätsche von Clément Lenglet hatte Stürmer Rodrigo Moreno freie Bahn, umkurvte Barça-Schlussmann Jasper Cillessen und schloss Richtung kurze Ecke ab. Der zurückgeeilte Gerard Piqué rettete heldenhaft auf Linie (5.).
Obwohl Barcelona das Spiel mit 78 Prozent Ballbesitz im ersten Durchgang optisch dominierte, leisteten sich die offensiv behäbigen Katalanen zahlreiche Abspielfehler und mussten nach 22 Minuten den ersten Gegentreffer schlucken. Gabriel Paulista eröffnete den Angriff mit einem traumhaften Pass in den Lauf von José Gayà. Ein Pass zu Angreifer Kevin Gameiro, der den heranstürmenden Jordi Alba elegant aussteigen ließ und das Leder aus 13 Metern trocken in die Maschen jagte (22.).
Valencia präsentierte sich vor dem Tor weiterhin enorm effizient und erhöhte nur elf Minuten später. Carlos Soler enteilte Alba auf dem rechten Flügel und bediente anschließend Rodrigo im Fünfer mit einer harten Flanke. Der musste nur noch den Kopf hinhalten – 2:0 (33.).
Ein behäbiges Barcelona blieb unterdessen offensiv vieles schuldig, ein Fernschuss von Lionel Messi blieb die beste Chance des Favoriten in Durchgang eins (45.+1).
Barcelona zeigte nach Wiederanpfiff die erwartete Reaktion und kam dem Anschlusstreffer nach 56 Minuten schon gefährlich nahe. Lionel Messi traf nach Doppelpass mit dem eingewechselten Malcom per Außenrist aber nur den Pfosten.
Barça erhöhte in der Folge stetig den Druck und belohnte sich folgerichtig mit dem mittlerweile überfälligen 1:2: Lenglet traf nach einer Ecke per Kopfball nur den Pfosten, Messi stand aber goldrichtig und staubte mühelos ins leere Tor ab (73.).
Barça warf in der Schlussphase nochmal alles nach vorne, kam gegen ein aufopferungsvoll kämpfendes Valencia zu keiner großen Ausgleichschance mehr. Nach dem Schlusspfiff brachen beim Außenseiter alle Dämme, der FC Barcelona musste nach vier Pokalsiegen in Serie die erste Finalniederlage seit 2014 hinnehmen.

Die Stimmen:

Gerard Piqué (FC Barcelona): "Ich bin zufrieden damit, wie die Mannschaft nach der Pause reagiert hat. Wenn man die Liga gewinnt, ist es immer ein gutes Jahr. Dennoch haben die letzten Wochen einen bitteren Beigeschmack für uns."
Dani Parejo (FC Valencia): "Der Klub verdient vielmehr solcher tollen Momente. Um den Leuten im Verein und den Fans zu danken, haben wir mit diesem Sieg heute Geschichte geschrieben."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Eine Hälfte zum Vergessen

Dass der FC Barcelona den fünften Titel in Serie verpasste, lag in erster Linie an einer völlig verpatzten ersten Hälfte. Mit Sergi Roberto als nominellem Rechtsaußen entwickelte Barça kaum Tempo über die Flügel und blieb mit enorm zentrumslastigem Spiel über 45 MInuten extrem leicht ausrechenbar. Hinzu gesellten sich zahlreiche ungewohnte Ballverluste, die den FC Valencia zu spielentscheidenden Kontern einluden.

Die Statistik: 300

Bei Barça feierte Jordi Alba ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein ein persönliches Jubiläum und absolvierte sein 300. Pflichtspiel für die Katalanen.
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