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Coppa: Florenz verliert gegen Juve
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Publiziert 07/04/2015 um 22:39 GMT+2 Uhr
Juventus Turin hat durch einen souveränen 3:0 (2:0)-Sieg beim AC Florenz von Mario Gomez das Finale der Coppa Italia erreicht. Gomez enttäuschte auf ganzer Linie und wurde nach 70. Spielminuten ausgewechselt. Die Tore für die Elf von Massimiliano Allegri erzielten Alessandro Matri (21. Minute), Roberto Pereyra (44.) und Leonardo Bonucci (59.).
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Die Lehren:
Von einem packenden Pokalfight konnte lediglich in der Anfangsviertelstunde die Rede sein. Florenz bemühte sich sichtbar, den Schwung aus dem 2:1-Hinspielcoup mitzunehmen und erarbeitete sich durch den quirligen Mohamed Salah einige Möglichkeiten.
Auf der Gegenseite schlug Juventus mit der ersten sich bietenden Torchance eiskalt zu und ließ die Gastgeber im Anschluss nie zurück ins Spiel finden.
Von einer kompakten Defensive dominiert, spulte die Mannschaft von Massimiliano Allegri ihr Programm herunter. Gegen äußerst biedere Hausherren, bei denen ein sehr unbeweglich wirkender Mario Gomez im Sturmzentrum zu keiner Zeit eine Rolle spielte, war kein fußballerischer Ausnahmetag notwendig, um den Einzug ins Finale der Coppa Italia perfekt zu machen.
Dort wird Juventus Turin auf den Sieger der zweiten Halbfinalpaarung SSC Neapel gegen Lazio Rom treffen.
Die Höhepunkte:
5. Salah tankt sich gegen die gesamte Turiner Defensive und bleibt auch vor dem Tor cool und schiebt zum 1:0 ein. Allerdings hat sich der quirlige Angreifer einen Schubser gegen Bonucci geleistet, so dass der Treffer nicht anerkannt wird - eine harte aber vertretbare Entscheidung.
10. Salah sorgt weiter für mächtig Wirbel. Seine Hereingabe wird von Chiellini abgewehrt, allerdings genau in die Füße von Alonso. Dieser zieht aus 25 Metern mit links ab - knappe zwei Meter über den Kasten.
15. Alonso mit dem nächsten Hammer. Vom linken Flügel versucht es der Linksaußen nicht etwa mit einer Flanke, sondern zieht direkt ab. Storari hat aufgepasst und lenkt die Kugel zur Ecke.
21. TOOOR für Juventus! Mit dem ersten gelungenen Angriff gehen die Gäste in Führung. Padoin flankt von der rechten Seite auf Matri. Dieser will direkt auf Pereyra ablegen, bekommt den abgeblockten Ball aber selbst zurück in den Lauf und schiebt problemlos aus sechs Metern zum 0:1 ein.
24. Um ein Haar hätte Juventus den Doppelpack perfekt gemacht. Eine eigentlich verunglückte Flanke kommt am zweiten Pfosten herunter. Sturaro wirft sich dort mit hohem Einsatz in den Ball, kann die Kugel aus drei Metern aber nicht mehr entscheidend drücken.
38. Nach dem fälligen Freistoß köpft Rodriguez aus sieben Metern zum 1:1 ein. Der Torjubel bleibt den Fans im Stadio Artemio Franchi allerdings im Hals stecken, denn die Fahne ist oben. Rodriguez stand hauchdünn im Abseits.
44. TOOOR für Juventus! Morata dribbelt mit dem Ball in den Strafraum, schlägt einen Haken nach rechts und versucht es mit der rechten Innenseite. Neto reagiert glänzend, doch gegen den Nachschuss von Pereyra ist der Torhüter machtlos. Die Gäste haben das Hinspielergebnis komplett gedreht.
52. Wir begrüßen auch Mario Gomez recht herzlich in diesem Halbfinale. Fernandez tankt sich auf der linken Seite bis zur Grundlinie durch. Auch der Querpass auf Gomez ist stark, der Sturmtank trifft aus acht Metern in halblinker Position jedoch nur das Außennetz.
59. TOOOR für Juventus! Fußball kann so einfach sein. Bei einem Eckball von der rechten Seite löst sich Bonucci im Zentrum aus dem Pulk und hämmert den Ball aus acht Metern zum 0:3 ins kurze Eck.
88. Platzverweis gegen Juventus! Was für eine denkbar unnötige Aktion. Morata tritt Diamanti einfach von hinten die Beine weg und sieht die Rote Karte. Damit wird der Spanier Juventus im Finale fehlen!
Der Knaller: Kaltschnäuzigkeit
Trotz der denkbar schlechten Ausgangsposition nach der 1:2-Heimniederlage trat Juventus Turin von der ersten Minute an im Stile einer echten Spitzenmannschaft auf. Dementsprechend fanden die ersten beiden Gelegenheiten im Gegensatz zur Fiorentina auch direkt den Weg in das Tor, was letztlich den feinen Unterschied ausmachte.
Im Abseits: Arturo Vidal
Fußballerisch steht der ehemalige Leverkusener außerhalb jeglicher Diskussion. Allerdings lässt das Verhalten von Vidal immer wieder zu wünschen übrig. In Florenz provozierte der Chilene trotz deutlicher Führung immer wieder seine Gegenspieler, ließ sich theatralisch fallen und griff seinerseits zu versteckten Fouls, was die Stimmung auf dem Platz zunehmend vergiftete.
Die Statistik: 6+1
Sechs Gelbe und eine Rote Karte geben deutlich Aufschluss darüber, dass das Spiel besonders im zweiten Spielabschnitt durch eine große Härte geprägt war.
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