So lief das Spiel:

Die Partie begann verhalten. Mehr Spielanteile verbuchte Lazio, offensive Durchbrüche gab es allerdings auf beiden Seiten keine zu verzeichnen. Das Geschehen spielte sich zunächst zwischen den Strafräumen ab, beide Teams standen gegen den Ball extrem kompakt, Lazio agierte in seinen Offensivbemühungen zu statisch. Mailand setzte im Spiel nach vorne hingegen bemerkenswert wenig Impulse, entsprechend ereignisarm verlief die erste Halbzeit größtenteils.
Die beste Chance bot sich durch Ciro Immobile, der nach schlechtem Klärungsversuch aus 14 Metern zum Abschluss kam und den Pfosten nur knapp verfehlte (28.). Lazio blieb bis zur Pause das aktivere Team und drückte die überraschend passiven Gäste mehr und mehr an dessen Strafraum, doch am und im Sechzehner fehlte oft die nötige Ruhe und Abgeklärtheit. Einige gute Szenen entstanden über die rechte Seite und Romulo, einen weiteren guten Abschluss aus 18 Metern verbuchte Sergej Milinković-Savić (38.).
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Im zweiten Abschnitt entwickelte sich die Partie ausgeglichener, da Mailand anfangs aktiver und mutiger wurde. Torraumszenen blieben jedoch weiterhin eine Ausnahme – zum einen, da beide Teams weiterhin gut verteidigten, anderseits aber auch im Angriffsdrittel zu ungenau agierten. Flachschüsse von Milinković-Savić (65.) und Senad Lulić (67.) waren keine Herausforderung für Schlussmann Gianluigi Donnarumma.
Standards sind in solchen Fällen oft ein probates Mittel, aber auch hier tat sich keine der beiden Mannschaften positiv hervor. In der Schlussphase übernahm Lazio wieder zunehmend die Spielkontrolle, münzte sein spielerisches Übergewicht aber kaum in Torchancen um. Immobile scheiterte in der besten Szene frei vor Donnarumma aus 14 Metern am Pfosten – allerdings aus Abseitsposition (80.). Am Ende war das torlose Remis folgerichtig.

Das fiel auf: Topstürmer bleiben blass

Das Hinspiel der beiden Mannschaften in der Coppa Italia war auch zum Duell der beiden Topstürmer Ciro Immobile und Krzysztof Piatek ausgerufen worden. Gerade Piatek zeigte sich seit seinem Wechsel im Winter nach Mailand gut in Form, erzielte sieben Treffer in sechs Pflichtspielen. Doch gegen Lazio war der Pole abgemeldet, schaffte es nicht, sich als der engen Bewachung seiner Gegenspieler zu lösen und fand so kaum Anbindung an das Spiel seiner Kollegen. Zwei Abschlüsse verbuchte Piatek, beide gingen nicht aufs Tor.
Nicht besser lief es für Immobile. Der Italiener war zwar emsig im Offensivspiel eingebunden, versprühte bis auf seinen Pfostenschuss aus Abseitsposition aber auch nur dezent Torgefahr. In der 82. Minuten hatte er bereits Feierabend. So endete wie die auf dem Papier verheißungsvolle Begegnung der beiden Mannschaften auch das Duell der Stürmer an diesem Abend unter Wert.

Krzysztof Piatek bei Lazio-Milan | Coppa Italia

Fotocredit: Getty Images

Der Tweet zum Spiel:

Ein Wachmacher war die Begegnung nun wahrlich nicht.

Die Statistik: 1

Im Olympiastadion gab es zuletzt nur wenig zu holen für den AC Mailand. Von den vergangenen elf Auftritten bei Lazio gewannen die "Rossoneri" nur eine.
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