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Coppa Italia

Pokal-Finale erreicht: Lazio triumphiert in San Siro

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Joaquin Correa - Lazio Rom

Fotocredit: Getty Images

VonDaniel Brickwedde
24/04/2019 Am 20:41 | Update 24/04/2019 Am 20:59

Lazio Rom hat im Pokal-Halbfinale 1:0 (0:0) beim AC Mailand gewonnen und damit nach 2013, 2015, und 2017 wieder das Finale der Coppa Italia erreicht. Joaquin Correa (58.) erzielte das einzige Tor des Abends. Lazio hatte zuletzt 2013 den Pokal gewonnen. Milan hatte 2016 und 2018 im Finale gegen Juventus Turin verloren. Das Halbfinal-Hinspiel in Rom war 0:0 ausgegangen.

So lief das Spiel:

Lazio begann die Partie als aktivere Mannschaft, suchte vermehrt Durchbrüche über die Flügel, verbuchte zunächst aber keine Torgefahr. In der 15. Minute verloren die Gäste allerdings mit Sergej Milinkovic-Savic nach Verletzung ohne Fremdeinwirkung einen wichtigen Schlüsselspieler im Mittelfeld. Die Partie entwickelte sich in der Folge zunehmend ereignisarm, beide Teams suchten nur kontrolliert den Weg in die Offensive. Insbesondere Mailand zeigte kaum gefährliche Ansätze im Spiel nach vorne.

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Der erste Torschuss der Partie ging in der 26. Minute auf das Konto von Lazio und Ciro Immobile. Kurz darauf meldeten sich auch die Gastgeber im Angriffsspiel an, ein verdeckter Schuss von Davide Calabria entschärfte Schlussmann Thomas Strakosha zur Ecke (29.). Unmittelbar vor Ende der ersten Halbzeit drehten die Gäste noch einmal auf: Erst setzte Bastos nach einem Freistoß aus kurzer Distanz die Kugel knapp neben das Tor (45.), in der nächsten Szene scheiterte Joaquin Correa nach klasse Zuspiel frei an Schlussmann Pepe Reina.

Nach dem Seitenwechsel kam Lazio erneut besser aus den Startlöchern. Ein Distanzschuss von Lucas Leiva zwang Reina zur nächsten sehenswerten Parade (51.). Die anschließende Ecke setzt Bastos knapp per Kopf neben das Tor (52.). Das Team von Simone Inzaghi erhöhte den Druck, bekam die Partie mehr und mehr unter Kontrolle. Beim Schlenzer von Correa aus zwölf Metern bewahrte Reine seine Mannschaft einmal mehr vor dem Rückstand (55.).

Folgerichtig fiel drei Minuten später die Führung für Lazio: Nach Ballgewinn in der eigenen Hälfte legte Immobile die Kugel links in den Sechzehner zu Correa ab, der dieses Mal die Nerven behielt und den Ball an Reina zum 1:0 vorbeischob (58.).

Milan zeigte sich erst in der 70. Minute wieder gefährlich: Einen Freistoß des eingewechselten Hakan Calhanoglu setzte Krzysztof Piatek per Kopf knapp am Tor vorbei.

Ansonsten blieben die Gastgeber bemerkenswert zahnlos in der Schlussphase. Stattdessen kam Lazio zu weiteren Möglichkeiten, Immobile vergab zweimal die große Chance zum 2:0 (83./89.).

Das fiel auf: Umstellung zahlt sich nicht aus

Für das Halbfinalrückspiel der Coppa Italia hatte sich Trainer Gennaro Gattuso etwas Besonderes einfallen lassen: Seine "Rossoneri" ließ er im 3-4-3 anstatt des üblichen 4-3-3 auflaufen. In der Theorie sollte damit das Flügelspiel mit brauchbaren Hereingaben auf Sturmspitze Krzysztof Piatek belebt werden. Doch auf dem Feld taten sich seine Spieler sichtbar schwer, das Spiel der Mailänder wirkte statisch, ideenlos und entwickelte kaum offensive Durchschlagskraft. Nach 65 Minuten mit nur einer nennenswerten Torraumszene stellte Gattuso auf Viererkette und zwei Stürmer um. Ein positiver Effekt blieb aber aus. Milan fehlte es diesem Abend im heimischen San Siro schlicht an Dynamik und Galligkeit – im Gegensatz zu Lazio.

Der Tweet zum Spiel:

Die Statistik: 10

Für Lazio Rom ist es die zehnte Finalteilnahme in der Coppa Italia. Sechsmal gewann der Klub bislang den Pokalwettbewerb.

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