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Deutschland feiert zum Start ins WM-Jahr Heimsieg gegen Israel
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Publiziert 26/03/2022 um 22:42 GMT+1 Uhr
Deutschland ist mit einem 2:0 (2:0)-Erfolg im Testspiel gegen Israel ins WM-Jahr 2022 gestartet. Kai Havertz brachte die Auswahl von Bundestrainer Hansi Flick in Sinsheim in der 36. Minute in Führung. Timo Werner erhöhte vor der Pause (46.). Thomas Müller setzte einen Foulelfmeter an den Pfosten (89.), auf der Gegenseite parierte Kevin Trapp kurz darauf einen Strafstoß von Yonatan Cohen (90.+4).
Deutschland gegen Israel: Havertz trifft per Kopf zum 1:0
Fotocredit: Getty Images
Der Start in das WM-Jahr 2022 ist geglückt. Dabei musste Bundestrainer Hansi Flick sein Vorhaben, im Hinblick auf die Weltmeisterschaft in Katar ein mannschaftliches Korsett zu finden und sich einzuspielen, schon vor der Kadernominierung für die Länderspiele gegen Israel und die Niederlande begraben – zahlreiche Stammspieler a la Leon Goretzka oder Niklas Süle standen nicht zur Verfügung. Auch DFB-Kapitän Manuel Neuer bekam eine Pause. Marc-Andre ter Stegen und Kevin Trapp durften sich je eine Halbzeit als Nationaltorhüter beweisen. Davor gab Freiburgs Nico Schlotterbeck sein Länderspiel-Debüt. Obendrein durften die beiden Rückkehrer Julian Draxler und Julian Weigl von Beginn an ran.
Es war das erwartete Spiel auf ein Tor – und zwar auf das des israelischen Schlussmanns Ofir Marciano. Jedem DFB-Spieler war anzumerken, das WM-Casting mit einer engagierten Leistung für sich nutzen zu wollen. Die deutsche Angriffsreihe für die Israelis kaum zu greifen – Kai Havertz und Co. wechselten immer wieder dynamisch ihre Positionen.
Timo Werner kam früh in der Partie zu zwei Abschluss-Situationen (12./18.). Mitte der ersten Hälfte hatte Havertz gleich zweimal die Führung für die DFB-Elf auf dem Fuß, der oft auf den rechten Flügel auswich – er scheiterte aber beide Male am glänzend parierenden Marciano (29./36.).
Es brauchte einen Eckball vom auffälligen David Raum, den Havertz aus fünf Metern zur deutschen Führung in den rechten Winkel nickte (36.). Mit dem Pausenpfiff erhöhte Werner auf 2:0: Ilkay Gündogan brachte einen Freistoß aus dem linken Halbfeld an den kurzen Pfosten – dort stand der Chelsa-Star völlig frei und spitzelte die Kugel über die Linie. (45.).
Nur fünf Minuten nach Wiederbeginn lag der Ball zum dritten Mal im Netz der Israelis – Werners umjubelten zweiten Treffer ging eine Abseitsstellung voraus. Mit der Einwechslung von Radio Müller wurde die DFB-Elf im Angriffspressing ein wenig griffiger, die Thilo Kehrer fast zu belohnen wusste. Seine Direktabnahme wischte Marciano gerade so aus dem rechten Eck (60.).
Auch aufgrund zahlreicher Wechsel erzeugte Die Mannschaft im zweiten Spielabschnitt kaum noch Druckphasen – es mangelte an kreativen Impulsen und Tiefenläufen aus Durchgang eins. In der Schlussphase wurde es aber turbulent.
Erst bekam der eingewechselte Lukas Nmecha einen Elfmeter zugesprochen, den Ersatz-Kapitän Thomas Müller an den Pfosten knallte (89.). In der dritten Minute der Nachspielzeit näherte sich Yonatan Cohen mit einem Distanzschuss dem deutschen Gehäuse an, ehe er kurz darauf nach einer Unkonzentriertheit von Schlotterbeck einen Strafstoß herausholte. Dass der Gefoulte nicht vom Punkt antreten sollte, bewies Kevin Trapp mit einer starken Parade (90.+4).
Die Stimmen:
Hansi Flick (Bundestrainer): "Ich bin schon zufrieden, hätte mich aber wahnsinnig über das Gegentor zum Schluss geärgert. Auf diesem Niveau muss man 90 Minuten voll konzentriert sein. Wir haben sehr mutig gespielt, hoch gepresst, Israel hat es teilweise sehr gut gemacht und ist im Verlauf des Spiels immer mutiger geworden. Man kann insgesamt mit allen Mannschaftsteilen zufrieden sein."
Timo Werner (Deutschland): "Ich glaube, wir haben uns einige Torchancen herausgespielt, die wir nicht genutzt haben. Nach vier Monaten Pause war das fürs erste Spiel im neuen Jahr ein guter Auftritt. Ich bin Stürmer, ich will so viele Tore schießen, wie ich kann."
Nico Schlotterbeck (Deutschland): "Ich muss mich bei Kevin bedanken, dass er den Elfer hält. Ich glaube, dass wir hinten gut verteidigt haben. In den letzten 15 Minuten hatten wir dann nicht mehr so den Zugriff. Aber alles in allem war das von uns hinten ein gutes Spiel."
Der Tweet zum Spiel: Flicks beeindruckende Serie
Das fiel auf: WM-Casting die Erste – Schlotterbeck und Raum als Gewinner
Das Ergebnis dürfte am heutigen Tag für Bundestrainer Flick zweitrangig gewesen sein – Testspiele dienen dem Erkenntnisgewinn, die Worte eines jeden Nationalcoachs. Besonders zu überzeugen wussten David Raum und Nico Schlotterbeck. Letzterer schaltete sich immer wieder ins Offensivspiel der DFB-Elf ein und überzeugte trotz seines kapitalen Fehlers in der Schlussphase mit hoher Passsicherheit sowie Mut zum Vertikalzuspiel. Der Leistungsabfall in der zweiten Hälfte war eng mit der Auswechslung von David Raum verbunden, der im ersten Durchgang mit seiner Dynamik und präzisen Flanken fast schon als Flügelspieler brillierte.
Statistik: 8
Die deutsche Nationalmannschaft fuhr unter Flick den achten Sieg im achten Spiel ein – kein Bundestrainer wies in den ersten acht Einsätzen eine bessere Bilanz auf. Dabei kassierte das DFB-Team gerade einmal zwei Gegentore.
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Quelle: Eurosport
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