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DFB-Pokal: Frauen des FC Bayern machen Double perfekt: Münchnerinnen putzen Werder Bremen im Finale dank Lea Schüller
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Update 01/05/2025 um 19:44 GMT+2 Uhr
Angeführt von Dreifachtorschützin Lea Schüller haben die Titelsammlerinnen vom FC Bayern München mit dem ersten Double den größten Erfolg der Vereinsgeschichte gefeiert. Die deutschen Meisterinnen bezwangen im DFB-Pokalfinale in Köln den SV Werder Bremen mit 4:2 (2:1) und krallten sich zum zweiten Mal nach 2012 die Silbertrophäe. Schüller (6./65./79.) und Carolin Simon (30.) trafen für Bayern.
Der FC Bayern hat sich nach der Meisterschaft auf den DFB-Pokal gesichert
Fotocredit: Getty Images
Als Lea Schüller um 18.12 Uhr im Kölner Konfettiregen den DFB-Pokal herzte, kannte der Jubel bei den Titelsammlerinnen vom FC Bayern München keine Grenzen mehr. "Nach der Meisterschaft waren wir noch Profi genug, uns nicht abzuschießen. Heute sieht das anders aus", sagte die Dreifachtorschützin nach dem verdienten 4:2 (2:1)-Erfolg im Finale gegen Werder Bremen, der das erste Double und damit den größten Erfolg in der Geschichte der Bayern perfekt machte.
"Gewonnen, dreimal getroffen - es war ein überragendes Spiel. Wir haben sehr dominant gespielt. Es ist einfach überragend, dass wir uns mit dem Pokal für so eine Saison belohnen können", sagte Nationalstürmerin Schüller, die beim zweiten Pokalsieg der Bayern nach 2012 mit ihrem Dreierpack (6./65./79.) überragte. Auch Torschützin Carolin Simon (30.) war in der ARD überglücklich: "Jetzt haben wir es mehr als verdient, richtig Gas zu geben."
Vier Tage nach dem Titel-Hattrick in der Liga war es zudem der perfekte Abschied für den scheidenden Trainer Alexander Straus. "Ich bin müde, ich bin fertig. Ein oder zwei Weißbier, dann kann ich das genießen", sagte Straus. Für Bremen trafen Rieke Dieckmann (45.+2) und Larissa Mühlhaus (90.+4). "Wir haben zwar verloren, aber die Silbermedaille gewonnen. Aktuell überwiegt dennoch die Enttäuschung", sagte Dieckmann.
Auf der Tribüne klatschte auch Bayerns Führungsetage mit Herbert Hainer, Max Eberl und Christoph Freund Applaus. "Wir sind zum dritten Mal nacheinander deutscher Meister. Jetzt wollen wir uns weiterentwickeln und auch international an die Spitze", gab sich Präsident Hainer schon vor Anpfiff bei Sky selbstbewusst: "Wir wollen in Europa ganz nach vorne kommen. Ich bin ein ungeduldiger Mensch, also lieber heute als morgen."
Bremen blieb mutig
Die 45.146 Zuschauer, darunter Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Bundestrainer Christian Wück, sahen bei sommerlichen Temperaturen einen Traumstart des siebenmaligen Meisters. Nachdem Giulia Gwinn das Lattenkreuz traf, köpfte Schüller den Abpraller aus rund zehn Metern völlig unbedrängt ein.
Der Underdog blieb trotz des Rückschlags mutig. "Wenn man sieht, wie viele Werder-Fans nach Köln gekommen sind, das ist Wahnsinn. Für uns wäre der Titel etwas Historisches", betonte Bremens Geschäftsführer Clemens Fritz vor der Partie.
Trainer Thomas Horsch verspürte eine "positive Aufgeregtheit" bei seinem Team, das lautstark vom Werder-Fanblock unterstützt wurde.
Wirtz kommt erst spät
Bei München lief viel über die linke Seite mit Klara Bühl und Simon, die ihren Treffer selbst einleitete und dann aus rund acht Metern wuchtig abschloss. Auf der Gegenseite sorgte wie aus dem Nichts ein Konter für Partystimmung im Bremer Block: Auf Zuspiel von Tuana Mahmoud vollstreckte Dieckmann ins linke Eck, die Bremer Fans skandierten: "Zieht den Bayern die Lederhosen aus!"
Nach dem Seitenwechsel bot sich das gleiche Bild. Die Bayern drückten, Peng rettete die Bremerinnen, die sich ihrerseits auf Nadelstiche konzentrierten.
Dann stellte Schüller erneut per Kopf den alten Vorsprung wieder her, ehe sie mit einem Flachschuss auf 4:1 erhöhte. In der Schlussphase wurde Juliane Wirtz, deren Bruder Florian anders als die Eltern nicht im Stadion war, für Dieckmann eingewechselt (83.).
Wer wird Straus-Nachfolger?
Double-Gewinner Bayern will derweil schon in Kürze den Nachfolger für den scheidenden Trainer Alexander Straus verkünden. "Wir sind im Prozess, einen Nachfolger für Alex zu finden. Wir werden das auch zeitnah bekanntgeben", sagte Direktorin Bianca Rech in der "ARD".
Den Namen werde sie - "wie man sich vorstellen kann" - aber nicht direkt nach dem Pokalsieg verkünden, so Rech weiter. Der Norweger Straus wird die Münchnerinnen nach drei Jahren in Richtung Angel City FC in den USA verlassen.
Auch für Werder-Trainer Horsch war es das letzte Spiel für seinen bisherigen Klub. Seinen neuen Klub könne er "noch nicht" verraten, sagte er und meine auf die Frage, ob er einen Wechsel zu den Bayern ausschließen könne: "Ich kann gar nichts ausschließen, aber ich glaube, die Bayern gucken weltweit. Alles gut."
Auf die Frage, was Werder aus dem verlorenen Pokalfinale in die letzten beiden Saisonspiele mitnehme, antwortete er salopp: "Muskelkater wahrscheinlich."
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(SID)
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Quelle: Perform
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