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Das Erbe von Jürgen Klopp: Ein BVB-Kader voller Fragezeichen
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Publiziert 31/05/2015 um 10:51 GMT+2 Uhr
Das war's also: Der Trainer Jürgen Klopp ist bei Borussia Dortmund seit dem späten Samstagabend Geschichte. Zurück bleibt die von ihm zusammengestellte Mannschaft und eine Menge Arbeit für den Neuen.
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Aus Berlin berichtet Tobias Hlusiak
Thomas Tuchel wird am 1. Juli seinen Dienst antreten. Hochmotiviert und ausgeruht - voller Tatendrang.
Was, oder besser gesagt, wen der neue BVB-Trainer dann in der Kabine vorfinden wird, ist noch nicht ganz klar. Mit Bestimmtheit lässt sich aber sagen: Der neue Besen wird gründlich kehren müssen.
Zum Beispiel in der Ecke der Führungsspieler. Wobei es sich dabei anbietet, zu klären, auf wen er dort überhaupt trifft.
Mit Kapitän Mats Hummels hat sich Tuchel bereits ausgetauscht. Mehr noch: Der 41-Jährige hat den Nationalspieler von seinem Konzept überzeugt. Hummels geht nicht nach England sondern gibt der "neuen Borussia" eine Chance. So weit, so gut.
Der Innenverteidiger soll ein Eckpfeiler des Teams bleiben. Genau wie Marco Reus. Spätestens seit seiner Vertragsverlängerung wird der 26-Jährige zum neuen Gesicht des Vereins aufgebaut. Außerhalb des Platzes klappt das schon ganz gut.
Taugt Reus zum Anführer?
Ob Reus aber zur ganz großen Leaderfigur auf dem Rasen taugt, darf mittlerweile bezweifelt werden. Seine sportliche Extraklasse ist völlig unbestritten. In den ganz großen Spielen aber lässt sich der Außenstürmer selbst gern mitziehen. Blöd nur, wenn gar keiner zieht.
Dann taucht der Nationalspieler ab, ist - wie gegen Wolfsburg - kaum zu sehen. Tuchel wird tief in die Trickkiste greifen müssen, um die Handbremse zu lösen.
Bei Henrikh Mkhitaryan wird der Trainer dafür sogar Werkzeug benötigen. Zwar präsentierte sich der Armenier in den letzten Wochen deutlich formverbessert, die sieben vogelwilden Monate zuvor wird aber auch Tuchel verfolgt haben. Dennoch soll Miki bleiben.
Ganz im Gegensatz zu Ilkay Gündogan, der nach dem Pokalfinale bei der Frage nach seiner Zukunft ordentlich herumdruckste. Angesprochen auf den FC Bayern senkte er den Kopf, drehte die Silbermedaille in seiner Hand nervös hin und her und versuchte sich dann mit Floskeln aus der Affäre zu ziehen.
Man stehe "in Verhandlungen mit mehreren Klubs", gab er zu Protokoll, bevor er nachschob, dass dies nun aber der falsche Zeitpunkt für eine derartige Frage sei.
Was ist mit vorne? Und hinten?
Fakt bleibt: Wenn Tuchel kommt, ist Gündogan längst weg. Gleiches blüht auch Ciro Immobile. Adrian Ramos ist zu verletzt, um ihn marktgerecht veräußern zu können.
Bleibt die Frage, was der dritte Stürmer im Schilde führt. Pierre-Emerick Aubameyang war einer der wenigen Borussen, der die letzte Saison für Werbung in eigener Sache nutzte. Das weckt Begehrlichkeiten.
Der Gabuner fühlt sich wohl beim BVB. Was aber passiert, wenn in der Sommerpause ein Premier-League-Gigant mit dem ganz schweren Geldkoffer vorbeikommt, steht auf einem anderen Blatt. Arsenal hat schon locker angefragt.
Und wer spielt eigentlich ganz hinten? Zwischen die Pfosten kann auch unter Tuchel weiterhin nur einer.
"Ich habe mich sehr gefreut, dass ich in dieser Saison etwas mehr spielen konnte. Was jetzt passiert, kann ich aber nicht sagen. Ich habe noch einen Vertrag und werde in der Vorbereitung alles geben, um mich durchzusetzen", sagt Mitch Langerak.
Der Australier meldet Ansprüche auf die Nummer eins an. Dass sich aber Roman Weidenfeller mit einer Rolle als Bankangestellter zufrieden gibt, sollte bezweifelt werden.
Es wartet also eine Menge Arbeit auf Klopps Nachlassverwalter. Sie sind am Zug, Thomas Tuchel.
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