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Brisante Revanche mit Gladbach: Schatten über Schalke nach Horrorfoul
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Publiziert 28/10/2015 um 10:06 GMT+1 Uhr
Schalke und Gladbach stehen sich 72 Stunden nach dem Horrorfoul an André Hahn erneut gegenüber. Beide Mannschaften treffen in der zweiten Runde des DFB-Pokals aufeinander. S04-Coach André Breitenreiter war bemüht, vor dem Spiel auf die Emotionsbremse zu treten. Seine Worte richteten sich in erster Linie an Hahn, um dem Angreifer gute Besserung zu wünschen. Danach ging der Blick aufs Pokalspiel.
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Friedenspfeife statt bösem Blut vor dem Pokalspiel.
Schalke-Coach André Breitenreiter wählte seine Worte mit Bedacht. Im Hinterkopf immer noch das brutale Foul von Johannes Geis an Gegenspieler André Hahn (Fraktur des Schienbeinkopfes und Riss des Außenmuskels im linken Knie), der bis zum kommenden Jahr ausfallen wird.
"Ich möchte über das Foul nicht mehr groß reden. André hat alles gut verkraftet", meinte Gladbach-Trainer André Schubert vor dem Pokalspiel in Gelsenkirchen. Er wollte ebenfalls kein Feuer ins Öl gießen, um das ohnehin aufgeladene Spiel nicht noch weiter anzuheizen.
Pokal-Statistik spricht für Schalke
"Wir sind aber heiß und bereit, wenn es nötig ist, auch in die Verlängerung zu gehen", stellte Schubert klar. Seine Kampfansage nach dem 3:1-Sieg am Wochenende gegen Schalke hat einen besonderen Grund.
Bereits zwei Mal traf die "Fohlen"-Elf in der zweiten Runde des DFB-Pokals auf Schalke. Beide Spiele gewannen die "Knappen". Am 6. November 2002 fand die letzte Begegnung statt. Schalke warf die Borussia mit 5:0 aus dem Wettbewerb. Die Tore erzielten Gerald Asamoah (22.), Ebbe Sand (30./33./55.) und Emile Mpenza (50.)
Dieses Spiel ist Geschichte. Bei der Neuauflage des hitzigen Bundesliga-Duells gegen Mönchengladbach trifft Schalke auf stärkere "Fohlen". Nach dem holprigen Saisonstart unter Favre sind die Borussen nach dem Trainerwechsel ungeschlagen. Interimscoach Schubert sitzt fest im Sattel und könnte zur Dauerlösung werden.
Sportdirektor Max Eberl hielt sich lange bedeckt, scheint mit Schubert aber weiter zu planen. "Erst mal heißt das, dass André jetzt unser Chef ist – mit dem wir ganz normal über die Personalplanung sprechen", so Eberl mit Blick auf die Winterpause und darüber hinaus.
Nach dem bösen Foulspiel an Hahn hören die Hiobsbotschaften für Schubert aber nicht auf. Er muss gegen Schalke (20:30 Uhr im Liveticker bei eurosport.de) auf Offensiv-Ass Raffael verzichten. Der Brasilianer fällt mit einem grippalen Infekt aus. Auch Marvin Schulz und Roel Brouwers müssen passen.
Raffael fällt mit einer Grippe aus
Bitter für Gladbach. Zuletzt blühte Raffael unter dem neuen Trainer regelrecht auf. Während er unter Lucien Favre in fünf Spielen kein einziges Mal traf, schoss er unter Schubert bereits vier Tore.
Neben Raffael wird auch Geis fehlen. Nach seiner üblen Attacke gegen Hahn wurde der Schalker für fünf Spiele gesperrt. Zwar bat Geis seinen Gegenspieler direkt nach dem Foul um Verzeihung, ein schwarzer Schatten wird dennoch über ihm und Schalke hängen bleiben.
"Wir wünschen André Hahn, dass er schnellstmöglich wieder fit ist", betonte auch Breitenreiter. "Aber jetzt freuen wir uns auf diesen Pokalklassiker."
Schalke-Coach Breitenreiter hat die Niederlage vom Wochenende ausgiebig analysiert. Dabei stellte er fest, dass sich seine Spieler auf vielen Positionen steigern müssen. Die Betonung lag dabei auf "müssen". Ein finanzielles Aus im DFB-Pokal wäre für die "Königsblauen" ansonsten schmerzhaft.
Laues Lüftchen: Schalkes Sturmproblem
Nach dem Pokalsieg 2011 kam Schalke nicht mehr übers Achtelfinale hinaus. Hinzu kommt, dass im Angriff die Säge klemmt. Neuzugang Franco Di Santo traf in zehn Bundesliga-Spielen kein einziges Mal. Immerhin hatte er im Pokal gegen Duisburg seine Torpremiere gefeiert. "Vielleicht klappt's diesmal", so Breitenreiter.
Stürmer Klaas-Jan Huntelaar steht auf der Kippe. Die Torausbeute des Niederländers ist ebenfalls ernüchternd. In acht Spielen erzielte er nur zwei Tore. Mit 13 Treffern in der Bundesliga ist Schalke nur ein Tor besser als Kellerkind Hoffenheim.
Anspruchsvolle Aufgaben für beide Trainer, die ihre Teams auf einigen entscheidenden Positionen umstellen müssen. Ob Schalke seine Serie halten kann, wird Gladbach mitentscheiden. Das Ziel nach dem Horrorfoul am Wochenden ist klar.
"Wir wollen gerne weiterkommen. Es wird aber eine sehr schwere Aufgabe", so Schubert.
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