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DFB-Pokal: Pokal-Wahnsinn! Lotte haut auch Bayer Leverkusen raus
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Publiziert 25/10/2016 um 18:14 GMT+2 Uhr
Blamage ohne Roger Schmidt: Bayer Leverkusen hat sich im DFB-Pokal in Abwesenheit seines gesperrten Trainers lächerlich gemacht. Der Champions-League-Teilnehmer schied trotz Überzahl und zweimaliger Führung beim Drittliga-Aufsteiger Sportfreunde Lotte in der zweiten Runde mit 3:4 im Elfmeterschießen aus. Nach 120 Minuten hatte es 2:2 gestanden.
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Fotocredit: Eurosport
So lief das Spiel:
Ein großer Pokalabend in Lotte – und am Ende die ganz große Sensation durch den Drittligisten. Es war ein wahrer Pokalfight, den die Sportfreunde aus Lotte boten. Mit enormem Laufeinsatz, unermüdlicher Zweikampfbereitschaft und großem Willen rangen die Westfalen den Bundesligisten aus Leverkusen nieder. Darunter litt das Spiel, aber nicht die Dramatik. Leverkusen kam zu keiner Zeit mit der forschen und aggressiven Spielart der Hausherren zurecht und musste nach völlig enttäuschender Leistung den nächsten Tiefschlag hinnehmen. Dabei begann die Werkself ordentlich, verlor im weiteren Spielverlauf aber sein druckvolles Spiel und schließlich das Selbstvertrauen. Dennoch gelang die Führung. Einen langen Abstoß von Keeper Özcan verarbeitet Kießling und steckte auf Volland weiter, der zum 1:0 (25.) traf.
Vier Minuten später wurde Lotte der eigentliche Ausgleichstreffer durch Rahn wegen einer falschen Abseitsentscheidung noch verweigert, kurz nach der Pause sorgte Roberto Hilbert allerdings mit einem unglücklichen Eigentor doch noch für den verdienten Ausgleich. Im Anschluss durfte die berechtigte Frage gestellt werden: Wer ist hier das höherklassige Team? Lotte erspielte sich mehr und mehr Spielanteile und war lange Zeit das optisch überlegenere Team. Leverkusen agierte mut- und ideenlos und kam kaum einmal in die Nähe des gegnerischen Strafraums. Selbst der Platzverweis für Lotte durch Wendel (79.) nach seiner zweiten Gelben Karte änderte daran kaum etwas. Leverkusen fand in der regulären Spielzeit keine Mittel.
In der Verlängerung schwanden jedoch deutlich die Kräfte des Drittligisten. Bayer konnte sich in der Hälfte der Gastgeber festsetzten und kam durch Volland zur abermaligen Führung (95.). Das Spiel schien entscheiden. Doch Leverkusen ließ Lotte erneut zurückkommen, verteidigte amateurhaft und wurde durch den 2:2-Ausgleich durch Kevin Freiberger (105) bestraft. Das Elfmeterschießen war die logische Folge – mit dem verdienten Sieger aus Lotte. Tankulic verwandelte schließlich den zwölften Elfmeter zum entscheidenden 4:3-Erfolg.
Die Stimmen:
Markus Krösche (Co-Trainer Bayer Leverkusen): "Wir haben einen richtigen Pokalfight gesehen. Wir haben nach zweimaliger Führung unsere Möglichkeit nicht genutzt, um das Spiel frühzeitig zu entscheiden und mussten dann ins Elfmeterschießen. Es haben die geschossen, die sich sicher gefühlt haben."
Rudi Völler (Sportdirektor Bayer Leverkusen): "Das ist an Dämlichkeit nicht zu überbieten."
Das fiel auf: Schmidt muss tatenlos zusehen
9.000 Zuschauer fanden sich zum Pokalabend im Frimo-Stadion in Lotte ein. Einer von Ihnen war Roger Schmidt. Der Trainer von Bayer Leverkusen saß sein Erstes von zwei Spielen Sperre nach seinen Verbalentgleisungen im vergangenen Bundesligaspiel gegen Hoffenheims-Trainer Julian Nagelsmann ab. Ihn vertrat Co-Trainer Markus Krösche an der Seitenlinie. Tatenlos musste Schmidt über 120 Minuten dann mit ansehen, wie seine Mannschaft sich noch weiter in die Krise manövrierte. Ein erwarteter Pflichtsieg, der zum Offenbarungseid wurde. Für Schmidt dürfte es langsam eng werden.
Tweet zum Spiel:
Grenzenloser Jubel in Lotte.
Die Statistik: Neun
Auswärts war Bayer Leverkusen im DFB-Pokal eine Macht. Vor der Niederlage bei den Sportfreunden Lotto feierte die Werkself neun Erfolge in Serie in der Fremde. Die letzte Niederlage stammte aus dem Jahr 2013.
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