Eintracht Frankfurt wirft den 1. FSV Mainz 05 aus dem DFB-Pokal

Eintracht Frankfurt hat sich mühelos mit 3:0 (1:0) im DFB-Pokal gegen den 1. FSV Mainz 05 durchgesetzt. Die Elf von Niko Kovac ging nach einem Patzer von FSV-Keeper René Adler in der 17. Minute in Führung. Im zweiten Durchgang erhöhte die Eintracht durch ein Eigentor von Alexander Hack (53.) und einen Treffer von Omar Mascarell (62.). In der 82. Minute flog Danny Latza zudem mit Rot vom Platz.

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So lief das Spiel:

Die Frankfurter hatten im ersten Durchgang mehr vom Spiel: Sie schlossen häufiger ab (7:4 Torschüsse) und hatten mehr Ballbesitz (54 Prozent). Mainz war hingegen leicht zweikampfstärker (53 Prozent gewonnene Duelle), agierte in der Offensive aber zu einfallslos und unpräzise. Dem 0:1 ging ein Riesenbock von René Adler voraus: Stefan Bell spielte auf Adler zurück, der an der Fünferkante stolperte. Marius Wolf legte quer auf Ante Rebić, der keine Mühe hatte, den Ball ins leere Tor zu schießen (17.). Die Zuschauer in der Commerzbank-Arena sahen keinen fußballerischen Leckerbissen - der Begriff "Pokal-Fight" traf es ganz gut.
FSV-Coach Sandro Schwarz fand in der Pause scheinbar die richtigen Worte, denn seine Spieler starteten gut in die zweite Hälfte und agierten offensiv zielstrebiger als im ersten Abschnitt. Doch das änderte sich bereits in der 53. Minute, als ein weiterer Mainzer Patzer für den Zwei-Tore-Rückstand sorgte. Lukáš Hrádecký schlug weit ab und fand Sébastien Haller, der den Ball im linken Halbfeld klasse annahm, in den Sechzehner eindrang und flach nach innen passte. Alexander Hack versuchte zu klären, grätscht den Ball aber an Adler vorbei zum 2:0 ins eigene Tor.
Lediglich neun Minuten später sorgte der dritte kapitale Fehler der Nullfünfer-Hintermannschaft für die Vorentscheidung: Hack verlor den Ball kurz vor der Box aufgrund eines Stoppfehlers an Omar Mascarell, der auf Adler zulief und diesen per Lupfer zum 3:0 bezwang (62.). Anschließend spielte Frankfurt die Partie seelenruhig mit vielen Zuspielen in der eigenen Hälfte, souverän zu Ende. Danny Latza (82.) wurde aufgrund einer rüden Grätsche an der Seitenlinie gegen Marco Fabián mit Rot bereits vorzeitig zum Duschen geschickt.
Der vierfache Pokalsieger Eintracht Frankfurt zog zum zweiten Mal in Folge ins Halbfinale ein. Letztes Jahr scheiterte die Mannschaft von Trainer Niko Kovač im Finale mit 1:2 an Borussia Dortmund. Mainz hingegen verpasste die zweite Halbfinalteilnahme der Vereinsgeschichte.

Die Stimmen:

Sandro Schwarz (Trainer 1. FSV Mainz 05): "Das erste Gegentor war heute symptomatisch. Wir haben uns heute selbst geschlagen. So kann man kein Spiel gewinnen."
Rouven Schröder (Vorstandsmitglied 1. FSV Mainz 05): "Die Mannschaft hat von Anfang an nicht das gezeigt, was wir uns vorgenommen hatten. Die Tore schießen wir uns selbst rein, aber die Eintracht hat verdient gewonnen. Jeder Einzelne muss sich fragen, ob er alles tut für den Erfolg. Das kann man heute so nicht stehen lassen, da müssen wir deutliche Worte finden. Ab morgen geht es dann gemeinsam in Richtung Hoffenheim."
Niko Kovač (Trainer Eintracht Frankfurt): "Wir haben verdient gewonnen und damit eine gute Reaktion auf die Niederlage in Augsburg gezeigt. Darauf kann man aufbauen. Nun sind wir zum zweiten Mal in Folge im Halbfinale und hoffen natürlich, auch noch den letzten Schritt machen zu können. Ich freue mich über den Sieg, ich freue mich über das Halbfinale. Aber nun geht der Fokus schon wieder auf das Spiel am Wochenende. Die Partie gegen Köln ist sehr wichtig, wir brauchen die Punkte. Wir haben noch ein Drittel der Saison vor uns und gehen das mit Rückenwind an."

Der Tweet zum Spiel:

So hatte sich der ehemalige deutsche Nationaltorwart seine Rückkehr sicherlich nicht vorgestellt.

Das fiel auf: Erfolgsversprechender Wochentag

Vier Pflichtspiele absolvierte Eintracht Frankfurt unter Kovač saisonübergreifend an einem Mittwoch. Alle diese Partien wurden gewonnen. Ob sich die Serie auch bei einer möglichen Champions-League-Teilnahme fortsetzen würde?

Die Statistik: 6

Die Mainzer erzielten bereits sechs Eigentore gegen Frankfurt. Das sind mindestens drei mehr als gegen jeden anderen Gegner.
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