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DFB-Pokal: Borussia Mönchengladbach geht gegen Bayer Leverkusen unter
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Publiziert 31/10/2018 um 20:43 GMT+1 Uhr
Bayer Leverkusen hat mit einer beeindruckenden Vorstellung das Ticket für das Achtelfinale im DFB-Pokal gelöst. Die Auswahl von Trainer Heiko Herrlich setzte sich mit 5:0 (2:0) bei Borussia Mönchengladbach durch. Julian Brandt (5.), Tin Jedvaj (45.), Karim Bellarabi (67., 74.) und Kevin Volland (80.) trafen vor 48.755 Zuschauern im Borussia-Park für die Gäste.
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So lief das Spiel:
Während die Borussia ihre Pokalgeneralprobe in der Bundesliga gegen den SC Freiburg in den Sand setzte (1:3), schoss sich Bayer Leverkusen beim Gastspiel in Bremen den Frust von der Seele (6:2). Mit diesem guten Gefühl reiste Bayer zum Pokalduell in den Borussia-Park, wollte den nächsten Schritt aus der eigenen Krise machen.
Zu Beginn der Partie ging die "Werkself" hohes Tempo, übernahm die Initiative. Den "Fohlen" blieb zunächst nur die Zuschauerrolle - vor allem in der 5. Minute. Kai Havertz gewann ein Luftduell problemlos im Zentrum, Volland übernahm und bediente Brandt, der in die linke Strafraumhälfte einzog, den flachen Abschluss suchte und den Ball mit Hilfe des Innenpfostens über die Linie brachte - die frühe Gästeführung.
Nach dem Treffer änderte Herrlich die taktische Vorgabe: Bayer zog sich weit zurück und intensivierte das schnelle Umschaltspiel - genau wie gegen Werder Bremen. Gladbach musste das Spiel machen, hatte jedoch Probleme mit dem kompakten Auftreten der Gäste. Zudem zeigte sich die "Werkself" gefährlich nach Kontern.
In der 26. Minute bediente Havertz Volland auf der rechten Seite. Der Stürmer ging in den Strafraum, zog aus halbrechter Position ab - der Ball knallte an den linken Pfosten. Mit zunehmender Spieldauer wurde die Borussia schließlich gefährlicher, verfiel kurz vor der Pause aber in kollektiven Tiefschlaf. Brandt führte einen Freistoß schnell aus, setzte Lars Bender am Elfmeterpunkt in Szene. Yann Sommer hielt gegen den Mittelfeldmann, konnte den Nachschuss des eingewechselten Jedvaj aber nicht mehr abwehren. Das 2:0 für Leverkusen.
Im zweiten Durchgang blieben beide Mannschaften ihrem Spielstil aus der ersten Halbzeit treu - Gladbach powerte, Leverkusen konterte. Die Partie wurde jedoch deutlich lebendiger - es ging um das direkte Weiterkommen ins Pokal-Achtelfinale. Gladbach erhöhte merklich die Schlagzahl, Bayer war mehr in der Defensive gefordert, hatte allerdings mehr Platz im eigenen Konterspiel.
Die Hausherren kamen in Person von Lars Stindl, Thorgan Hazard und dem eingewechselten Ibrahima Traoré durchaus gefährlich vor das Tor, konnten den Anschlusstreffer aber nicht erzielen. In der größten Druckphase der Borussia setzte Bayer einen gefährlichen Konter perfekt um. Der starke Brandt suchte Bellarabi auf der rechten Seite. Aus 18 Metern halbrechter Position zog der Flügelspieler trocken ab - traf unhaltbar ins linke Eck. Die Vorentscheidung.
In der Schlussphase setzten die Gäste noch einen drauf. Wieder war es ein Konter, der zum Tor führte. Bellarabi wurde auf der rechten Seite lang geschickt, umkurvte im Strafraum Oscar Wendt und Sommer und legte den Ball zum 4:0 ins Gehäuse. Sechs Minuten später machte auch Volland sein Tor. Wieder ein Konter, wieder ein Treffer. Aus der rechten Strafraumhälfte war der Stürmer zur Stelle, machte dieses Spiel aus Sicht der Borussia zu einem Debakel.
Die Stimmen:
Dieter Hecking (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Wir haben uns das natürlich anders vorgestellt. Bis zum 0:2 war es noch ganz ordentlich, leider haben wir das Anschlusstor nicht geschafft. Was ich nicht akzeptieren kann, ist das 0:4, das 0:5. Das tut dann doppelt weh, von daher war das ein gebrauchter Pokalabend."
Heiko Herrlich (Trainer Bayer Leverkusen): "Ich freue mich riesig, dass wir weitergekommen sind und im Pokal überwintern. Das Ergebnis ist für mich gar nicht so entscheidend. Ich weiß gar nicht, ob hier im Pokal schonmal jemand 5:0 gewonnen hat. Ich bin froh, dass wir den Schwung aus dem Bremen-Spiel mitgenommen haben. Wie wir am Ende die Konter ausgespielt haben, war wirklich überragend."
Das fiel auf: Das perfekte Spielsystem
In der Bundesliga kriselte Bayer Leverkusen zuletzt heftig, erst nach dem Sieg gegen Bremen konnte Bayer-Coach Herrlich zum ersten Mal etwas tiefer durchatmen. Zum einen, weil seine Mannschaft drei Punkte einfuhr, zum anderen, weil er offenbar das passende Spielsystem für seine Mannen gefunden hatte. Im Pokalspiel gegen Gladbach testete der Trainer seine taktische Aufstellung erneut - wieder mit Erfolg.
Agieren die Leverkusener aus einer kompakten und sicheren Defensive heraus, kommen sie auch offensiv zum Erfolg. Das Spiel mit dem Ball mag der "Werkself" im Normalfall liegen, besser läuft jedoch defensives Auftreten mit Aussicht auf schnelles Umschaltspiel nach Ballgewinn. Zwei Spiele, zwei Siege, 11:2 Tore. Die nächste Taktikprobe wartet auf Bayer und Herrlich am kommenden Samstag in der Bundesliga gegen die TSG 1899 Hoffenheim.
Der Tweet zum Spiel:
So schnell kann es gehen: Plötzlich fester Sattel.
Die Statistik: 3
Zurück zu alter Stärke: Brandt rückte vor allem in der vergangenen Saison ein wenig in den Hintergrund, konnte seine früheren starken Leistungen lange nicht bestätigen. In dieser Saison - vor allem in den vergangenen Spielen - zeigt der Offensivspieler wieder sein ganzes Potenzial. Gegen die Borussia avancierte Brandt zum Spieler des Spiels mit insgesamt drei Scorerpunkten. Einen Treffer erzielte er selbst, zwei weitere Tore bereitete er vor.
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