DFB-Pokal: Pierre-Michel Lasogga ballert HSV gegen SV Wehen Wiesbaden ins Achtelfinale

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Nichts wurde es mit einem weiteren Sieg des SV Wehen Wiesbaden gegen einen Hamburger Klub. Nach dem Erstrundensieg gegen St. Pauli musste sich das Team von Rüdiger Rehm in Runde zwei dem Hamburger SV mit 0:3 (0:1) geschlagen geben. Matchwinner war Pierre-Michel Lasogga, der den HSV mit zwei Toren (20., 51.) ins Achtelfinale schoss. In der Nachspielzeit machte Douglas Santos (90.+7) alles klar.

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Fotocredit: Eurosport

So lief das Spiel:

Der Hamburger SV begann erwartungsgemäß tonangebend. In der Offensive baute das Team von Trainer Hannes Wolf früh Druck auf und drängte Wehen Wiesbaden überwiegend in die Defensivarbeit am eigenen Sechzehner. Mit zwei Viererketten versuchte das Team von Rüdiger Rehm den favorisierten Zweitligisten Paroli zu bieten, sorgte allerdings kaum für Entlastung. Erst nach einer Viertelstunde bekam der Drittligist mehr Zugriff, musste in der 20. Minute jedoch den 0:1-Rückstand hinnehmen. Nach Fehlpass im Aufbau gewann Aaron Hunt den Ball, schließlich vollendet Pierre-Michel Lasogga per wuchtigem Schuss aus spitzem Winkel – SVW-Schlussmann Markus Kolke sah dabei im kurzen Eck nicht gut aus.
Im Anschluss kontrollierte Hamburg die Begegnung ohne große Gefahr zu erzeugen, bei den Gastgebern lief im Spiel nach vorne indes kaum etwas zusammen: Entweder liefen sich die Stürmer fest oder die Anspiele ins Angriffsdrittel waren zu ungenau. Erst über Standards entwickelte Wehen Torgefahr: Erst zog Marcel Titsch-Rivero den Ball aus spitzem Winkel im Sechzehner nach einem Freistoß nur knapp den langen Pfosten vorbei (39.), kurz darauf scheiterte er wieder infolge eines Freistoßes nach einer Flanke am gut reagierenden Julian Pollersbeck (41.). Der HSV agierte zu jener Phase bemerkenswert passiv und ließ den Gegner gewähren.
Im zweiten Durchgang setzte sich die Szenerie fort. Wehen investierte mehr, der Treffer fiel jedoch erneut auf der Gegenseite. Eine hohe Hereingabe legte Jann-Fiete Arp ins Zentrum ab zu Lasogga, der aus kurzer Distanz den Ball unter die Latte drückte (51.). Die Gastgeber steckten allerdings nicht auf, waren mehrfach nahe am Anschlusstreffer dran. Zunächst verpasste Manuel Schäffler aus kurzer Distanz im Getümmel am Fünfer den Ball (60.), vier Minuten später verlängerte Daniel-Kofi Kyereh eine Flanke per Fußspitze an die Latte. Der HSV schenkte dem Gegner vor allem immer wieder aussichtsreiche Standardpositionen.
Doch auch bei Wehen ließen die Kräfte irgendwann nach. Zunehmend prägten lange Bälle an den Sechzehner das Spiel des Hessen, zudem zeigte sich der HSV in der Defensive solide aufgestellt. Pech hatte Wiesbaden in der Nachspielzeit: Nach einer Ecke traf der eingewechselte Max Dittgen aus der Distanz nur den Pfosten. Stattdessen gelang dem HSV durch Douglas Santos noch der dritte Treffer – ein Ergebnis, dass sicherlich mindestens ein Tor zu hoch ausfiel. Der HSV überzeugte an diesem Abend durch bemerkenswerte Effizienz.

Die Stimmen:

Rick van Drongelen (Hamburger SV): "Wir mussten heute gewinnen und sind froh, dass wir auch die kritischen Phasen der Partie überstanden haben. Jetzt freuen wir uns auf die nächste Runde."
Lewis Holtby (Hamburger SV): "Das war ein hartes Stück Arbeit und wir sind glücklich, durchgekommen zu sein. Wir freuen uns auf die nächste Runde, aber ab jetzt geht der volle Fokus schon auf das Spiel gegen Köln."

Das fiel auf: Unbelehrbare "Fans"

Es qualmte und leuchtete vor und mehrfach während der Partie im Gästeblock. Bereits nach dem Führungstreffer und zum Anpfiff der 2. Halbzeit war Schiedsrichter Dr. Matthias Jöllenbeck gezwungen, die Begegnung im dichten Nebel für einige Momente zu unterbrechen. Nach dem zweiten Treffer der Hamburger brachte die erneute üppige Zündelei das Fass jedoch zum Überlaufen. Der Schiedsrichter brach die Partie konsequenterweise für einige Minuten ab und verließ mit den Spielern des SV Wehen das Feld. Die Hamburger versuchten indes den Anhang zu besänftigen, Lewis Holtby kletterte gar auf den Zaun. Fünf Minuten später gab Jöllenbeck die Partie wieder frei – mit der eindringlichen Mahnung, beim nächsten Vorfall die Partie endgültig abzubrechen. Die Zuschauer im HSV-Block rissen sich bis zum Schlusspfiff zusammen. Dann ging das Zündeln weiter. Unbelehrbare "Fans".

Der Tweet zum Spiel:

Die Statistik: 19:10

So lautete das Torchancenverhältnis zugunsten des SV Wehen Wiesbaden. Auch in der Eckenstatistik zeigte sich der Drittligist mit 11:3 klar vorne. Nur im Ergebnis zog Wehen den Kürzeren. Trotzdem zeigte die Mannschaft einen couragierten Auftritt.
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