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DFB-Pokal | Mainz besteht Charaktertest in Aue: "Wichtig für das Selbstvertrauen"
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Publiziert 19/08/2018 um 12:37 GMT+2 Uhr
Der FSV Mainz 05 steht dank einer Energieleistung in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Dem Bundesligisten war der 3:1-Sieg in Aue nicht nur der Beweis einer guten körperlichen Verfassung. Neuzugang des FSV Mainz, Moussa Niakhate, sah bereits nach drei gespielten Minuten die rote Karte und flog vom Platz. Der Gegener konnte aus der Überzahl jedoch wenig machen und überließ den Mainzern den Sieg.
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Rouven Schröder nahm Moussa Niakhate in den Arm, klopfte dem jungen Franzosen auf die Schulter und munterte den einzig enttäuschten unter vielen zufriedenen Mainzern auf. "Weiter geht's", sagte der Sportvorstand des FSV Mainz 05, nachdem der Bundesligist trotz der schnellen Roten Karte für den Neuzugang durch ein 3:1 (1:0) bei Zweitligist Erzgebirge Aue in die 2. Runde des DFB-Pokals eingezogen war.
Mainz beweist Charakterstärke
Keine drei Minuten hatte das Pflichtspieldebüt von Niakhate gedauert, weil Schiedsrichter Felix Zwayer (Berlin) ihn wegen einer Notbremse an Angreifer Sören Bertram zurecht vom Platz stellte. Was für den 21-Jährigen als Albtraum begann, entpuppte sich für den FSV letztlich aber als Glücksfall.
In der Vorsaison verkraftete Mainz Rückschläge nur schwer. Nun bestand das Team von Trainer Sandro Schwarz den ersten Charaktertest der neuen Spielzeit mit Bravour. Schröder sagte:
Einschließlich Nachspielzeit agierte Mainz 90 Minuten in Unterzahl. Die Art und Weise, wie die Mannschaft mit dieser Situation umging, ließ zwei Schlüsse zu: Das Team ist nach der intensiven Vorbereitung körperlich in einer guten Verfassung. Und: Auch mental ist es gereift. Coach Schwarz sagte:
Die Defensive um Innenverteidiger Stefan Bell strahlte trotz der Umstellung viel Ruhe aus, Neuzugang Aaron Martin überzeugte mit seiner Technik. In der Offensive wirbelte Doppeltorschütze Alexandru Maxim (31./65.), der zudem noch als Vorbereiter des dritten Treffers durch den eingewechselten Robin Quaison (59.) glänzte. Maxim sagte:
Nur Niakhates Freude war nach der "ersten Roten Karte meiner Karriere" getrübt, er betonte aber: "Ich freue mich für die Mannschaft, dass wir das ausgebügelt haben und eine Runde weiter sind." Ob er der Mannschaft nun ein Abendessen schulde? "Das wird schwierig", sagte Niakhate mit einem Lächeln:
Aue schwach und ideenlos
Ganz andere Sorgen plagten Aue. Wie schon in der Liga fehlte die Durchschlagskraft im Angriff, aus der Überzahl machte das Team von Trainer Daniel Meyer viel zu wenig. Ex-Bundesligaprofi Christian Tiffert war sauer. "Sich mit einem Spieler mehr so auskontern zu lassen, ist für mich unverständlich. Ich bin schockiert", sagte er im MDR. Dass Pascal Testroet (83.) den ersten Saisontreffer für die in der Liga noch sieg- und torlosen Sachsen erzielte, war da nur ein schwacher Trost.
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