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Union Berlin stoppt Höhenflug des SC Freiburg
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Publiziert 29/10/2019 um 21:02 GMT+1 Uhr
Union Berlin hat die Bundesliga-Überflieger des SC Freiburg gestoppt und mit dem Einzug in das Pokal-Achtelfinale Selbstvertrauen für das bevorstehende brisante Stadtderby getankt. Vier Tage vor dem Duell mit Hertha BSC gewannen die Eisernen beim Tabellendritten mit 3:1 (1:1), der Schlüssel zum Erfolg der Berliner war die eiskalte Chancenverwertung.
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Die Pokalhelden von Union Berlin genossen jede Sekunde vor ihrer euphorischen Fankolonie, gemeinsam stimmte sich die Reisegruppe aus der Hauptstadt unmittelbar nach dem 3:1 (1:1)-Sieg beim SC Freiburg schon auf das große Derby gegen die Hertha am Samstag ein. "Da brauchen wir wieder elf Fighter", sagte Unions Torschütze Robert Andrich nach dem erfolgreichen Kampf im Breisgau.
Den Bundesliga-Dritten rangen die Eisernen vor allem dank einer eiskalten Chancenverwertung nieder und stoppten damit den Höhenflug des Sport-Clubs jäh. "Die Verlängerung wäre locker drin gewesen, wir waren nicht die schlechtere Mannschaft", sagte Freiburgs Innenverteidiger Dominique Heintz: "Wir haben sie aber zum Toreschießen eingeladen."
Der 1. FC Union entscheidet die Partie spät
Joshua Mees (36.) köpfte die Gäste in einer lange Zeit ereignisarmen Begegnung in Führung, kurz vor dem Seitenwechsel glich Neu-Nationalspieler Robin Koch (45.+2) aus. Die entscheidenden Treffer erzielten Andrich (87.) und Christian Gentner (90.+2).
"Es ist ein Gesicht von uns, viel zu arbeiten und zu investieren. Die Kampfkraft von Union, das müssen wir so beibehalten", sagte Union-Trainer Urs Fischer.
Das Duell vor 24.000 Zuschauern war auch ein Spiel der Gegensätze - zumindest was die derzeitige Form in der Liga betrifft. Die Freiburger hatten seit dem 31. August lediglich ein Spiel verloren, das aber ausgerechnet bei Union (0:2). Im selben Zeitraum hatten die Berliner in genau dieser Partie vor zwei Wochen ihrerseits die einzigen Punkte geholt.
Streich schimpft wie ein Rohrspatz
Der vermeintlichen Favoritenrolle wurden die Gastgeber aber nur selten gerecht. Zwar setzte Verteidiger Nico Schlotterbeck den Ball per Kopf an den Außenpfosten (9.) und Torjäger Nils Petersen knapp daneben (20.), beide Aktionen resultierten allerdings aus Standardsituationen. Um gegen eine tiefstehende und clever agierende Union-Defensive Chancen zu kreieren, fehlte dem Sport-Club das Tempo.
Das missfiel auch Freiburgs Trainer Christian Streich, der an der Seitenlinie phasenweise entweder wie ein Rohrspatz schimpfte oder wegen der vielen Querpässe sarkastisch lächelte.
Als Freiburg besser ins Spiel kam, sorgte Andrich (33.) mit einem Distanzschuss erst für Gefahr und Mees etwas später für die Führung. Dank Koch durfte aber auch Freiburg noch jubeln.
Freiburgs Sturmlauf jäh beendet
Vielleicht kam der SC auch deshalb mit deutlich mehr Schwung aus der Kabine.
Die Angriffe wurden in den ersten Minuten jedenfalls viel zielstrebiger vorgetragen, von den Außenbahnen flog eine Flanke nach der anderen in den Strafraum. Nach einer knappen Stunde war der "Sturmlauf" aber auch schon wieder beendet.
Streich aber ahnte, dass seine Mannschaft nun die Entscheidung erzwingen könnte. Er nahm den schwachen Roland Sallai vom Platz und brachte mit Lucas Höler eine zweite, echte Spitze. Mehr Durchschlagskraft verschaffte die Einwechslung allerdings nicht.
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(SID)
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