Nachdem Union Berlin das Stadtderby im Achtelfinale bereits nach zehn Sekunden mit einem gefährlichen Abschluss durch Max Kruse eröffnete (1.), benötigten die Gäste im Berliner Olympiastadion zehn weitere Minuten, um die frühe sowie verdiente Führung zu erzielen. Nach Flanke von Kruse nahm Andreas Voglsammer den Ball im Strafraum artistisch mit der Innenseite aus der Luft und platzierte die Kugel unhaltbar hoch im linken Eck - ein Traumtor zur Union-Führung (11.)!
Nach einer starken Anfangsphase der Eisernen biss sich Hertha mit zunehmender Spieldauer ins Spiel und hatte kurz vor der Pause schon den Jubelschrei auf den Lippen. Nachdem Suat Serdar aus kurzer Distanz eingeschoben hatte, ging aber die Fahne des Assistenten hoch - Vorlagengeber Ishak Belfodil war zuvor knapp im Abseits gestanden (45.+1).
Kurz nach Wiederbeginn vergab Vladimir Darida nach toller Vorarbeit von Belfodil aus kurzer Distanz den möglichen Ausgleich (48.) - eine Szene, die sich kurz darauf auf der Gegenseite rächen sollte. Nach Kruses Kopfballverlängerung brachte Levin Öztunali den Ball aus der rechten Srafraumhälfte scharf vors Tor. Niklas Stark versuchte im Fünfer zu retten, lenkte den Ball aber mit dem Knie unglücklich ins eigene Tor (50.).
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Doch die Antwort der Hertha ließ nicht lange auf sich warten: Serdars Pass von der Grundlinie ins Zentrum fälschte Rani Khedira mit der Fußspitze noch leicht ab und musste daraufhin mit ansehen, wie die Kugel ins von Luthe offen gelassene kurze Eck über die Linie trudelte (53.).
Union ließ sich vom Anschlusstreffer der Hertha aber nicht aus dem Konzept bringen und fand wiederum nur zwei Minuten später die passende Antwort. Nach Freistoßflanke von Bastian Oczipka kam Robin Knoche aus zehn Metern frei zum Abschluss und traf über den linken Innenpfosten zum 3:1 (55.).
Die Hertha zeigte sich in der Schlussphase zwar bemüht, kam durch Lucas Tousart (78.) und Maximilian Mittelstädt (88.) aber zunächst nur zu zwei gefährlichen Abschlüssen aus der Distanz, die das Tor jeweils knapp verfehlten. In den Schlusssekunden konnte Serdar mit der Brust mit der letzten Aktion des Spiels zwar noch verkürzen (90.+5), am Achtelfinal-Aus von Hertha BSC änderte dies aber nichts mehr.

Die Stimmen:

Max Kruse (Union Berlin): "Wir haben alles gegeben und hochverdient gewonnen. Wir sind jetzt zwar alle kaputt, aber auch überglücklich."
Andreas Voglsammer (Union Berlin): "Ich glaube nicht, dass ich schonmal ein schöneres Tor geschossen habe. Wir sind natürlich sehr glücklich mit dem Einzug ins Viertelfinale."
Urs Fischer (Trainer Union Berlin): "Die Mannschaft hat wieder eine tolle Moral und großen Willen gezeigt. Wir haben am Ende verdient mit 3:2 gewonnen."
Tayfun Korkut (Trainer Hertha BSC): "Die Enttäuschung ist riesig. Wir haben es auch nicht verdient, das Spiel zu gewinnen. Das muss man ganz klar sagen. Das dritte Tor darf nicht so fallen, wie es gefallen ist."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Effiziente Eiserne

Union Berlin präsentierte sich vor allem in der zweiten Hälfte extrem effizient und erzielte bei nur einem Schuss aufs Tor von Hertha zwei Treffer. Knoches Treffer zum zwischenzeitlichen 3:1 blieb Unions einziger Abschluss in Hälfte zwei, hinzu kam ein Eigentor von Stark. Defensiv griff bei den Gästen ein Rädchen ins andere, sodass die Hertha über weite Strecken gut vom eigenen Tor ferngehalten wurde. Bei der Korkut-Elf stimmten hingegen viele Abläufe in der Offensive nicht.

Die Statistik: 87

Gerade einmal 87 Sekunden lagen zwischen dem Anschlusstreffer der Hertha und dem Unioner Tor zum 3:1 durch Knoche.
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