Bei den Gästen kehrte Matthias Ginter in die Startelf zurück. Hannover brauchte allerdings nur vier Minuten, um die Gladbacher Abwehrkette zu knacken.
In der eigenen Hälfte misslang Nico Elvedi ein Klärungsversuch und der Ball landete vor den Füßen von Stürmer Hendrik Weydandt. Der 26-Jährige leitete schnell auf rechts zum einlaufenden Maximilian Beier weiter, der knapp zehn Meter vor dem Tor abzog und platziert ins lange obere Eck verwandelte.
Es ging Schlag auf Schlag und die Fohlen hätten noch in der ersten Viertelstunde ausgleichen können, doch Florian Neuhaus scheiterte nach einer Kopfballablage von Marcus Thuram aus kürzester Distanz an 96-Torhüter Ron-Robert Zieler (12.).
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Kaum erholten sich die Gäste nach der frühen Führung und dominierten in puncto Ballbesitz, folgte der nächste Schock: Schiedsrichter Florian Badstübner zeigte auf den Punkt, nachdem Beier den Arm von Neuzugang Marvin Friedrich traf (36.). Sebastian Kerk trat an und verwandelte rechts unten, obwohl Yann Sommer noch mit den Fingerspitzen dran war.
Für den zweiten Durchgang brachte Adi Hütter zwei frische Kräfte ins Spiel. Breel Embolo und Denis Zakaria sollten das Spiel zu Gunsten der Gladbacher drehen, doch stattdessen klingelte es wenige Minuten später erneut im Kasten der Fohlen. Zum zweiten Mal am heutigen Abend konnte Beier Torhüter Sommer überwinden, indem der 19-Jährige einen Konter mit dem Außenristschuss aus wenigen Metern abschloss (51.).
Die Gladbacher erarbeiteten sich zwar noch ein paar Chancen, die unter anderem Zakaria und Neuhaus vergaben, aber an der Niederlage bestanden zu keinem Zeitpunkt des Spiels wirkliche Zweifel. Auf diese Weise sicherte sich Hannover 96 den souveränen Einzug ins Viertelfinale.

Die Stimmen:

Lars Stindl (Borussia Mönchengladbach): "Wir haben die gestrigen Pokalspiele natürlich verfolgt und sind echt mit Euphorie hierher gefahren. Wir bringen das aber nicht auf den Platz und das müssen wir uns vorwerfen lassen. Da ist die Kritik absolut angebracht."
Sebastian Kerk (Hannover 96): "Ich glaube, wir waren alle ein Stück weit überrascht, wie das Spiel lief. Gladbach hat uns sehr, sehr wenig Gegenwehr entgegengebracht und dementsprechend sind wir einfach froh, dass wir weiter sind."
Ron-Robert Zieler (Hannover 96): "Ich habe lange darauf [auf den Einzug ins Viertelfinale] gewartet. Meine Pokalquote war jetzt nicht atemberaubend, um so mehr freue ich mich so einen Abend wie heute zu erleben. Das war nämlich einer, den man in Erinnerung behalten wird."

Der Tweet zum Spiel:

Doppeltorschütze Beier und Torwart Zieler, dem mehrere Glanzparaden gelangen, gehörten mit Sicherheit zu den besten Spielern auf dem Feld. Eine entsprechende Wertschätzung kommt von den Fans.

Das fiel auf: Unheimliche Effizienz

Nur sechsmal schoss Hannover heute auf das Tor von Yann Sommer und die Hälfte der Abschlüsse landete tatsächlich hinter der Linie. Bis zum Pausenpfiff war die Statistik noch beeindruckender: Zwei Tore bei zwei Torschüssen! Die 96er zogen sich phasenweise zwar ein wenig zurück, aber kamen sie vor den Kasten, war es meist brandgefährlich.

Die Statistik: 10

Zum ersten Mal seit zehn Jahren verlor ein Bundesligist gegen einen Zweitligisten im DFB-Pokal mit mindestens drei Toren Unterschied. Damals besiegte in der ersten Runde Erzgebirge Aue die Eintracht aus Frankfurt ebenfalls mit 3:0.
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