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DFB Pokal: Jena-Anhänger attackieren offenbar Wolfsburg-Spieler auf dem Weg zum Mannschaftsbus
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Publiziert 31/07/2022 um 11:40 GMT+2 Uhr
Nach dem DFB-Pokalspiel des VfL Wolfsburg bei Carl Zeiss Jena sind Spieler des Fußball-Bundesligisten offenbar von gegnerischen Fans bedrängt worden. Wie unter anderem der "kicker" berichtete, wurden die VfL-Profis Pavao Pervan, Kevin Paredes, Jakub Kaminski, Bartol Franjic und Bartosz Bialek auf dem Weg zum Mannschaftsbus von Anhängern des Regionalligisten attackiert.
In Jena kam es offenbar zu unschönen Szenen
Fotocredit: Imago
In der Nachspielzeit bewahrte Omar Marmoush den VfL Wolfsburg vor der Verlängerung, doch das unwürdige Nachspiel außerhalb des Platzes konnte auch er nicht verhindern.
Die Attacken gegnerischer Fans auf einige Wölfe-Profis ließen den Last-Minute-Sieg des turmhohen Favoriten beim Debüt seines neuen Trainers Niko Kovac in den Hintergrund rücken.
Schon Minuten vor dem Lucky-Punch hatten die Carl-Zeiss-Fans hämische Gesänge angestimmt. "1. Liga, keiner weiß warum", riefen sie. Dann ließ Marmoush mit seinem Kopfball nach einem Freistoß von Josip Brekalo Jena verstummen - und es kam zum unschönen Nachspiel.
Einige Jena-Anhänger gingen auf Pervan, Paredes, Kaminski, Franjic und Bialek los, attackierten die VfL-Profis. Es sei auch zu Schubsereien gekommen, ehe sich die Spieler kurz darauf in einen "gesicherten Bereich" zurückziehen konnten.
Kovac erwartet sich Sanktionen
Kovac wählte deutliche Worte. "Wenn es so gewesen ist, dann ist das natürlich nicht das, was wir als Fußballfreunde, Fußballfans oder Fußballfanatiker sehen möchten", sagte er: "Diejenigen, die das zu verantworten haben, werden sicherlich auch dementsprechend sanktioniert werden."
Davon ist auszugehen: Noch am Samstagabend kündigte Jena eine offizielle Untersuchung an. Man wollte die Vorkommnisse zu Beginn der Woche auswerten, schrieb der Verein. Den Tätern drohen Strafanzeigen und Hausverbote.
Am Sonntag kündigte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) Ermittlungen durch seinen Kontrollausschuss zu Beginn der neuen Woche an. "Wir werden die Vorgänge untersuchen", sagte der Ausschussvorsitzende Anton Nachreiner.
Wolfsburg schrammt an Blamage vorbei
Sportliche Negativschlagzeilen hatten die Wölfe im ausverkauften Ernst-Abbe-Sportfeld gerade so vermieden. Zwar hatte der VfL den krassen Außenseiter auf den ersten Blick im Griff, Gefahr entwickelten Marmoush, Jonas Wind, Luca Waldschmidt, Lukas Nmecha und Co. aber viel zu selten.
Als kurz nach Marmoushs erlösendem Kopfball der Abpfiff ertönte, klatschte Kovac der Reihe nach die gegnerischen Spieler ab - und zollte ihnen Respekt für den leidenschaftlichen Einsatz über 94 Spielminuten. "Sie haben das letzte Atom an Energie rausgehauen", sagte er.
Dass er und sein Team nur knapp an einem blamablen Start vorbeigeschrammt waren, wollte Kovac schnell verdrängen. "Wir sind weitergekommen, nur das zählt im Pokal", sagte er trocken: "Ein Tor in der Nachspielzeit ist glücklich, aber jede erste Pokalrunde ist schwierig. Einige andere sind schon raus."
Immerhin: Neu-Kapitän Maximilian Arnold und Torjäger Max Kruse, die in Jena angeschlagen fehlten, lassen auf mehr Kreativität hoffen. Viel Zeit bleibt bis zum Nordduell mit Aufsteiger Werder Bremen am Samstag (ab 15:30 Uhr im Eurosport-Liveticker) aber nicht.
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