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TSG Hoffenheim nimmt FC Schalke in der 2. Pokal-Runde nach allen Regeln der Kunst auseinander
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Publiziert 18/10/2022 um 22:36 GMT+2 Uhr
Der FC Schalke 04 ist in der 2. Runde des DFB-Pokals bei der TSG Hoffenheim 1:5 (0:3) sang- und klanglos untergegangen. Munas Dabbur (6., 44.), Angeliño (17.), Ozan Kabak (52.) und Pavel Kaderabek (64.) sorgten für klare Verhältnisse in der Sinsheimer PreZero-Arena. Dominick Drexler gelang zumindest noch der Ehrentreffer (70.) für die komplett chancenlosen Königsblauen.
Hoffenheim lässt Schalke im Pokal keine Chance
Fotocredit: Getty Images
Vor 15.633 Zuschauern in Sinsheim hatte Angeliño bereits nach 99 Sekunden die Führung für die Hoffenheimer auf dem Fuß, der Außenverteidiger verzog aber knapp. Dabbur machte es kurz darauf besser. Die Schalker Abwehr hatte in beiden Szenen ihren Namen nicht verdient.
Nach rund einer Viertelstunde zappelte der Ball schon wieder im Netz.
Angeliño hatte von der Strafraumgrenze abgezogen. In der Folge offenbarte sich über weite Strecken ein Klassenunterschied. Die Schalker waren in allen Belangen unterlegen. Hoffenheim spielte Katz und Maus mit den Gästen, vergaß dabei allerdings das Toreschießen. Erst kurz vor der Pause schraubte Dabbur das Ergebnis in die Höhe.
Im zweiten Durchgang änderte sich nichts an der Dominanz der Hoffenheimer. Bevor Kabak nach einem Freistoß per Kopf traf, hatte es schon mehrmals lichterloh im Schalker Strafraum gebrannt. Auch vor dem fünften Tor von Kaderabek hätte es schon zwei oder dreimal im S04-Tor einschlagen können.
Nach dem Treffer war es mit der Geduld der mitgereisten Schalker Fans zu Ende. "Kramer raus" hallte es durch die Arena. Schröder sah auf der Bank entsprechend bedient aus, daran änderte auch das Tor Drexlers nichts.
Die Stimmen:
Dennis Geiger (TSG Hoffenheim): "Wir wollten klar zeigen, wer der Chef im Haus ist. Und das waren heute wir. Momentan macht es einfach Spaß, Fußball zu spielen. Wenn wir einmal ins Rollen kommen, sind wir sehr gut. Am Samstag wird es gegen den FC Bayern aber ein ganz anderes Spiel."
Munas Dabbur (TSG Hoffenheim): "Ich bin total happy, dass ich dem Team heute wieder helfen konnte. Wir haben viel Qualität auf dem Rasen, die Mannschaft hat einfach Lust, Fußball zu spielen. Das frühe 1:0 hat es dann natürlich auch leichter gemacht. Es hat heute einfach totalen Spaß gemacht. Ich spüre ein großes Vertrauen vom Trainerstab. Am Samstag gegen die Bayern wird es natürlich ein ganz anderes Spiel. Gegen München ist es immer wahnsinnig schwierig, aber wir gehen in jede Partie, um sie zu gewinnen."
André Breitenreiter (Trainer TSG Hoffenheim): "Wir wollten das Spiel schnell entscheiden und das haben wir auch gemacht. Es war heute ein richtig gutes Spiel meiner Mannschaft. Sie hat nahezu perfekt das auf den Platz gebracht, was wir zeigen wollen. Wir wollten den Gegner weit vom Tor fernhalten und sehr intensiv anlaufen und früh jagen. Dadurch haben wir Schalke früh zu Fehlern gezwungen, uns viele Chancen herausgespielt - und heute auch sehr schöne Tore erzielt. Für mich gibt es wenig zu kritisieren. Wir freuen uns auf das Achtelfinale im neuen Jahr und wollen da wieder angreifen."
Dominick Drexler (FC Schalke 04): "Wir müssen die Sachen ganz konkret ansprechen. Sonntag haben wir ein ganz wichtiges Spiel in Berlin. In dieser Sekunde mag es schwer zu glauben sein, aber im Fußball kann man ganz schnell wieder aufstehen."
Rouven Schröder (Geschäftsführer FC Schalke 04): "Es geht um Schalke 04, wenn du hier auftrittst und so spielst, hat das allen den Tag versaut. Dass ein Gegner besser ist, ist für mich kein Thema, das kein sein. Es ist ein K.o.-Spiel, und das habe ich hier nicht gesehen."
Frank Kramer (Trainer Schalke 04): "Da bin ich ehrlich: Da bin ich wirklich sprachlos. Was wir heute auf den Platz gebracht haben, ist absolut ungenügend. Wir machen alle Fehler. Aber wenn Grundtugenden fehlen wie das Annehmen von Zweikämpfen annehmen ... wWenn wir das nicht durchziehen, wird's schwer."
Der Tweet zum Spiel:
Das fiel auf:
Wie vollkommen von der Rolle die Schalker wirkten - Frank Kramer hatte sein Team sehr defensiv aufgestellt und nahm damit fast seine komplette Mannschaft aus dem Spiel. Hoffenheim spazierte durch die Schalker Reihen, als wären die Gegenspieler Aufsteller aus dem Training. Gerade Matriciani und Mohr wirkten völlig überfordert.
Die Statistik: 5
Fünf Spiele in Folge haben die Schalker nun verloren, in denen sie 16 Gegentreffer kassiert haben. Das 0:1 im Derby gegen den BVB war dabei ein fast glimpflicher Auftakt.
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Quelle: Perform
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