DFB-Pokal: VfB Stuttgart schlägt 1. FC Union Berlin und zieht ins Achtelfinale ein – Union mit Horror-Serie

Der 1. FC Union Berlin hat seinen Abwärtstrend auch gegen den VfB Stuttgart nicht stoppen können. Die Hauptstädter fuhren durch das 0:1 ihre elften Pflichtspielniederlage in Serie ein und schieden gegen die Schwaben aus dem DFB-Pokal aus. Die Stuttgarter gewannen hingegen nach der bitteren Pleite gegen die TSG 1899 Hoffenheim am Wochenende die zweite Partie ohne Shooting Star Serhou Guirassy.

1. FC Union Berlin

Fotocredit: Imago

Der schwer angeschlagene Champions-League-Starter Union Berlin rutscht immer tiefer in die Krise. Die "Eisernen" scheiterten in der zweiten Runde des DFB-Pokals bei Liga-Konkurrent VfB Stuttgart, nach dem 0:1 (0:1) und der elften Pflichtspiel-Niederlage in Folge wird die Lage auch für Trainer Urs Fischer immer kritischer.
Deniz Undav, Vertreter des verletzten Toptorjägers Serhou Guirassy, traf praktisch mit dem Halbzeitpfiff (45.) für Stuttgart. Der VfB, die Überraschungsmannschaft der Liga, setzte dadurch seinen Höhenflug fort und steht erneut im Pokal-Achtelfinale (5./6. Dezember).
Im Gegensatz zu Union. Fischer wollte zwar vor der Partie nichts von einem "Schicksalsspiel" wissen. Doch der Druck auf den Schweizer, der die Köpenicker von der 2. Liga bis in die Königsklasse geführt hat, wird vor den Spielen gegen Eintracht Frankfurt, die SSC Neapel und Bayer Leverkusen immer größer.
Fischer hatte von seinen Profis nach den vielen Enttäuschungen einen "Pokalfight" gefordert. Es gelte, "die Tugenden von Union abzurufen".

Alu-Treffer auf beiden Seiten

Dazu veränderte er sein Team im Vergleich zum jüngsten 0:2 in Bremen gleich auf sechs Positionen. Unter anderem saßen Robin Gosens und Leonardo Bonucci zunächst draußen.
Im Tor sollte eigentlich Alexander Schwolow für Frederik Rönnow stehen, doch Schwolow musste wegen Oberschenkelproblemen nach dem Aufwärmen passen. Er erhoffe sich durch die Rotation, so der Union-Coach, "einen besseren Zugriff" und "mehr Körperlichkeit".
Die Veränderungen - Fischer stellte auch taktisch auf Viererkette um - brachten zunächst nicht den erhofften Schwung. Union stand immerhin sicher. Das Spiel bestimmte der VfB. Die Schwaben fanden aber keine Lücke. Chancen? Die gab es erst einmal nicht.
So dauerte es bis zur 28. Minute, ehe Aissa Laidouni bei einer der wenigen Offensivaktionen der Gäste mit einem wuchtigen Schuss nur die Latte traf. Auf der anderen Seite traf Undav den Pfosten, ehe er in einer eher ereignisarmen ersten Hälfte doch noch zur Führung abstaubte.

Union fehlen spielerische Mittel

Nach dem Wechsel änderte sich wenig. Union fand nicht den von Fischer gewünschten Zugriff, der VfB behielt erst einmal die Kontrolle.
Berlin verstärkte nach gut einer Stunde zwar seine Bemühungen und Fischer die Offensive, es fehlten oft aber die Mittel.

Gladbach siegt dank Blitzstart

Die Blitzstarter von Borussia Mönchengladbach haben auch das schnelle Wiedersehen mit dem 1. FC Heidenheim gewonnen.
Die Fohlen bezwangen den Bundesliga-Aufsteiger vor 41.660 Zuschauern problemlos mit 3:1 (3:0) und machten Trainer Gerardo Seoane mit dem Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk.
US-Nationalspieler Jordan Siebatcheu (3./9.) und der bereits in der ersten Runde erfolgreiche Robin Hack (44.) trafen schon vor der Pause für die Elf von Seoane, der am Montag 45 Jahre alt geworden war.
Damit zog die Borussia zum 31. Mal in der Vereinsgeschichte in die Runde der letzten 16 ein. Der FCH, der erst am Samstag in der Bundesliga an gleicher Stelle 1:2 verloren hatte, verkürzte durch Adrian Beck (78.).
(SID)
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Quelle: Perform

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