Drei Dinge, die beim BVB-Sieg im Pokal bei Phönix Lübeck auffielen: Dortmund spürt eine neue Groß-Macht

Das erste Pflichtspiel unter dem neuen Trainer Nuri Sahin ist geglückt. Borussia Dortmund hat in der 1. Runde des DFB-Pokals gegen den Regionalligisten 1. FC Phönix Lübeck auswärts mit 4:1 (3:0) gewonnen. Ein Grund dafür waren die Neuzugänge, allen voran Mittelfeldspieler Pascal Groß. Allerdings waren auch Schwächen bei der Sahin-Auswahl erkennbar, die der BVB zum Bundesliga-Start abstellen muss.

Anton fühlt sich beim BVB wohl: "Schöner Fußball, der Sinn macht"

Quelle: Perform

Borussia Dortmund hat die erste Aufgabe der Saison 2024/2025 gemeistert. Mit 4:1 gewann die Mannschaft von Trainer Nuri Sahin gegen den Regionalligisten Phönix Lübeck. Das Spiel wurde im Hamburger Volksparkstadion ausgetragen, weil die Heimstätte von Phoenix nicht die Voraussetzungen eines Pokalspiels erfüllt.
Die Tore für Dortmund erzielten Waldemar Anton (3.), Emre Can (31., Foulelfmeter), Julian Brandt (45.+1) und der eingewechselte Julien Duranville (62). Der zwischenzeitliche Anschlusstreffer zum 1:3 gelang dem Lübecker Obinna Iloka (55.).
"Das war ein sehr mutiger Gegner, ein überraschend mutiger Gegner", lobte Sahin die Lübecker. "Der Sieg war nie gefährdet, wobei wir auch eine kleine Phase hatten, in der der Gegner ein, zwei Chancen hatte. Im Großen und Ganzen sind wir aber zufrieden. Wir haben unsere Pflichtaufgabe erfüllt."
Drei Dinge, die uns beim BVB-Sieg auffielen.

1.) Drei BVB-Neuzugänge begeistern auf Anhieb

Mit Waldemar Anton und Pascal Groß befanden sich zwei Neuzugänge in der Dortmunder Startelf. Die Neuzugänge Yan Couto und Maximilian Beier ließ Sahin zunächst auf der Bank. Beier war allerdings auch erst am Montag ins Ruhrgebiet gewechselt.
Groß und Anton bewiesen auf Anhieb, wie wichtig sie für den BVB sein dürften. In der 3. Minute bekamen Dortmund den ersten Eckball zugesprochen: Groß flankt, Anton köpft - Tor! Überhaupt war Groß der auffälligste Mann auf dem Platz. Er dirigierte das Spiel, gab das Tempo vor, bewies dabei viel Übersicht und ein feines Füßchen bei vielen Chipbällen. Stark, wie er das 3:0 mit einem langen, hohen Ball über das halbe Feld auf Julian Brandt vorbereitete.
"Er hat ein gutes Spiel gemacht, war total souverän. Das war genau das, was wir von ihm erwarten", lobte BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl, schob allerdings hinterher: "Das war heute sicherlich auch nicht der Maßstab." Trainer Sahin lobte den Einfluss von Groß: "Er spielt sehr dominant und kann den Rhythmus bestimmen. Das hat uns letztes Jahr ein bisschen gefehlt. Deswegen wollten wir unbedingt diesen Spieltypus haben. Er tut uns einfach gut."
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Neuzugang Beier: "Darauf freue ich mich beim BVB am meisten"

Quelle: Perform

Auch Yan Couto fügte sich stark in die Partie ein. In der 59. Minute eingewechselt, setzte er sich nur drei Minuten später im Mittelfeld durch und bereitete mit einem genialen Zuspiel auf Duranville das 4:1 vor. Weniger Spielglück hatte Beier: In der 69. Minute wurde er eingewechselt und ließ kurz darauf (72.) eine Großchance ungenutzt.

2.) Dreimal rettet das Aluminium: BVB nicht sattelfest

Mit 85 Prozent Ballbesitz hatte Borussia Dortmund das Spiel zwar maximal dominiert. Trotzdem lief nicht alles rund, wie alleine schon das Torschussverhältnis beweist: Lübeck hatte mit neun Abschlüssen nur zwei Chancen weniger als der BVB.
Kehl merkte völlig zurecht an: "Wir haben ein paar Sachen gut gemacht, müssen aber auch einige Sachen besser machen. Die Spielgeschwindigkeit hat mir heute in manchen Phasen nicht gefallen. Wir hatten auch einige leichte Ballverluste."
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Borussia Dortmund im DFB-Pokal gegen Phönix Lübeck

Fotocredit: Imago

Folgenschwer war der Ballverlust von Brandt, der mit dem Gegentreffer von Iloka zum zwischenzeitlichen 1:3 bestraft wurde. Dortmund hatte daraufhin eine Schwächephase. Gleich dreimal traf Phönix das Aluminium. Die letzten beiden Male resultierte dies aus Eckbällen. Wie das zu erklären ist?
"Die Zuteilung war nicht so optimal. Daran werden wir arbeiten. Wir haben (bei Standards, A.d.R.) ein paar Sachen einstudiert, aber in diesen Fällen stimmte die Zuteilung nicht", sagte Kehl auf Nachfrage von Eurosport.de.
Sahin äußerte sich ähnlich. "Das ist alles auf Konzentration zurückzuführen", sagte der Trainer. "Das ist die nächste Stufe, die wir erreichen müssen und auf die wir hinarbeiten. Wir haben über 1000 Pässe gespielt. Dann kann man auch mal schläfrig werden." Doch Sahin hat keinen Zweifel: "Ich bin mir sicher, dass die Jungs da gewesen wären, wenn es 0:0 gestanden hätte. Da mache ich mir keine Sorgen. Ich weiß, wie man so ein Spiel einordnen muss, wenn man mit 4:1 führt."

3.) BVB erlebt Heimspiel in Hamburg - mit kleiner "Gelber Wand"

Normalerweise hat der Gastgeber den Vorteil, dass das Publikum für eine lautstarke Unterstützung sorgt und eine Hexenkessel-Atmosphäre fabriziert. Phönix Lübeck bekam davon wenig zu spüren. Zwar dürfte es für alle Lübecker ein Erlebnis gewesen, vor 50.971 Zuschauern in ein Stadion einzulaufen.
Allerdings war das Volksparkstadion durch die vielen Dortmund-Fans wie in gelber Farbe getunkt - der BVB sprach von 40.000 Borussen. Die Südtribüne war praktisch eine verkleinerte Version der "Gelben Wand". Als die Lübecker zum Aufwärmen ins Stadion einliefen, gab es keinen Applaus - sondern Pfiffe der vielen Dortmund-Fans.
Johann Berger, Kapitän von Phönix Lübeck, sagte nach dem Spiel gegenüber Eurosport.de: "Es hat sich angefühlt wie ein Auswärtsspiel, das ist klar. Mit dieser Wucht, die die Dortmunder auf die Ränge bringen, war uns das klar - aber auch cool."   
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Groß über seine BVB-Leidenschaft: "Mein Herz hat direkt Ja gesagt"

Quelle: Perform

Die Dortmunder genossen die Atmosphäre. "Wir haben schon viele sensationelle Spiele beim HSV gehabt, in den letzten Jahren leider nicht mehr", sagte Kehl. "Es war ein Heimspiel für den BVB. Aber ich glaube, auch den Jungs von Phönix hat es am Ende gefallen, vor so einer Kulisse zu spielen."
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Quelle: Perform


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